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Informationsquelle FAMA-Blog

Hier bloggt der FAMA! Positionen, Kommentare, Meldungen zum Vereinsgeschehen und zur Messewirtschaft mit umfassendem Archiv.
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Dienstag, 31. März 2026

Der Blick nach vorn: Wir brauchen wieder mehr XMV


In einer übersichtlichen Welt, in der nach verlässlichen Regeln gespielt wurde, war mit (politischem) Willen viel gewonnen. Da wurden gemäß der eigenen Programmatik Prioritäten gesetzt, Pläne gemacht und Ressourcen zu deren Umsetzung beschafft und organisiert. So haben Gesellschaft, Politik und Wirtschaft in der Nachkriegszeit jahrzehntelang zum Wohle vieler funktioniert. Komplexität konnte man Ausblenden, Freund und Feind waren klar benannt, die Umwelt ließ sich geduldig und unwidersprochen ausbeuten. Aber jetzt? (Bild: TemperateSage / Pixabay)

Kolumne von Oliver Schmitt

Dass diese Karo-einfach-Methode nicht mehr so recht funktionieren will, erleben wir gerade am eigenen Leib. Obwohl, die Handlungen von manch mächtigem Akteur erscheinen derart willkürlich und unüberlegt, dass man sich ungläubig die Augen reibt. Anyway: Seit Menschen die Erfahrung machen, dass Wohlstand und Wachstum keine Automatismen (mehr) sind, regieren ungeahnte Verlustängste den Alltag vieler. Weil wir so viel erreicht haben, steht so viel auf dem Spiel. Was unsere Sicherheit gestern noch gefestigt hat – Bürokratie, Beharrlichkeit oder Stereotypen – klebt heute zäh wie Honig an unseren Hacken. Ob große Politik, große Konzerne oder große Vorhaben: Sie haben gemeinsam, dass ihnen alte Gewissheiten, Klumpenrisiken oder sprunghafte Dynamiken drohen, auf die Füße zu fallen.

Und mittendrin wir Messen. Gleichermaßen abhängig von funktionierender Infrastruktur (Nah- und Fernverkehr mit nachvollziehbarer Funktion), offenen Grenzen (rasche Visavergabe und störungsfreier Flugverkehr) und einem Mindestmaß an Vertrauen ineinander. Vor allem letztes wird gerade nach Kräften auf die Probe gestellt.

Das Prinzip des XMV würde da helfen? Was das ist? „Xunder Menschenverstand“, im österreichischen Sprachgebrach auch liebevoll „Hausverstand“ genannt. Dazu noch eine Prise Anstand und Respekt, eine ordentliche Portion Verlässlichkeit kann auch nicht schaden. Wir Messen praktizieren (und fördern!) das seit jeher, geradezu beispielhaft. Es wäre ein Jammer, wenn skrupellose Brandstifter die Voraussetzungen für eine konstruktive und verlässliche Weltordnung schleifen.

Für uns bleibt vorerst nur, dass wir an unseren Tugenden festhalten und mit unseren Messen dafür sorgen, dass sich Marktakteure unterschiedlichster Herkunft und mit unterschiedlichsten Interessen besser verstehen. Das ist nämlich ein Schlüssel für weniger Konflikte auf dieser Welt.

Professionelle Mobilität: IT-Trans zeigte digitale Lösungen


Wie digitale Lösungen zu einem modernen und attraktiven öffentlichen Personenverkehr beitragen, zeigten rund 200 Ausstellenden aus 22 Ländern an ihren repräsentativen und hochwertigen Standpräsentationen auf der IT-Trans in Karlsruhe. Begleitet wurde die Ausstellung von Fachvorträgen der über 130 internationalen Expertinnen und Experten (Bild: Messe Karlsruhe).

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe unterstreicht die Kompetenz des Standorts Karlsruhe für die Fachmesse: „Mit der IT-Trans sind wir erneut der Place-To-Be für die internationale Mobilitätsbranche. Karlsruhe bietet als Innovationsstandort und Reallabor für nachhaltige Mobilität beste Voraussetzungen. Diese werden im sogenannten Karlsruhe Mobility Lab – einzigartig in der Bundesrepublik – sichtbar. Die Erneuerung der Partnerschaft des Karlsruhe Mobility Lab wurde von allen beteiligten Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Institutionen auf der Messe feierlich unterzeichnet.“

Auch Elke Zimmer, MdL, Staatssekretärin des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, betonte die besondere Rolle der Veranstaltung. Sie bezeichnete die IT-Trans als „Hotspot für moderne, nachhaltige Mobilität“. Auf der IT-Trans „bekommt man den Eindruck, was es in der Praxis bedeutet, wenn es digitales Pricing gibt, wenn es digitale Sicherheits-Überwachung gibt, und wenn Digitalisierung tatsächlich besseren öffentlichen Verkehr ermöglicht.“

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Hochkarätiger Auftakt: Interzoo mit Petffod Forum und Sustainability


Am Vortag der Interzoo 2026 (Nürnberg, 12.–15. Mai) informieren zwei Fachkonferenzen Profis der Heimtierbranche über zukunftsweisende Trends und Themen. Das Petfood Forum Europe und die Interzoo Sustainability Conference am 11. Mai läuten die Veranstaltungswoche der Weltleitmesse für Heimtierbedarf ein (Bild: Interzoo).

