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Donnerstag, 30. April 2026

Der Blick nach vorn: Woran müssen Messen sich messen lassen?


Als Fachleute, die wir uns tagein, tagaus in der Welt der Messen bewegen, vergessen wir womöglich allzu leicht, welches Bild wir in der Öffentlichkeit abgeben, welche Erwartungen wir wecken und welche Enttäuschungen wir produzieren. Auch ich werde hin und wieder überrascht, was die Welt da draußen über uns denkt (Bild: generiert mit Perplexity).

Kolumne von Oliver Schmitt

Die Heute-Redaktion des ZDF hat am 19. April in der 17-Uhr-Sendung einen ausführlichen Bericht über Messen gesendet. Titel: Wie wichtig sind Messen noch? Weiter unten im Transkript folgt die Frage, welche Bedeutung Messen in Zeiten der Digitalisierung noch haben. Dann eine Reihe von Stellungnahmen aus der Messewirtschaft. Tenor: Menschliche Begegnung ist unersetzlich, Vertrauen und Glaubwürdigkeit spielen eine große Rolle, Messen sind Spiegelbild der wirtschaftlichen Entwicklung. Der Beitrag endet mit den Worten: „Totgesagte leben länger, sagt man. In der Messebranche trifft das wohl zu.“

Der AUMA hat Ende März seinen AUMA-Aussteller-Ausblick 2026/2027 veröffentlicht. Darin heißt es, dass 59% der 400 regelmäßig befragten Unternehmen ihre Messebeteiligungen konstant halten wollen. Im Durchschnitt wird ein leichter Rückgang von 5,4 (2024/2025) auf 5,1 Messebeteiligungen prognostiziert. Dabei sehen 97,5% der befragten Unternehmen Messen weiterhin als unverzichtbare Plattform für Austausch, Innovation und Geschäftsanbahnung. AUMA-GF Jörn Holtmeier ist sich sicher, dass Unternehmen trotz der unsicheren Welt- und Wirtschaftslage mehrheitlich auf ihre Messebeteiligungen schwören.

Auf Linkedin-Posts zur heute-Sendung wie zum AUMA hatte ich Feedback erhalten: Eine Messebeteiligung sei kein Kulturereignis, sondern ein Investment, das sich rechtfertigen müsse. Ob es wirklich nur der Kampf um die Werbebudgets, der Neid sei, wurde gefragt. Dass der Fokus auf dem Aussteller-Erfolg liegen müsse und dadurch das Besuchserlebnis besser werde. Und ich selbst habe mich gefragt, wie belastbar der dokumentierte Schwur auf Messen ist. Denn ich erledige einen Großteil meiner Dienstreisen aus Überzeugung per Bahn, möchte sie aber dennoch regelmäßig für ihre Performance auf den Mond schießen.

Wie klug ist es, unsere Kunden in vermeintlicher Alternativlosigkeit einzusperren, nur weil sie uns für unverzichtbar halten? Sobald sich eine Alternative auftut, bricht sich der Frust Bahn. Und letztlich haben mittlerweile vom leidensfähigen Boomer bis zur angeblich so ablenkbaren Gen Alpha alle begriffen: Wer in Zeiten von KI auf Nummer sicher gehen will, der muss einander in die Augen schauen. Doch das kann ich an jedem Live-Anlass. Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass auch wir Messen auf diesem Asset aufbauen dürfen. Aber ein bisschen mehr darf’s dann schon sein, oder?

Buchtipp: Veranstaltungs®echt • Praxisfragen bei Messen


Wie schon bei der ersten Auflage gibt Rechtsanwalt Martin Glöckner ein Fachbuch an die Hand, das grundlegende und für die Veranstaltungswirtschaft sehr relevante Kompetenzen vermittelt. Dabei hat der Autor in bewährter Art und Weise eine Sprache gewählt, die sowohl für den interessierten Studierenden als auch den fachlich versierten Experten verständlich ist. Es mag für einen Juristen nicht einfach sein, die im Alltag üblichen Formulierungen so umzubauen, dass sie leicht rezipierbar werden, ohne an Präzision zu verlieren. Hier ist es gelungen (Bild: Verlag Wissenschaft & Praxis).

Für die zweite Auflage stand die Erweiterung um Themen, die im Erscheinungsjahr der ersten Auflage entweder noch keine Relevanz hatten – oder noch nicht existierten, im Fokus.

So etwa KI (Künstliche Intelligenz). In den vergangenen Monaten gab es keine Fachkonferenz in der Messe-, Kongress- und Eventwirtschaft, wo nicht über KI diskutiert, deren Auswirkungen eingeschätzt, Chancen vorgestellt und Risiken beleuchtet wurden.

Veranstaltungs@recht • Praxisfragen des gewerblichen Rechtsschutzes bei Messen und anderen Veranstaltungen, Martin Glöckner,  Herausgeber: Prof. Stefan Luppold, 2., erweiterte Auflage, 153 Seiten, Berlin, 2026, Duncker & Humblot, 49,90 EUR

Doppelter Abschied: Winter und Gilgen treten in Bern ab


Die BERNEXPO AG schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem hohen Umsatz von rund CHF 56 Mio. und einem EBITDA von rund CHF 4.7 Mio. solide ab. CEO Tom Winter wird im zweiten Semester 2026 eine neue Herausforderung außerhalb der BERNEXPO annehmen, und Bruno Battaglia wird neuer CFO (Tom Winter, Bild: BERNEXPO).

Die hohen Investitionen der BERNEXPO AG der letzten Jahre in die Digitalisierung, die Stärkung der Veranstaltungspipeline sowie die neue Festhalle tragen Früchte: Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem hohen Umsatz von über CHF 56 Mio. und einem EBITDA von rund CHF 4.7 Mio. solide ab. Für die Refinanzierung der hohen Investitionen konnten gute Lösungen gefunden werden, und die neue Festhalle ist erfolgreich am Markt positioniert.

Tom Winter hat sich entschieden, im Verlauf des zweiten Semesters 2026 eine neue Herausforderung außerhalb der BERNEXPO anzunehmen. Der Verwaltungsrat dankt ihm für seinen großen persönlichen Einsatz in den vergangenen rund fünf Jahren. Es ist ihm gelungen, das Unternehmen gemeinsam mit dem Verwaltungsrat durch die Corona-Pandemie zu führen. Zudem hat er sukzessive die digitale Kompetenz der BERNEXPO aufgebaut, und die Veranstaltungspipeline für die Zukunft gestärkt. Ein weiteres Highlight bildet der Bau und die Eröffnung der neuen Festhalle, welche ein sehr erfolgreiches erstes Geschäftsjahr hinter sich hat. Der Verwaltungsrat hat den Nachfolgeprozess bereits ausgelöst.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der verschiedenen geopolitischen Verwerfungen sowie die Investitionen für den Bau und die Fertigstellung der neuen Festhalle haben die finanzielle Führung des Unternehmens enorm gefordert. Daher hat sich Jan Gilgen entschieden, von seinem Posten als CFO zurückzutreten, jedoch im Unternehmen zu verbleiben. Der Verwaltungsrat dankt Jan Gilgen herzlich für seinen großen Einsatz. Ab September 2026 wird Bruno Battaglia die CFO-Rolle übernehmen. Bruno Battaglia, ausgewiesener Finanzexperte und Betriebswirtschafter, kennt das Unternehmen hervorragend, da er bereits von 2018 bis 2021 als CFO bei der BERNEXPO tätig war. Der Verwaltungsrat freut sich auf die Zusammenarbeit mit Bruno Battaglia.

Weitere Informationen finden sich hier.

Harmonischer Stabwechsel: Fabienne Meyerhans übernimmt in Luzern


Am 1. Juli 2026 und damit mit dem Start des Geschäftsjahres 2026/2027 geht die Führung der Messe Luzern AG in neue Hände über. Urs Hunkeler, Präsident des Verwaltungsrates, und Markus Lauber, Vorsitzender der Geschäftsleitung, treten aus dem operativen Geschäft zurück. Sie haben gemeinsam die Geschicke der Messe Luzern AG über 35 Jahre geprägt (V.l.: Urs Hunkeler, Fabienne Meyerhans, Silvan Auf Der Maur, Markus Lauber, Bild: Messe Luzern).

Die Funktion als CEO wird Fabienne Meyerhans übernehmen. Sie ist seit 2006 in verschiedenen Funktionen für die Messe Luzern AG tätig, unter anderem als Messeleiterin und als Leiterin Marketing und Kommunikation. Vor zwei Jahren übernahm sie die Verantwortung für den Bereich Messen. Seit 2016 ist Fabienne Meyerhans auch Mitglied der Geschäftsleitung. Markus Lauber freut sich über die interne Nachfolgeregelung: „Fabienne bringt umfassende Branchenkenntnisse, Führungserfahrung und ein tiefes Verständnis für die Messe Luzern AG mit. Sie hat die Weiterentwicklung unseres Unternehmens entscheidend mitgestaltet. Ich bin überzeugt, dass sie die Messe Luzern mit Weitblick und Engagement in die nächste Phase führen wird.“

Die 45-jährige Luzernerin freut sich auf die neue Aufgabe und das entgegengebrachte Vertrauen: „Die Messe Luzern AG steht für starke regionale Verankerung und gleichzeitig für eine hohe Innovationskraft im Veranstaltungswesen. Gemeinsam mit dem Team der Messe Luzern möchte ich uns weiterhin als Kompetenzpartnerin zur Mobilisierung und Stärkung von Märkten und Branchen positionieren.“

Weitere Informationen finden sich hier.

Newsticker smartville.digital: Yodel • Eigenheimmessen • Hope & Glory


Smartville bezeichnet sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messewirtschaft in den deutschsprachigen Ländern. Es ist ein Newsroom für Marketing- und Kommunikationsleader, die neue Wege in der Marketingkommunikation suchen. Der Fokus liegt auf „digital first“. Herausgeber ist Urs Seiler. Drei aktuelle Meldungen haben wir für diese Ausgabe ausgewählt (Wirtschaftsminister Guy Parmelin an der BEA-Eröffnung; Foto: Smartville).

Yodel-Rock und Instragram-Phänomen erleuchten BEA-Eröffnung

Für einmal war es nicht ein Branchenvertreter (oder wir selber!), sondern kein Geringerer als der schweizerischer Bundesrat Guy Parmelin, der darüber aufklärte, warum Messen wie die BEA so wichtig sind. Und doch schaut man jetzt schon mit etwas Wehmut auf diese magistrale BEA Eröffnungsfeier zurück, da ihre Dirigenten, sowohl CEO Tom Winter als auch ihr Verwaltungsratspräsident Peter Stähli, die Bernexpo Groupe verlassen.

Positiver Verlauf der Eigenheimmessen in Thun und Solothurn

Die Eigenheim Messe Thun 2026 überrascht auf allen Ebenen und Solothurn 2026 bestätigt ihren Status als größte Fachmesse im Kanton für die Bereiche Bauen, Sanieren, Wohnen.

Connecting Hope & Glory: Nüssli international vielfach ausgezeichnet

Mit der Rückgabe des Kuwait-Grundstücks hat Nüssli das letzte Kapitel der Expo 2025 Osaka erfolgreich abgeschlossen. Die anderen Pavillon-Grundstücke waren bereits termingerecht rückgebaut und in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

Fünf Fragen an: Oliver Schmitt • FAMA e.V.


Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Derzeit steht der Reihe nach das FAMA-Team Rede und Antwort. Nach den Vorständen Henning Könicke, Astrid Jaeger, Stefan Köster, Michael Kynast, Michael Köhler, Robert Ninnemann und Sabine Tichy-Treimel folgt diesmal Oliver Schmitt, der für die Newsletter-Redaktion und die Social-Media-Auftritte des FAMA sorgt und im Hauptberuf als Partner der Messe-Strategieberatung agendum tätig ist (Bild: Nicole Maskus).

Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?

Eines meiner Lebensmottos lautet ja „Zeit vergeht nicht, Zeit entsteht“. Ich kann mich wunderbar in der Natur verlieren und genieße das sehr, wenn Zeit entsteht. Aber leider passiert das sich verlieren auch in der digitalen Welt der sozialen Medien. Schwupps, sind zwei Stunden vorbei. Ein ganz unangenehmes Beispiel dafür, wenn die Zeit mich vergisst.