Das Petfood Forum Europe richtet sich an Fachleute aus der Heimtiernahrungsproduktion. Die eintägige Veranstaltung fokussiert sich auf Technologien und Innovationen, Ernährung, Inhaltsstoffe, Verarbeitung, Sicherheit und Markttrends im Bereich Heimtiernahrung und -snacks. Das Programm richtet sich an Fachleute aus der Tiernahrungsherstellung, Markeninhaber, Rohstofflieferanten, Produktentwickler, Ernährungswissenschaftler sowie Führungskräfte aus der Wirtschaft und umfasst zehn Expertenvorträge sowie praxisnahe Erkenntnisse

Am selben Tag findet ebenfalls die Interzoo Sustainability Conference erstmalig statt. Dieses neue Format bietet CSR- und Nachhaltigkeitsmanagern sowie Experten aus der gesamten Heimtierbranche eine einzigartige internationale Plattform, um sich über Trends und Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit zu informieren, neue Ansätze zu diskutieren und sich zu vernetzen.

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Swissness plus: Swiss Interior Expo bündelt relevante Player


Als einzige Schweizer Fachmesse für Einrichten und Küche bündelt die Swiss Interior Expo die relevanten Player der Branche – mit konsequentem Fokus auf den Schweizer Markt. Dabei ist das Event jetzt notwendiger denn je, denn mit passgenauen Besuchergruppen aus Handel, Planung sowie Objektgeschäft und zielführenden Sonderformaten liefert die Messe wichtige Impulse (Bild: Trendfairs).

Nach einem anspruchsvollen Jahr 2025 bleibt der Schweizer Küchenmarkt unter Druck. Das Marktvolumen lag mit rund 130.000 Küchen auf Vorjahresniveau. Während der Umbau von Einzelküchen leicht zulegen konnte, war der Objektmarkt von rückläufigen Volumen und starkem Preisdruck geprägt. Für 2026 und 2027 zeichnet sich ein differenzierteres Bild ab: der führende Verband Küche Schweiz prognostiziert ein Wachstum von bis zu vier Prozent. Das Marktvolumen könnte auf rund 132.000 Küchen im Jahr 2026 und auf etwa 134.000 Küchen im Jahr 2027 steigen. Impulse kommen vor allem aus dem Umbausegment, aus Einzelküchenprojekten sowie aus dem mittleren bis gehobenen Eigenheimbereich. In diesem volatilen Umfeld gewinnen Plattformen an Bedeutung, die Markttransparenz schaffen, Entscheidungswege verkürzen und gezielt relevante Akteure zusammenbringen.

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Newsticker smartville.digital: Showroom • Cultura • Inspiration


Smartville bezeichnet sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messewirtschaft in den deutschsprachigen Ländern. Es ist ein Newsroom für Marketing- und Kommunikationsleader, die neue Wege in der Marketingkommunikation suchen. Der Fokus liegt auf „digital first“. Herausgeber ist Urs Seiler. Drei aktuelle Meldungen haben wir für diese Ausgabe ausgewählt (autoXpérience; Foto: Smartville).

Wenn das Palexpo zum Showroom wird

Die autoXpérience Genf unterstreicht die Begeisterung der französischsprachigen Schweizer für Automobile und die anhaltende Bedeutung dieses Sektors in der Region. Eine Stunde vor Messeschluss am 8. März verzeichnete die Ausgabe 2026 bereits 26.300 Besucher, mit besonders hohem Besucheraufkommen über das gesamte Wochenende.

Cultura Suisse im Wirtschaftshub Zürich: Wo Kulturerbe auf Zukunft trifft

Und er bleibt dran: Peter Plan zieht mit der Cultura Suisse, der schweizerischen Fachmesse für Kulturguterhaltung, Denkmalpflege und Museologie, in den Wirtschaftshub Zürich. Am 25. März gibt es eine grandiose Eröffnung. Der Wert für Unternehmen und StudentInnen der Cultura Suisse entsteht aus der einzigartigen Kombination von Fachmesse, Wissenstransfer und Netzwerken.

Vernetzen und inspirieren am New Inspiration Market 2026 im historischen Albisgüetli

Die MICE Gestalterin Ewa Ming lässt nicht locker: Wenn am 26. März der neu renovierte Festsaal des ehrwürdigen Gasthauses Albisgütli zum Treffpunkt für die MICE-Branche wird, werden 100 Event-, Marketing- und HR-EinkäuferInnen und 40 innovative Ausstellende eine Event-Metamorphose für die MICE-, Hospitality- und Eventdienstleistungsbranche gestalten.