Wie hat sich Deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Ach herrje, das passiert andauernd; und nicht etwa, weil ich so wankelmütig wäre. Die Welt verändert sich einfach rasant und es fällt mir manchmal schwer, bei allem, was mich interessiert, auf dem Laufenden zu bleiben. Dann bin ich dankbar für Menschen und Begegnungen, die mir helfen, Dinge einzuordnen. Das können Fachleute, das enge Umfeld, aber auch Zufallsbegegnungen sein.

Ganz konkret hadere ich mit der fortschreitenden Militarisierung der Welt, die ich im Grunde für eine gewaltige Verschwendung halte. Aber sich einem Aggressor ergeben? Das scheint mir eine noch schlechtere Idee zu sein.

Was ist das Beste an Deinem Beruf?

Fast alles, denn ich liebe meinen Beruf! Mein Tätigkeitsfeld für den FAMA umfasst die Welt der Messe-Neuigkeiten, die mich auch persönlich brennend interessieren. Als Strategieberater bin ich für die unterschiedlichsten Messen und ihre Veranstalter tätig und darf mit ihnen Veränderung aktiv gestalten. Was gibt es Schöneres?

Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?

Wenn ich falsch liege, dann bin ich unendlich dankbar für Jede*n, die oder der mich darauf hinweist. Klar macht auch der Ton die Musik, aber die Dankbarkeit überwiegt fast immer. Und die Perspektiven anderer sind eigentlich immer bereichernd, dafür muss man selber gar nicht komplett falsch liegen.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?

Das wäre tatsächlich eine gewaltige Herausforderung! Schlimme Zeitfresser wie Tiktok habe ich bereits von meinem Gerät gelöscht. Bei 12 FAMA-Newslettern pro Jahr und anspruchsvollen Social-Media-Kanälen in einer schnelllebigen Branche ist der vollständige Verzicht praktisch kaum umsetzbar.

Außer der Himmel schickt mir eine kraftvolle Assistenz, die das Aufspüren und Einordnen mal eine Woche für mich übernimmt. Dann wäre es bestimmt einen Versuch wert.

Küchenwohntrends: Größte Fachmesse im deutschsprachigen Raum


Das Messedoppel küchenwohntrends & möbel austria geht in die achte Auflage. Vom 28. bis 30. April 2027 wird Salzburg erneut zum zentralen Treffpunkt für die Küchen- und Einrichtungsbranche. Das Konzept ist klar auf Erfolg ausgelegt: drei kompakte Messetage, ein konsequenter B2B-Fokus und ein Publikum, das Entscheider aus Handel, Handwerk, Architektur/Planung und Industrie an einem Ort, zentral und gut erreichbar, zusammenbringt (Bild: trendfairs).

Die letzte Ausgabe setzte neue Maßstäbe: Knapp 7.000 Fachbesucher kamen 2025 nach Salzburg – ein Zuwachs von über 18 Prozent gegenüber der Vorveranstaltung. Die Rückmeldung der Aussteller unterstreichen die Bedeutung der Fachmesse. 83 Prozent der Aussteller bewerteten die Messe als „erfolgreich" oder „sehr erfolgreich", 87 Prozent zeigten sich mit der Kontaktqualität „zufrieden" oder „sehr zufrieden", 90 Prozent hielten die Veranstaltung für „(sehr) bedeutend" für die Branche.

Das bestätigt auch der größte europäische Küchenhersteller nobilia: „Die diesjährige küchenwohntrends & möbel austria war aus Sicht von nobilia eine gelungene Veranstaltung, die von einer durchgehend positiven Messe- und Branchenstimmung begleitet war. trendfairs und das gesamte Organisationsteam haben in Salzburg eine starke und stabile Plattform etabliert, die es den teilnehmenden Herstellern ermöglicht, ihr Fachhandelsportfolio wirkungsvoll zu präsentieren“, so Günter Rassner, Area Sales Manager Österreich, nobilia GmbH.

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Shopping genießen: Ried lädt zur Shopping Night


Ried lädt unter dem Motto „shoppen & genießen“ zur Shopping Night am Freitag, den 8. Mai 2026 ein. Ein Nachmittag und Abend voller Einkaufserlebnisse, besonderer Angebote, ausgezeichneter Kulinarik, zahlreicher Neuheiten, bester Live-Musik und einem großartigen Rahmenprogramm erwartet die großen und kleinen Besucher der Stadt (Bild: Messe Ried).

Ein roter Teppich wird wieder die Weberzeile mit der Innenstadt verbinden. Dieser wird auf den Stelzhamerplatz verlängert und auch in der Rathausgasse verlegt.

Die Geschäfte der Rieder Innenstadt und der Weberzeile öffnen ihre Türen für einen besonderen Abend, mit großartigen Shopping Angeboten und einem speziellen und vielfältigen Rahmenprogramm. Die BesucherInnen dürfen sich auf zahlreiche attraktive Sonderaktionen freuen. Das Programm unter dem Motto „shoppen & genießen“ macht den Besuch der Stadt Ried zu einem echten Erlebnis.

Von Live-Musik mit „Dorian“ am Stelzhamerplatz über den Abend-Genussmarkt bis hin zu Maibaumfest und Kinderschminken, Ried erlebt ein begeisterndes Programm und ein optisches Highlight mit einem rund 350 m langen roten Teppich.

Weitere Informationen finden sich hier.

Mitglieder stellen sich vor: Michaela Waldmann • Allgäuer Festwoche


Der FAMA gewinnt kontinuierlich neue Mitglieder, die wir dann hier vorstellen, damit sie sich schneller ins Netzwerk unseres Verbandes einfügen und sich unsere bestehenden Mitglieder ein Bild machen können. Doch auch all jene Mitglieder, die schon länger im FAMA vertreten sind, wollen wir hier sukzessive vorstellen. Diesmal an der Reihe ist die Allgäuer Festwoche. Im Jubiläumsjahr 2026 findet sie zum 75. Mal statt. Das Besondere an der Veranstaltung ist, das sie in weitläufigen Parkanlagen mitten in der Stadt Kempten stattfindet – und das zur besten Hochsommerzeit. Geschäftsführerin Michaela Waldmann beantwortet uns einige Fragen (Bild: Stadt Kempten).

Die Allgäuer Festwoche zählt zu den traditionsreichsten und renommiertesten Publikumsmessen in Süddeutschland. Was ist das Besondere an der Veranstaltung?

Erstmals im Jahr 1949 wurde im Herzen der Stadt Kempten die Allgäuer Festwoche ins Leben gerufen, um das wirtschaftliche und kulturelle Leben verstärkt anzukurbeln. Seit über sieben Jahrzehnten steht der Dreiklang von „Wirtschaftsmesse Kulturtage Heimatfest“ als Basis für das gesellschaftliche Großereignis im Allgäu. Im Jubiläumsjahr 2026 gibt es zur 75. Allgäuer Festwoche eine Vielzahl von Aktivitäten wie Sonderschauen, Festprogramm auf der Stadtparkbühne – ja, es wird sogar ein Jubiläums-Festbier gebraut.

Diese besondere Kombination aus Messegeschehen, Familienprogramm, Kunst, Sport, Musik und gemeinsamem Feiern schlägt die Brücke zwischen Tradition und Moderne. Für Groß und Klein ist die Allgäuer Festwoche einerseits Informationsquelle und andererseits der Treffpunkt im Allgäu - ein buntes Sommerfest mit vielen wertvollen Begegnungen. Während dieser Tage heißt das Zentrum Kemptens all seine Besucher farbenfroh, lebendig und musikalisch willkommen.

Das Messegeschäft ist von permanentem Wandel geprägt. Wie hat sich die Allgäuer Festwoche zuletzt entwickelt und womit rechnen Sie in den kommenden Jahren?

Früher war das Allgäu vor allem für seine malerischen Landschaften, gemütlichen Urlaubsorte und die berühmte Milchwirtschaft bekannt. Doch inzwischen hat sich das Bild gewandelt: Das Allgäu ist eine pulsierende Heimat für zahlreiche international erfolgreiche Unternehmen geworden. Und das verdankt es nicht zuletzt der ständigen Weiterentwicklung der Hochschule Kempten, die eng mit den regionalen Firmen verknüpft ist und einen hervorragenden Ruf weit über die Grenzen des Allgäus hinaus genießt. Gemeinsam mit der Allgäu GmbH, die mit ihren professionellen Marketingkampagnen die Region als innovative Kraft präsentiert, schreibt das Allgäu weiter an seiner Erfolgsgeschichte.

In einer zunehmend globalisierten Welt ist es wichtiger denn je, lokale Stärken zu nutzen und gleichzeitig international zu denken. Das Allgäu bietet hier den Vorteil eines starken heimischen Marktes, der als Sprungbrett für den internationalen Erfolg dient. Die Nähe zu den Kunden, die enge Vernetzung der Unternehmen und die Unterstützung durch regionale Initiativen schaffen eine solide Basis, um auch auf globaler Ebene zu bestehen.

Die Festwoche bietet zudem eine einzigartige Gelegenheit, die Vorteile des heimischen Marktes zu erleben: Hier treffen sich Unternehmer, Innovatoren und Entscheider, um sich auszutauschen, Netzwerke zu knüpfen und gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Sie ist ein Ort der Inspiration, an dem regionale Stärke und globale Perspektiven Hand in Hand gehen – für eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft des Allgäus.

Welchen Stellenwert messen Sie Entwicklungen wie Digitalisierung und künstlicher Intelligenz für die Abläufe in eurem Unternehmen bei und wie werden diese die Customer Journey Ihrer Kunden (Aussteller und Besuchende) zukünftig beeinflussen?

Die Stadt Kempten ist im Projekt „Smart City“ mit vielfältigen innovativen Ansätzen unterwegs, um die Entwicklungen der Digitalisierung und KI-Nutzung angepasst und engagiert voranzubringen. Kempten Messe- und Veranstaltungs-Betrieb profitiert an vielen Stellen vom Knowhow und der Dynamik dieser Entwicklung. So bieten wir Service für Aussteller und Kunden mit digitalen Portalen, Planungstools, Ticketportalen oder Informationsangeboten zu diversen Themen.

Welche Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und wie gehen Sie ganz konkret damit um?

Nachhaltigkeit unter den verschiedenen genannten Facetten ist eine Daueraufgabe, die wir seit vielen Jahren bespielen. So gibt es beispielsweise eine durchgängige Verpflichtung zur Verwendung von Mehrweggeschirr für alle Gastronomie- und Imbisspartner. Bei der Vergabe der Verträge achten wir auf regionale Produkte bzw. die Transparenz der Herkunft; zum Ausschank kommen vorwiegend regionale Getränke. Die Einrichtung eines Wertstoffhofs zur Entsorgung der jeweiligen Fraktionen ist selbstverständlich auf dem Gelände vorhanden.

Ökologische Kriterien wie der sorgsame Umgang mit dem Stadtparkgelände im Zentrum der Stadt Kempten, das sich im Veranstaltungszeitraum zum Messe- und Eventgelände verwandelt.

Besonderes Augenmerk liegt auf der barrierearmen Bespielung des gesamten Veranstaltungsgeländes. Nicht nur Menschen mit Einschränkungen, auch Familien und Senioren schätzen die Weitläufigkeit der Wege im Park und in den Messehallen. Behindertengerechte Toiletten, ein Still- und Wickelzelt, konsumfreie Bereiche zum Ausruhen und Verweilen und kostenloses Trinkwasser sind nur einige praktische Beispiele für die Umsetzung.

Auch bei der Ausgestaltung des Geländes, dem Übersichtsplan oder der Gestaltung von Medien oder Websites achten wir auf Fassungen in leichter Sprache oder kontrastreichen Darstellungen.

Warum ist die Allgäuer Festwoche Mitglied im FAMA und was erwarten Sie von unserer Gemeinschaft in Zukunft?

Die Mitgliedschaft im Fachverband bietet Unterstützung bei rechtlichen Einschätzungen, liefert Impulse für die Weiterentwicklung der eigenen Messetätigkeit und Möglichkeiten, die eigene Position zu bestimmen; das Netzwerk ist wertvoll.

Wir bedanken uns für das Gespräch.

Neuer Auftritt: Opti positioniert sich mit "See. Hear. Next."