Umfassende Modernisierung: VIECON Messe Wien investiert


Die konsequente Weiterentwicklung von VIECON Messe Wien setzt sich fort: Während der langjährige Kulinarik-Partner Gerstner, eine Marke von GOURMET, die gastronomischen Bereiche des Standorts modernisiert und neu konzipiert, treibt VIECON parallel eine Reihe infrastruktureller und digitaler Transformationen voran (Bild: VIECON).

Veranstaltungen benötigen heute weit mehr als reine Funktionsflächen. Sie müssen Orientierung bieten, Atmosphäre schaffen und reibungslose Abläufe ermöglichen. Genau in diese Richtung entwickelt VIECON den Standort weiter – mit einem starken Partner in der Gastronomie und klaren Investitionen in die eigene Infrastruktur.

Parallel zur gastronomischen Transformation setzt VIECON selbst umfassende Maßnahmen zur nachhaltigen Infrastrukturentwicklung um. Besonders sichtbar ist die fortschreitende LED-Umstellung: In den Hallen A und C konnte der Energieverbrauch durch neue Beleuchtungssysteme bereits um rund 70 Prozent reduziert werden – das entspricht jährlich etwa 183,5 Tonnen CO₂. Bis Ende März 2026 sollen rund 90 Prozent aller beleuchtungsrelevanten Bereiche umgerüstet sein.

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Fünf Fragen an: Sabine Tichy-Treimel • FAMA e.V.


Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Derzeit stehen der Reihe nach unsere eigenen Vorstandsmitglieder Rede und Antwort. Nach Henning Könicke, Astrid Jaeger, Stefan Köster, Michael Kynast, Michael Köhler und Robert Ninnemann folgt nun Sabine Tichy-Treimel (im Vorstand für Nachhaltigkeit zuständig), im Hauptberuf selbstständig in Coaching & Beratung in Liechtenstein tätig (Bild: privat).

Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?

Da gibt es einiges, das mich in meinen Gedanken versinken lässt: das letzte Jahr habe ich sehr lernen dürfen von meiner Ausbildung zum systemischen Business Coaching bis zu positiver Psychologie, Coaching und Leadership. In all dieser Zeit beim Lernen, beim Aufsaugen von neuem Wissen, vergesse ich ganz oft die Zeit.

Und natürlich bei meinen Hobbys, nämlich vor allem im Sport, in den Bergen – aktuell beim Skifahren – oder beim Rennradfahren, oder ganz einfach bei einem Waldlauf.

Wie hat sich Deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Ein Thema, das mich die letzten Monate sehr beschäftigt hat, war die positive Psychologie und darauf basierend positive Leadership und das Coaching. Eine meiner Stärken, auch in herausfordernden Zeiten, war mein Optimismus und meine Zuversicht, denn es gibt für alles und jeden eine Lösung.

Was hat sich für mich geändert? Dass es dafür eine Wissenschaft in der Psychologie gibt, wie man seine Stärken einsetzt, wie man mit seinen Emotionen (positive wie negative) umgeht, wie man Beziehung wertschätzend und mit Vertrauen lebt (beruflich wie privat) und vieles mehr.

Was ist das Beste an Deinem Beruf?

Dass man mit Menschen zu tun hat, Menschen dabei unterstützen kann, ein gutes Leben zu führen, Menschen in schwierigen Zeiten begleiten kann. In meiner Netzwerkarbeit ist es mir sehr wichtig, Menschen zusammen zu bringen, die sich gegenseitig einen Mehrwert bieten können. Menschen auf Augenhöhe mit Wertschätzung und Vertrauen zu begegnen.

Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?

Eigentlich jeder, am meisten aber mein Ehemann – der oft kritisch bemerkt, oft recht hat, und mein bester persönlicher Berater und Unterstützer ist.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?

Ui, schon oft daran gedacht, nie in Umsetzung gebracht – derzeit eigentlich unmöglich denkbar. Mit dieser Frage inspirierst Du mich, es doch einmal zu versuchen.

Gebündelter Verkauf: Christian Hoell übernimmt Sales bei inRostock


Die inRostock GmbH stellt ihren Messe- und Veranstaltungsverkauf neu auf. Künftig werden die Messe- und Verkaufsaktivitäten der StadtHalle und HanseMesse Rostock in einem gemeinsamen Geschäftsbereich gebündelt. Ziel ist es, Abläufe zu vereinfachen, Angebote besser aufeinander abzustimmen und beide Häuser noch gezielter am Markt zu positionieren (V.l.: Christian Hoell, Oliver Fudickar, Bild: inRostock).

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Messe- und Veranstaltungsverkaufs wird die Position „Leiter Messe & Veranstaltungsverkauf“ neu etabliert. Zum 1. März 2026 übernahm Christian Hoell diese Aufgabe. Christian Hoell war bisher stellvertretender Leiter des Veranstaltungsverkauf der StadtHalle Rostock und kennt das Portfolio der inRostock GmbH sowie deren Kundenstrukturen sehr gut.