Mit Blick auf 2027 schlägt die opti ein neues Kapitel auf – konzeptionell wie kommunikativ. Mit einer neuen visuellen Welt, weiterentwickelten Key Visuals und dem Kampagnenclaim See. Hear. Next. richtet die internationale Messe für Optik & Design ihren Blick konsequent nach vorn (Bild: GHM).

In den vergangenen Jahren hat sich die opti als zentraler Treffpunkt der Branche etabliert – für die Menschen, ihr Selbstverständnis, ihren Zusammenhalt. 2027 geht die opti den nächsten Schritt und erweitert diese Community zu einer Plattform, die Zukunft nicht nur abbildet, sondern aktiv mitgestaltet. Der neue Claim See. Hear. Next. bringt diese Entwicklung auf den Punkt.

  • See. steht für Präzision, Perspektiven und die Welt des Sehens. 
  • Hear. erweitert den Fokus um die Hörakustik – und unterstreicht, wie eng beide Bereiche zusammenwachsen. 
  • Next. markiert die nächste Entwicklungsstufe der Branche – von technischen und ästhetischen Entwicklungen bis hin zum Branchennachwuchs.

Themen wie Designtrends, Smart Eyewear, technologische Innovationen sowie die stärkere Verbindung von Optik und Akustik zeigen, wohin sich der Markt bewegt. Die opti wird damit zum Ort, an dem diese Entwicklungen konkret erlebbar werden – mit klarem Fokus auf Relevanz für das eigene Geschäft.

Weitere Informationen finden sich hier.

Perspektive Wissenstransfer: MAK Wissenschaft tagt in Berlin


Die 67. Tagung des Messearbeitskreis Wissenschaft findet in Kooperation mit dem Verband der Deutschen Messewirtschaft AUMA am 15. und 16. Juni 2026 in Berlin statt. Schwerpunktthema der Sommertagung: „Neue Perspektiven im Technologietransfer durch Wissenschaft auf Messen" (Bild: MAK).

An zwei Tagen werden die Mitglieder des mak mit Gästen aus Politik, Ministerien, Hochschulen und der Messewirtschaft anhand von Vorträgen, Diskussionen und Best Practice Beispielen die Bedeutung von Messeteilnahmen für einen erfolgreichen Technologietransfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft beleuchten und mögliche Perspektiven für die Zukunft aufzeigen.

Weitere Informationen finden sich hier. 

Elektrisch mobil: Messe Husum lanciert eMotion


Mit der Fachmesse „Husum WIND“ macht die Messe Husum & Congress die nordfriesische Kreisstadt regelmäßig zum Branchentreff rund um die Erneuerbaren Energien. Bei der „eMotion“, einer neuen Verbrauchermesse des Hauses, stehen erstmals am 12. und 13. Juni elektrische Fortbewegungsmittel im Fokus. Die ‚Tage der E-Mobilität' sollen interessierten Besucherinnen und Besuchern Ideen und praktische Lösungen zu Fahrzeugen mit Elektroantrieb liefern und Fragen rund um die Finanzierung, die Versicherung und die notwendige Infrastruktur für Elektromobilität klären (Bild: Messe Husum & Congress).

Bereits im Januar dieses Jahres knackte die Anzahl der in Deutschland zugelassenen Personenkraftwagen mit reinem Elektroantrieb laut Kraftfahrt-Bundesamt erstmals die 2-Millionen-Marke. Gegenüber dem Süden und Westen Deutschlands sind Elektroautos in Bundesländern wie Schleswig-Holstein jedoch noch dünn gesät. „Ich glaube, dass der Austausch unterschiedlicher Akteure dieser Branche in Husum uns in Schleswig-Holstein weiterbringen kann“, sagt Jessica Weitze, Projektleiterin.

Unabhängig davon, ob man sich für ein E-Bike, Elektroauto oder -Wohnmobil interessiere, stehe vor dem Umstieg zunächst die Information. „Man muss sich mit Begriffen wie „Pedelec“ oder „Wallbox“ und Kriterien wie der Akkulaufzeit und den Reichweiten auseinandersetzen. Dann gilt es, Kauf-, Leasing und Finanzierungsfragen zu klären“, sagt Jessica Weitze. „Die eMotion bietet deshalb Rundum-Informationen zu Fahrzeugen, zur Ladeinfrastruktur, zu intelligenten Energiesystemen und begleitenden Services an einem Ort.“

Neben den Anregungen und Angeboten, die die ausstellenden Unternehmen mit nach Husum bringen, planen Jessica Weitze und ihr Projektteam Fachvorträge für das Rahmenprogramm. Weitze: „Hier wollen wir Experten zu Wort kommen lassen, die Themen wie bidirektionales Laden oder Vor- und Nachteile von Hybriden Modellen aufgreifen."

Wir wünschen dem Team um Jessica Weitze alles Gute und viel Erfolg mit der neuen Messe.

Kein Scherz: Messe-April liefert ab


Der April hat es auf einen Rekord-März folgend zwar nicht gerade leicht, konnte jedoch zum Messejahr 2026 einige erfolgreiche Veranstaltungen beitragen – auch wenn mancherorts Streiks wieder einmal noch bessere Besuchsergebnisse verhinderten. Unsere Mitglieder trugen 13 Messen und Ausstellungen bei und konnten in diesem Umfeld über eine halbe Million Besuchende begrüßen (Bild: Deutsche Messe).

  • AFAG: akustika (Nürnberg, 24.-26.4., rund 11.500 Besuchende)
  • CloserStill Media: Zukunft Personal Süd (Stuttgart, 21.-22.4.; 6.556 Bes.)
  • CC Saar: Haus & Garten (Saarbrücken, 17.-19.4., 18.000 Bes.)
  • Deutsche Messe: Hannover Messe (20.-24.4.; 110.000 Bes.)
  • Fleet Events: Babini (Stuttgart, 10.-12.4.; < 58.000 Bes.)
  • FWTM: Fitnrun (10.-12.4.)
  • GHM: IFH/Intherm (Nürnberg, 14.-17.4.; 37.926 Bes.)
  • JWS: WIR Altmühlfranken (Gunzenhausen, 16.-19.4.)
  • Messe Dornbirn: Schau! (9.-12.4.; 28.500 Bes.)
  • MVGM: Tierwelt (Magdeburg, 11.-12.4.; 7.000 Bes.)
  • Retro Messen: Retro Classics (Essen, 8.-12.4.; 65.500 Bes.) 
  • RVG: LWF (Ulm, 16.-19.4.; 26.000 Bes.)
  • RX Germany: Fibo (Köln, 16.-19.4.; 175.173 Bes.)