Er verfügt über eine langjährige Verkaufs- sowie Agenturerfahrung und bringt durch seinen beruflichen Werdegang das Wissen aus Kunden-, Veranstalter- und Dienstleisterperspektive mit. Mit der neuen Leitungsfunktion werden die Verkaufs- & Konzeptentwicklungsaktivitäten erstmals zentral für beide Standorte gesteuert. Dadurch sollen die Eigenveranstaltungen und die Gastveranstaltungen effizienter bearbeitet werden, Veranstaltungsanfragen passgenau platziert und die Auslastung von StadtHalle und HanseMesse weiter optimiert werden.

Wir wünschen Christian Hoell in seiner neuen Funktion alles Gute und viel Erfolg.

Mitglieder stellen sich vor: Nicole Tennhardt • Globana Eventcampus


Der FAMA gewinnt kontinuierlich neue Mitglieder, die wir dann hier vorstellen, damit sie sich schneller ins Netzwerk unseres Verbandes einfügen und sich unsere bestehenden Mitglieder ein Bild machen können. Doch auch all jene Mitglieder, die schon länger im FAMA vertreten sind, wollen wir hier sukzessive vorstellen. Diesmal an der Reihe ist der Globana Eventcampus. Das Unternehmen bietet einen Ort, an dem Events nicht nur stattfinden, sondern wirken. Senior Sales Managerin Nicole Tennhardt beantwortet uns einige Fragen (Bild: GLOBANA).

Der GLOBANA Eventcampus bietet ein vielfältiges Angebot aus Messehallen, Veranstaltungsräumen, Hotel und Agenturleistungen. Was ist das Besondere an Ihrer Ausrichtung?

Wir haben alles in Einem: große, flexible Eventflächen innen und außen auf insgesamt 10.000 qm mit 25 Veranstaltungsräumen für alle Formate, klimatisiert und zum Teil befahrbar. Außerdem ein Streaming- & Hybridstudio für professionelle Live-, Online- und Hybrid-Events. Technik, Catering, Übernachtungsmöglichkeiten, Messebau bieten wir aus einer Hand, schreiben es unseren Kunden aber nicht vor.

Wir liegen mitten in Deutschland, nur fünf Minuten vom Flughafen Leipzig/Halle entfernt und direkt an der A9 und A14. Zusätzlich bieten wie ca. 600 Parkmöglichkeiten (inkl. einiger E- Ladesäulen), die kostenfrei zur Verfügung stehen.

Das Messe- und Veranstaltungsgeschäft ist von permanentem Wandel geprägt. Wie hat sich das Messegeschäft an Ihrem Standort zuletzt entwickelt und womit rechnen Sie in den kommenden Jahren?

Wir hatten etliche Hybridformate, also Kombinationen aus physischen Messen und digitalen Ergänzungen (mit Livestreams und digitaler Lead-Erfassung). Hinsichtlich der Besucherstruktur haben wir höhere Erwartungen an Barrierefreiheit festgestellt und der Trend geht zu kurzen, relevanten Formaten.

Auch die ökologischen Anforderungen steigen, mit dem Fokus auf nachhaltiger Anreise, Reduktion von Abfall, einhergehend mit einem sensiblen Preis- und Kostenempfinden Trotzdem verlangen unsere Kunden jederzeit volle Flexibilität, die wir auch sicherstellen.

Welchen Stellenwert messen Sie Entwicklungen wie Digitalisierung und künstlicher Intelligenz für die Abläufe in eurem Unternehmen bei und wie werden diese die Customer Journeys Ihrer Kunden (Veranstalter, Aussteller und Besuchende) zukünftig beeinflussen?

Digitalisierung und KI haben für uns schon heute einen großen strategischen Stellenwert. Wir sehen sie als Treiber für Effizienz, Personalisierung und bessere Entscheidungsgrundlagen. Wir können Routineprozesse automatisieren, eine intelligente Termin- und Ressourcenplanung durchführen und verfügen über verbesserte Datenanalyse und Reporting. Hinzu kommt eine nahtlosere Kommunikation mit Stakeholdern.

Im Vorfeld von Veranstaltungen nutzen wir personalisierte Empfehlungen, einfachere Registrierung und eine automatisierte Dokumenten- und Ticketabwicklung. Nach Veranstaltungen helfen uns datengestützte Nachfassaktionen, Feedback-Analytik, automatisierte Follow-ups und die Auswertung von Messdaten zur Verbesserung zukünftiger Events.

Welche Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und wie gehen Sie ganz konkret damit um?

Damit könnten wir ganze Seiten füllen. Angefangen mit unserer Lage, die mit eigenem Hotel und Erreichbarkeit per S-Bahn punktet, über energieeffiziente Technik und Beleuchtung bis hin zu einem effizienten Klimatisierungskonzept.

Unser Catering gestalten wir nach den Grundsätzen regional, saisonal, vegetarisch und fair und verwenden, wo es geht, Produkte aus ökologischer Landwirtschaft.

Die Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen, etwa in den Bereichen Abfallmanagement, Personaleinsatz oder Barrierefreiheit.