100 Jahre: MCC Halle Münsterland macht das Jahrhundert voll


„Herzlich willkommen in der Zukunft!“ So begrüßte ein computergenerierter Avatar das interessierte Publikum zum Abschluss des großen Jubiläums-Events für geladene Gäste am Freitag, 17. April, im Messe und Congress Centrum (MCC) Halle Münsterland. Das Veranstaltungszentrum im Herzen von Münster war exakt an diesem Tag vor 100 Jahren offiziell eröffnet worden. Rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kultur und Wirtschaft nutzten deshalb die Gelegenheit zur Rückschau, vor allem aber zu einem interaktiven Ausblick unter dem Motto „A future to create“ (Bild: MCC Halle Münsterland).

„Wie könnte das MCC Halle Münsterland in 100 Jahren aussehen?“, fragte Event-Moderator Aljoscha Höhn, nachdem der Avatar diesen Veranstaltungsteil eröffnet hatte, und bat um Anregungen aus dem Publikumskreis. Unterstützt wurde er auf der Bühne von Dr. Bernard Sonnenschein, einem der Gründer des KI-Festivals „data:unplugged“, das jährlich in der Halle Münsterland stattfindet. Mit einem KI-Generator hatte er Animationen entworfen, die ein Messe und Congress Centrum mit einer beeindruckenden Glasfassade in einer energetischen, durch Elektromobilität bestimmten Umgebung des Jahres 2126 zeigten. Das Publikum steuerte eigene Ideen bei, die Dr. Sonnenschein umgehend mit seinem KI-System in Bilder verwandelte. Geäußert wurde beispielsweise der Wunsch nach einer staufreien Anreise zum MCC. Schon wurde die Vision um Zubringerdienste per Flugtaxi ergänzt. Vor der Halle fand ein großer Springbrunnen seinen Platz, der Wagemutige zum Surfen einlud.

Vor dem futuristischen Blick nach vorn hieß es zunächst: „A time to remember“. In verschiedenen, durch jeweils passende Videos eingeleiteten Themenblöcken beleuchtete Aljoscha Höhn mit den Gästen auf der Bühne die facettenreiche Geschichte der „Halle Münsterland“. Erinnert wurde an aufregende Sportveranstaltungen, mitreißende kulturelle Events, Messen und Kongresse am Puls der Zeit sowie bodenständige Landwirtschaftsausstellungen, wegweisende politische und religiöse Veranstaltungen und vieles mehr.

Die Halle Münsterland, das wurde in den Talkrunden deutlich, bedeutet den Menschen in und um Münster viel. Für Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs ist sie nach eigenen Aussagen mit prägenden Erlebnissen verbunden. Er erlebte dort sein erstes Rockkonzert – und danach viele weitere. Noch etwas früher brach er sich hingegen als Schüler in den 1970er Jahren bei Ferienspielaktivitäten den Arm. Zur Bedeutung des multifunktionalen Zentrums für Messen, Kongresse und Events sagte er: „Hier kristallisiert sich das, was die Stadtgesellschaft ausmacht, heraus.“

Wir gratulieren dem Team um Dr. Maria Näther ganz herzlich zum feierlichen Jubiläum und wünschen auch für die Zukunft alles Gute.

Stabile Wirtschaftsgröße: Messen Austria melden Bilanz für 2025


Der österreichische Messemarkt kann auf ein erfolgreiches Messejahr 2025 zurückblicken. Die Mitglieder von Messen Austria, dem Verband der zehn wichtigsten Messeveranstalter Österreichs, begrüßten im Geschäftsjahr 2025 – von Oberwart bis zum Bodensee – mehr als 2,6 Millionen Besucherinnen und Besucher sowie über 20.000 ausstellende Unternehmen (Bild: Messen Austria).

Dies ist umso beachtlicher, da hier die Besucher- und Ausstellerzahlen in Wien sowie jene der Messe Bozen nicht eingerechnet sind, da die VIECON Messe Wien keine Eigenmessen durchführt und die Zahlen der Messe Bozen in der Österreich-Statistik nicht angeführt werden. Österreich unterstreicht damit einmal mehr seine wichtige Rolle als nationaler und internationaler Standort für Fach- und Publikumsmessen im Herzen von Europa.

Hohe Nachfrage und Investitionen stärken die Zukunft der Branche

„Messen erfreuen sich nach wie vor größter Beliebtheit bei Ausstellern und Besuchern. Auch die ständigen zukunftsweisenden Investitionen an den verschiedenen Messestandorten (jüngstes Beispiel die Eröffnung einer neuen Halle in Wels) unterstreichen ihre große Bedeutung“, freut sich Helmut Slezak, derzeitiger Vorsitzender von Messen Austria und Geschäftsführer der Messe Ried, gemeinsam mit seinen Geschäftsführerkolleginnen und -kollegen über die sehr positive Bilanz des abgelaufenen Jahres.

Besonders KMU profitieren vom Messegeschäft

Gerade für kleine und mittlere heimische Unternehmen jeglicher Branche sind Messeveranstaltungen ein Vertriebs- und Marketinginstrument mit exzellentem Preis-Leistungs-Verhältnis. International ausgerichtete Fachmessen, die weit über die Landesgrenzen hinauswirken, eröffnen zudem wertvolle Exportchancen für heimische Unternehmen.

Analoge Begegnungen bleiben durch nichts ersetzbar

In einer zunehmend digitalisierten Geschäftswelt bieten Messen vor allem eines: analoge Begegnungen mit hoher Verbindlichkeit. Gerade bei komplexen Investitionsentscheidungen sind das persönliche Gespräch, der direkte Austausch und das gegenseitige Vertrauen durch nichts zu ersetzen.