Warum ist Globana Mitglied im FAMA und was erwarten Sie von unserer Gemeinschaft in Zukunft?

Wir versprechen uns Zugang zu einem etablierten Netzwerk von Veranstaltern, Dienstleistern, und Experten. Dort stehen uns Know-how und Best Practices zur Verfügung. Und wir können aus Fallstudien oder Branchenberichten lernen.

Außerdem schätzen wir die Sichtbarkeit und Reichweite, die der FAMA dem Thema Messen und Ausstellungen verschafft.

Wir bedanken uns für das Gespräch.

Schneller Bauen: HINTE lanciert Modular Build


Die Transformation der Bauwirtschaft ist eine der zentralen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre. Mit der neuen Fachmesse Modular Build entsteht erstmals eine Plattform, die sich gezielt dem modularen, seriellen und industrialisierten Bauen widmet. Die Veranstaltung wird von der HINTE Expo & Conference GmbH organisiert und steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (Bild: HINTE).

Modulares und serielles Bauen gilt als entscheidender Hebel, um Bauprozesse zu transformieren, Bauzeiten zu verkürzen, Kosten zu stabilisieren und Qualität planbarer zu machen. In der Praxis zeigt sich jedoch: Damit das gelingt, braucht es nicht nur Technik, sondern funktionierende Wertschöpfungsnetzwerke, Standards, Planungssicherheit und eine verlässliche regulatorische Umgebung. Genau hier setzt die MODULAR BUILD an – als Plattform für Austausch, Marktreife und Umsetzung.

Einen ersten Auftakt bildet ein Kick-Off-Event im November 2026, bei dem zentrale Akteurinnen und Akteure aus Bauwirtschaft, Industrie, Politik und Forschung erstmals zusammenkommen, um Inhalte, Netzwerke und Impulse für die neue Branchenplattform zu setzen.

Weitere Informationen finden sich hier.

Allzeit-Rekord: DACH+HOLZ International übertrifft sich selbst


Mit 55.933 Fachbesuchern zählt die DACH+HOLZ International 2026 zu den erfolgreichsten Veranstaltungen ihrer Geschichte. Am Standort Köln ist sie damit die stärkste Ausgabe seit Bestehen und übertrifft die bisherige Bestmarke von 47.000 Gästen aus dem Jahr 2014 deutlich. Sie bewegt sich damit auf dem Niveau der bisherigen Spitzenwerte der Messehistorie (Bild: GHM).

Vom 24. bis 27. Februar 2026 wurde Köln erneut zum zentralen Treffpunkt der Dach- und Holzbranche. Insgesamt präsentierten sich 564 Aussteller aus 28 Ländern auf 71.000 Quadratmetern Bruttofläche in vier Hallen sowie im Freigelände. Der Anteil internationaler Aussteller lag bei 22,7 Prozent. Die DACH+HOLZ International 2026 unterstreicht damit ihre Rolle als führende Plattform im europäischen Markt. „Die Dynamik und die Intensität der Gespräche in den Hallen waren außergewöhnlich“, sagt Tobias Gröber, CEO & President der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen. „Auch wenn Prozesse zunehmend digitaler werden, lebt unser Handwerk vom persönlichen Austausch. Wenn sich die Branche im Zweijahresrhythmus auf der DACH+HOLZ International trifft, entsteht ein starkes Gemeinschaftsgefühl, und genau dieser Community-Gedanke trägt die Branche in die Zukunft.“

Wir gratulieren dem Team um Robert Schuster und wünschen weiterhin viel Erfolg. Weitere Informationen finden sich hier.

Integrierter Klimaschutz: MVGM Magdeburg entwickelt Fahrplan


Die größten Arenen und Eventlocations der Landeshauptstadt Magdeburg sollen künftig systematisch energieeffizienter betrieben und ihre Treibhausgasemissionen schrittweise reduziert werden. Dafür erarbeitet die Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg (MVGM) ein integriertes Klimaschutzkonzept für alle ihre Veranstaltungsstätten und Unternehmensbereiche (Steffen Schüller; Bild: MVGM).

„Für das Klimaschutzkonzept werden zunächst Energieverbräuche und Emissionen analysiert. Damit schaffen wir die Basis für künftige Investitionsentscheidungen“, sagt MVGM-Geschäftsführer Steffen Schüller. Im Fokus stünden zuvorderst jene Bereiche mit besonders hohem Energieverbrauch oder -verlusten. Gemeint sind Gebäudehüllen, Heizungs- und Belüftungsanlagen sowie Beleuchtungstechnik. Aber auch das Optimierungspotenzial in anderen Bereichen wird ermittelt –  in der IT ebenso wie im Einkauf. Schüller: „Für die gesamte MVGM wird geprüft, wie wir insgesamt als Unternehmen langfristig unseren CO2-Abdruck verbessern können.“ Ein digitales Energiemonitoring soll die Gesellschaft dabei unterstützen.