Messezentren als vielseitige Eventplattformen

Neben den in Eigenregie veranstalteten Messen sind Österreichs Messeareale auch bedeutende Schauplätze für unterschiedlichste Live-Formate. Insgesamt gingen im Jahr 2025 1.336 Gastveranstaltungen verschiedenster Art – von Kongressen über Bälle bis hin zu Konzerten und Produktpräsentationen – in den Messe- und Veranstaltungszentren der Mitglieder von Messen Austria über die Bühne.

Herausforderndes Umfeld: ifo-Zahlen für März


Die aktuellen ifo-Zahlen für die Veranstaltungswirtschaft (März 2026) zeigen weiterhin ein herausforderndes Umfeld. Sowohl beim Geschäftsklima als auch bei der Einschätzung von Geschäftslage und Beschäftigung ist weiterhin eine belastende gesamtwirtschaftliche Unsicherheit spürbar. René Tumler (GF EVVC e.V.) kommentiert diesmal die Zahlen des ifo-Instituts (Bild: Forum Veranstaltungswirtschaft).

Doch die Zahlen müssen differenziert betrachtet werden: Die Umsatzentwicklung bleibt stabil. Das ist ein starkes Signal und unterstreicht die hohe Relevanz unserer Branche für Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und gesellschaftlichen Austausch.

Veranstaltungszentren wie Messe- und Kongresshäuser sowie Stadien, Arenen und Special Event Locations sind Orte der Begegnung, der Innovation und der Wertschöpfung. Zusammen mit allen weiteren Partnern der Veranstaltungsbranche zeigt sich in diesen wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten die Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit unserer Häuser und Unternehmen.

Unsere Branche hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sie mit Veränderungen umgehen kann – resilient, innovativ und zukunftsorientiert. Diese Stärke gibt Anlass zu Zuversicht.

Entscheidend ist jetzt, dass wir gemeinsam die richtigen Rahmenbedingungen schaffen: Planungssicherheit für Investitionen, Unterstützung bei der Fachkräftesicherung und ein klares politisches Bekenntnis zur Bedeutung der Veranstaltungswirtschaft als zentralem Wirtschafts- und Standortfaktor.

Ich bin überzeugt: Die Branche verfügt über die Kraft, aus dieser Phase gestärkt hervorzugehen. Die stabile Umsatzentwicklung ist hierfür ein wichtiges Fundament und ein ermutigendes Zeichen für die kommenden Monate und Jahre.

Mehr Vielfalt: Neue FAMA-Weiterbildungsangebote im 2. Halbjahr


In der zweiten Jahreshälfte erweitert der FAMA sein Weiterbildungsangebot um zwei neue Module. Neben der Weiterbildung zur Veranstaltungsleitung kommen ein Modul „Veranstaltungsverträge prüfen und erstellen“ sowie „Rechtliche Aspekte im Vertrieb von Messen und Ausstellungen“ hinzu. Beide werden von unserem bewährten Duo Thilo Könicke und Martin Glöckner angeboten und können einzeln oder kombiniert besucht werden (Bild: erstellt mit Perplexity).

Die inhaltlichen Schwerpunkte von Modul 1 (Veranstaltungsverträge prüfen und erstellen) liegen wie folgt:

  • Rechtsgrundlagen (BGB, HGB)
  • Besonderheiten des Themenfeldes „Veranstaltungen“ im Hinblick auf unterschiedliche Vertragsformen
  • Erarbeitung der Unterschiede zwischen Werk-, Dienstleistungs- und Mischverträgen
  • Aufzeigen typischer Stolpersteine anhand neutralisierter Praxisbeispiele, sowohl als Ersteller, aber auch als Unterzeichner
  • Definition der wesentlichen Prüfpunkte bei Vertragsdurchsicht, konkretes Vorgehen einer systematischen Vertragsprüfung
  • Hinweise und Empfehlungen für die Erstellung geeigneter Rahmendokumente

Die inhaltlichen Schwerpunkte von Modul 2 (Rechtliche Aspekte im Vertrieb von Messen und Ausstellungen) liegen wir folgt:

  • Relevante rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit dem Vertrieb
  • Diskussion von Leistungsversprechen sowie der Frage, welche Inhalte im geschäftlichen Schriftverkehr zum Bestandteil des Vertrags werden
  • Formulierungshilfen zur Vermeidung von Stolpersteinen sowie unbeabsichtigten Öffnungs- oder Rücktrittsoptionen
  • Praktische Hinweise, wie zu offene Leistungszusagen vermieden werden können

Wir weisen darauf hin, dass eine klassische Rechtsberatung - insbesondere das Besprechen von Einzelfällen der Teilnehmenden - sowohl aus konzeptionellen Gründen wie auch aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen, nicht stattfinden kann.

Weitere Informationen erteilt die Geschäftsstelle unter info@fama.de.

Lerne • Connecte • Gestalte: FAMA nextGen / FUTURE TALENTS


Wie bereits angekündigt, startet anlässlich der bevorstehenden DACH-Messefachtagung in Bern unsere neue Initiative nextGen / FUTURE TALENTS. Bis zu 30 Studierende, Auszubildende und Einsteiger*innen in die Messewirtschaft können nicht nur zu vergünstigten Konditionen teilnehmen. Sie finden auch einen eigenen Programmpunkt im Rahmen der Best-Case-Circles am 23. Juni um 10 Uhr (Bild: FAMA).

Unter Moderation von Julian Elixmann (Aditus) findet der Best-Case-Circle „nextGen / FUTURE TALENTS“ parallel zu den anderen Sessions statt. Hier kommen spezifische Themen und Bedürfnisse junger Talente und Neueinsteiger*innen zur Sprache.

Ein eigens gestalteter Flyer bietet hierzu weitere Informationen.

Jetzt anmelden: Ticketshop zur DACH-Messefachtagung online



Unter dem Motto »Kompetenzen verbinden • Stärken bündeln • Zukunft gestalten« lädt die DACH-Messefachtagung von Messen Austria, Swiss Livecom Association EXPO EVENT und FAMA am 22. und 23. Juni 2026 auf das Gelände der BERNEXPO nach Bern in die Schweiz. Das Lineup steht und das Programm ist gewohnt abwechslungsreich und attraktiv (Bild: FAMA). 