Die MVGM betreibt in der Elbestadt die Avnet und die Getec-Arena, das Kongress- und Ausstellungszentrum der Messe Magdeburg, die Hyparschale, die Johanniskirche, das AMO Kulturhaus sowie den Elbauenpark mit Jahrtausendturm, Seebühne und MDCC-Parkbühne. Die Bandbreite reicht dabei von großen Sport- und Multifunktionsarenen über historische Veranstaltungsorte bis hin zu weitläufigen Open-Air-Flächen. Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen an Energieversorgung, Gebäudetechnik und Veranstaltungsbetrieb und erhöhen somit auch die Komplexität in der Datenerhebung- und Auswertung.

Weitere Informationen finden sich hier.

Im Umbruch: New Bauhaus bringt neue Denkansätze nach Weimar


Mit dem New Bauhaus Festival 2026 positioniert sich der Freistaat Thüringen am Geburtsort des Bauhauses Weimar am 2. und 3. September 2026 erneut als zentraler Ort für zukunftsweisende Debatten über Bauen und Immobilie, Arbeiten und Leben im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz und Robotik. Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wird der eingeschlagene Weg konsequent weiterentwickelt (Bild: Messe Erfurt).

Das New Bauhaus Festival 2026 knüpft an den Anspruch des historischen Bauhauses an, Antworten auf gesellschaftliche Umbrüche zu formulieren. Heute stehen wir erneut an einem solchen Wendepunkt: Klimawandel, Künstliche Intelligenz und technologische Beschleunigung verändern die Grundlagen unseres Zusammenlebens“, erläutert Prof. Dr. Lütke Daldrup, Sprecher des Präsidiums der New Bauhaus Initiative. „Das Festival verbindet fachliche Tiefe, neue Perspektiven und persönliches Erleben zu einem zeitgemäßen Branchentreff für alle Stakeholder der Bau- und Immobilienwirtschaft,“ ergänzt Michael Rücker, Festival Director des New Bauhaus Festival 2026 und Geschäftsführer der Immocom GmbH.

Das New Bauhaus Festival 2026 ist das erste Festival der Branche, das konsequent interdisziplinär ausgerichtet ist. Neben Akteurinnen und Akteuren aus Bau- und Immobilienwirtschaft, Finanzierung und öffentlicher Hand sind bewusst auch Künstlerinnen und Künstler, Philosophinnen und Philosophen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreter angrenzender Disziplinen eingebunden. Ziel ist es, technologische, gesellschaftliche und kulturelle Fragestellungen gemeinsam zu verhandeln und neue Denkansätze jenseits klassischer Branchengrenzen zu eröffnen.

Weitere Informationen finden sich hier.

50 Jahre: IFH/Intherm feiert Jubiläum


1976 nahm die IFH als regionale Fachausstellung für das bayerische SHK-Handwerk ihren Anfang. 1980 übernahmen die SHK-Fachverbände aus Bayern und Baden-Württemberg die gemeinsame Trägerschaft. Im Jahr 2000 wurde das Themenspektrum um Feuerung, Wärme, Umwelt und Gebäudetechnik und der Name um den Passus „Intherm“ erweitert. Im Jahr 2008 schlossen sich die SHK-Fachverbände Sachsen und Thüringen an (Bild: Thomas Plettenberg / GHM).

Seit 1976 ist die IFH/Intherm der Treffpunkt für alle, die in Sanitär-, Haus- und Gebäudetechnik arbeiten. 2026 feiert sie 50 Jahre Messegeschichte – ein halbes Jahrhundert voller Fachwissen, persönlicher Begegnungen und gemeinsamer Weiterentwicklung. Doch die IFH/Intherm blickt nicht nur zurück: Sie zeigt auch, wie sich unsere Branche für die Zukunft rüstet. Von neuen Technologien über praxisnahe Lösungen bis hin zu aktuellen Trends – hier findet sich alles, was für das tägliche Handwerk und die betriebliche Weiterentwicklung wichtig ist. 

Wir gratulieren dem Team um Oliver Gossmann zum Jubiläum und wünschen für die bevorstehende Messe (14. bis 17. April in Nürnberg) viel Erfolg.

Frühling pur: #MesseMonatMärz gibt Vollgas


Im März finden dieses Jahr die meisten Messen statt. Deshalb hat der AUMA den #MesseMonatMärz ausgerufen. Das passt ausgezeichnet zu einer Jahreszeit, in der auch die Natur nach langer Winterpause wieder erwacht. Unsere Mitglieder trugen dazu alleine 35 Messen und Ausstellungen bei und konnten in diesem Umfeld über 530.000 Besuchende begrüßen (V.l.: Markus Söder, Katherina Reiche; Bild: GHM).

60 Jahre: Vertrauen in Messedaten feiert Jubiläum


Im Jahr 1965 beschlossen sechs deutsche Messegesellschaften, einheitliche Standards zu schaffen für die Ermittlung von Zahlen zu Ausstellern, Flächen und Besuchern: die Düsseldorfer Messegesellschaft mbH NOWEA, die Messe- und Ausstellungs-GmbH Frankfurt, die Deutsche Messe- und Ausstellungs-AG Hannover, die Messe- und Ausstellungs-GmbH Köln-Deutz, die Offenbacher Messe GmbH und die Spielwarenmesse eG in Nürnberg. 1966 nahm die FKM – Gesellschaft zur freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen ihren Geschäftsbetrieb auf (Bild: FKM).