Drei Vision-Notes stimmen auf interessante Themen ein. Nach der Begrüßung durch die Verbandsspitzen Christian Künzli (Expo Event), Helmut Slezak (Messen Austria) und Henning Könicke (FAMA) – gemeinsam mit Gastgeber Tom Winter (Bernexpo), gibt uns dieser einen Einblick in seine Vorstellung von Locations der Zukunft. „Räume im Wandel • Die Festhalle Bern als Plattform für die nächste Generation von Veranstaltungen“ lautet der Titel seines Impulses.

Die zweite Vision Note steuert Anna-Carina Maerz mit dem Titel „Die Zukunft erfolgreicher Messen ist kundenzentriert“ bei. Sie wird für uns herleiten, warum sich die Spielregeln von Märkten verändern und warum Kunden heute keine standardisierten Angebote, sondern individuelle und nahtlose Erlebnisse erwarten. Ihre These: Die Zukunft erfolgreicher Messen entscheidet sich nicht allein über Fläche, Formate oder Reichweite, sondern über die Fähigkeit, Relevanz für ihre unterschiedlichen Zielgruppen zu schaffen.

Die dritte Vision-Note trägt Dr. Frank Weirauch, Mitglied des Zentralvorstands der Idee Suisse, einer Aktionsgemeinschaft kreativer und innovativer Kräfte in der Schweiz und ordentlicher Professor für Unternehmensführung und Entrepreneurship an der HES-SO Sierre im Wallis, bei. Er spricht über „Ertragreiches Next Level Ideen- und Innovations-Management bis 2036“. Dabei richtet er einen Fokus auf die praktische Umsetzung („So geht es!“).

Zwei Abendveranstaltungen sorgen dafür, dass das ausgiebige Networking nicht zu kurz kommt. Unser Boutique-Format, der Welcome-Abend, sorgt am Vorabend der Veranstaltung im Alten Tramdepot in Bern (Selbstzahler) dafür, dass wir uns schonmal warmlaufen können. Zur Association Night geht es dann am Abend des 22. Juni mit der Standseilbahn auf den legendären Gurten, wo wir bei majestätischem Blick über Bern den Tag Revue passieren lassen, alte Freundschaften pflegen und neue Kontakt knüpfen können.

Bevor es so weit ist, werden die Vision-Notes in parallelen Deep-Dives vertieft. Session 1 wird unter dem Titel „Venues und Veranstalter: Location der Zukunft“ von Oliver Schmitt moderiert, der Tom Winter, Frank Höf (Albert Speer + Partner), Robert Schneider (Messe Wels) und Jonas Scharf (Kursaal Bern) zu Gast hat.

Session 2 wird unter dem Titel „Die Zukunft erfolgreicher Messen ist kundenzentriert“ von Juliane Jähnke moderiert, die neben Anna-Carina Maerz auch Michelle und Nicolas Kreil (Austria Weeding) empfangen wird.

Bei der dritten Session hat Moderator Christoph Hinte zum Thema „Ertragreiches Next Level Ideen- und Innovation-Management“ Frank Weirauch, Pascal Blanc (Olma Messen) und Konstantin Kölmel (Zukunftsforum Baden-Baden) zu Gast.

Die Abschluss-Keynote von Tag 1 wird Dr. Oliver Hoffmann, Wirtschafts- und Innovationspsychologe und Gründer von Theta Ventures, halten. Er lehrt als Professor an verschiedenen Universitäten und ist ein produktiver Buchautor. Er wird unter dem Titel „Die Zukunft der Arbeit ist psychologisch“ über mentale Ökonomie und Resilienz im Cyberspace sprechen. Für ihn ist KI keine bloße Effizienzmaschine: Sie ist ein Spiegel. Sie bedroht Routinen, Rollen und Selbstbilder, während sie zugleich Räume öffnet für neue Formen von Wertschöpfung, Verantwortung und Sinn.

Als weiteres Zukunftsthema wird es erstmals die Young Talents Initiative „nextGen@DACH-Messefachtagung“ geben, bei der bis zu 30 Nachwuchskräfte, Studierende und Azubis nicht nur zu einem Sonderpreis (99 €) teilnehmen dürfen. Als zukunftsträchtige Zielgruppe werden wir auch Raum und Gelegenheiten im Programm schaffen, damit sie zu Wort kommen und sichtbar werden. Ein wichtiger Impulsgeber für diese Initiative war Julian Elixmann, Junior Projektmanager bei Aditus, der auch erstmals einen eigenen Best-Case-Circle („nextGEN / Future Talents“) anbieten wird.

Den Auftakt für Tag 2 liefert unser Adrenalin-aktivierendes Duo Thilo Könicke und Martin Glöckner mit ihrem beliebten Icebreaker „Recht aktuell und die betriebliche Praxis“.

Die bewährten Arbeitskreise B2C-Messen (Maik Heißer), B2B-Messen (N.N.), Veranstaltungsleitung und Organisation (Thilo Könicke und Martin Glöckner), Geländeeigner (Michael Kynast), HR/Organisation/Kulturwandel & Diversity (Juliane Jähnke) werden natürlich ebenfalls wieder vertreten sein.

Nach einer Netzwerk-Pause erwartet uns der Abschlussvortrag von Tina Hausmann zum Thema „Female-Gen Z • Frauen auf der Überholspur: Mein Weg in die Königsklasse des Motorsports“, in dem sie uns einen Einblick in ihre beeindruckende Laufbahn gewährt. Die 2006 in Zürich geborene Schweizerin fährt seit der Saison 2024 für Aston Martin in der F1 Academy.

Zum Ticketshop geht es hier. Ordentliche Mitglieder erhalten für ihre Mitarbeitenden bis zu fünf kostenlose Teilnahmetickets, außerordentliche Mitglieder je zwei. Tickets darüber hinaus kosten für die Mitglieder der veranstaltenden Verbände 199,00 EUR. Bis zu 30 Studierende, Personen in Ausbildung oder Brancheneinsteiger unter 30 Jahren können zum Sonderpreis von 99,00 EUR je Ticket mit von der Partie sein. Messeveranstalter können zum Preis von 398,00 EUR teilnehmen. Für alle anderen kostet ein Ticket 690,00 EUR.

Weitere Details finden sich auf unserer Website. Hotelzimmer lassen sich hier buchen. Weitere Infos zur BERNEXPO finden sich hier.