Von Anfang an war klar: Es geht um Transparenz und es geht um Glaubwürdigkeit. Daher beschloss die neu gegründete FKM, diese Standards prüfen zu lassen. Denn der Wettbewerb zwischen den Messen war hart, die Zahlen oft geschönt und das Vertrauen der ausstellenden Wirtschaft entsprechend gering. Die FKM sorgte dafür, dass geprüfte Daten wieder Verlässlichkeit boten. Wirtschaftsprüfer der ersten Stunde war Prof. Dr. Erwin Pougin.

1966 nahm die FKM offiziell ihre Arbeit auf und prüfte bereits im ersten Jahr 22 Messen – ein international beachtetes Signal für mehr Fairness und Klarheit im Messegeschäft. Heute, 60 Jahre später, ist dieser Anspruch aktueller denn je.

Mit 33 Gesellschaftern und über 200 zur Prüfung angemeldeten Messen sorgt die FKM bis heute dafür, dass Aussteller und Messebesucher auf Basis transparenter und verlässlicher Zahlen über ihre Messeteilnahme entscheiden können. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY (Ernst & Young) führt diese Prüfungen seit rund 30 Jahren durch. Vor zwei Jahrzehnten hatte sie die Firma von Erwin Pougin, dem Prüfer aus den FKM-Gründertagen, übernommen.

Wir gratulieren zum Jubiläum und wünschen weiterhin viel Erfolg.

Nächster Treffpunkt: FAMA Behind-the-Scenes meets Akustika Nürnberg


Kaum ist die Premiere unseres neuen Formats FAMA Behind-the-Scenes an der data:unplugged in Münster erfolgreich über die Bühne gegangen, steht die nächste Ausgabe schon in den Startlöchern. Am Freitag, den 24. April 2026 geht es zur akustika nach Nürnberg. Um 14 Uhr gewährt Henning Könicke höchstpersönlich Einblicke in den Senkrechtstarter der Musikinstrumentenszene (Bild: FAMA).

Die „Messe für Musik“ Akustika Nürnberg findet vom 24. bis 26. April 2026 im NCC Ost und erstmals auch in Halle 7A der Messe Nürnberg statt. Sie präsentiert als zentrale Plattform für akustische Musik ein breites Spektrum rund um Instrumentenbau und Musizierpraxis. Gezeigt werden Streich-, Zupf-, Blech- und Holzblasinstrumente sowie Tasteninstrumente, neu auch Percussion und Akkordeon. Ergänzt wird das Angebot durch Zubehör, Materialien, Noten und Dienstleistungen. Musikschulen, Hochschulen und Verbände stehen für Beratung zur Verfügung.

Das Format eignet sich aber nicht nur für Berufs- und Hobby-Musiker, sondern auch für Messe-Menschen aller Art, denn sie bespielt das Kongresszentrum auf ungeheuer charmante und außergewöhnliche Art und Weise und erzeugt dadurch einen einzigartigen Charakter.

Wer sich dieses FAMA Behind-the-Scenes nicht entgehen lassen möchte, meldet sich bitte per Mail bei der Geschäftsstelle an. Die Teilnahme ist FAMA-Mitgliedern vorbehalten, kostenlos und die Plätze sind begrenzt (first come, first serve).

Freie Plätze: Fortbildung Veranstaltungsleitung in Husum


Schon zum vierten Mal bieten wir am 8. Mai 2026 die beliebte Fortbildung zum/zur Veranstaltungsleiter*in an. Das bewährte Juristen-Praktiker-Duo Martin Glöckner und Thilo Könicke betrachtet das konkrete Tätigkeitsfeld der Veranstaltungsleitung (während laufender Veranstaltung inkl. Auf- und Abbau). Teilkomponenten der Funktion werden analysiert und individuell priorisiert, wobei die Befugnisse abgeglichen und bewertet werden (Bild: FAMA).

Auf der theoretischen Seite werden Erläuterungen zu den einschlägigen Normen und Rechtsgrundlagen in den betreffenden Bereichen besprochen und anhand laufender Rechtsprechung eingeordnet.

Im Bereich der Praxis wird auf die konkrete Situation der Teilnehmer eingegangen, etwa in Bezug auf bundeslandspezifische Vorschriften und die Herausforderungen der konkreten Form und Besonderheiten durchgeführter Veranstaltungen.

Anmelden kann man sich hier. Für FAMA-Mitglieder ist die Teilnahmegebühr um 100 EUR (netto) ermäßigt.

Mehr Relevanz: Parlamentarisches Frühstück vom Forum Veranstaltungswirtschaft


Am 19. März fand im Deutschen Bundestag das Parlamentarische Frühstück des Forum Veranstaltungswirtschaft statt. Für den FAMA führte Vorstandsmitglied Robert Ninnemann (im Bild) in die Veranstaltung ein und stellte die zentralen Eckpunkte des gemeinsamen Positionspapiers vor (Bild: FAMA).

Im Fokus lag die Relevanz der Veranstaltungswirtschaft für den Wirtschaftsstandort Deutschland- als Schaufenster für Märkte, als Plattform für Begegnung und als Motor für Wertschöpfung. In der Folge entwickelte sich ein offener, konstruktiver und fachlich sehr qualifizierter Austausch mit den Abgeordneten.

Ein starkes Signal: Die Branche wird gehört und sie hat viel zu sagen. Wir bedanken uns bei Robert für seinen engagierten Einsatz für uns alle.

Kompetenzen verbinden: Sneak-Peek zur DACH-Messefachtagung in Bern


Unter dem Motto »Kompetenzen verbinden • Stärken bündeln • Zukunft gestalten« lädt die DACH-Messefachtagung am 22. und 23. Juni 2026 auf das Gelände der BERNEXPO nach Bern in die Schweiz. Lineup und Programm nehmen Form an, so dass wir hier und jetzt einen Sneak Peek gewähren können, was uns im Juni in der Schweizer Bundesstadt erwarten wird (Bild: FAMA). 

Die erste Vision Note wird Tom Winter, CEO der Gastgeberin BERNEXPO halten. Unter dem Titel „Location der Zukunft“ erfahren wir mehr über die Vorstellung von Hospitality, Funktionalität und Customer Experience die Kolleg*innen in Bern entwickelt haben. Und vor allem, wie sie sie umzusetzen gedenken.

Nach Stationen in Mobilfunk und Telekommunikation bei Orange war Tom Winter unter anderem General Sales Manager und Deputy CEO beim Schweizer Edel-Warenhaus Globus. Quasi nebenher hat er mit Partnern den automatisierten Quartiersladen Rüedu auf die Beine gestellt. Er weiß also definitiv, wovon er spricht.

Die zweite Vision Note steuert Anna-Carina Maerz mit dem Titel „Die Zukunft erfolgreicher Messen ist kundenzentriert“ bei. Sie wird für uns herleiten, warum sich die Spielregeln von Märkten verändern und warum Kunden heute keine standardisierten Angebote, sondern individuelle und nahtlose Erlebnisse erwarten. Ihre These: Die Zukunft erfolgreicher Messen entscheidet sich nicht allein über Fläche, Formate oder Reichweite, sondern über die Fähigkeit, Relevanz für ihre unterschiedlichen Zielgruppen zu schaffen.

Anna-Carina Maerz hat in ihrer Karriere bereits drei Online-Shops mit 70 Mio. EUR Umsatz verantwortet und 2023 den Best Retail Award erhalten.

Für die Montags-Keynote konnten wir Dr. Oliver Hoffmann, Wirtschafts- und Innovationspsychologe und Gründer von Theta Ventures, gewinnen. Er lehrt als Professor an verschiedenen Universitäten und ist ein produktiver Buchautor. Er wird voraussichtlich über mentale Ökonomie und Resilienz im Cyberspace sprechen. Für ihn ist KI keine bloße Effizienzmaschine: Sie ist ein Spiegel. Sie bedroht Routinen, Rollen und Selbstbilder, während sie zugleich Räume öffnet für neue Formen von Wertschöpfung, Verantwortung und Sinn. Details zu seiner Keynote folgen.

Als weiteres Zukunftsthema wird es erstmals die Young Talents Initiative „nextGen@DACH-Messefachtagung“ geben, bei der bis zu 30 Nachwuchskräfte, Studierende und Azubis nicht nur zu einem Sonderpreis (99 €) teilnehmen dürfen. Als zukunftsträchtige Zielgruppe werden wir auch Raum und Gelegenheiten im Programm schaffen, damit sie zu Wort kommen und sichtbar werden. Ein wichtiger Impulsgeber für diese Initiative war Julian Elixmann, Junior Projektmanager bei Aditus.

Weitere Details zum Programm folgen sukzessive in unseren Newslettern und auf unseren Social-Media-Kanälen. Hotelzimmer lassen sich bereits hier buchen. Weitere Infos zur BERNEXPO finden sich hier.

Montag, 2. März 2026

Der Blick nach vorn: Was an Messen passiert, passiert nur an Messen


Manche Gelegenheiten muss man am Schopf packen, wenn sie sich einem bieten. So geschehen an der zurückliegenden Retro Classics auf dem Gelände der Messe Stuttgart. Der zeitgleich stattfindende CDU-Bundesparteitag und die ausgestellten Oldtimer als emotionale Sympathieträger erzeugten eine Konstellation, wie sie so eigentlich nur auf Messen entstehen kann (Bild: Retro Messen).

Kolumne von Oliver Schmitt

Klar, man kann das auch von langer Hand planen. Dafür gibt es schließlich Protokollabteilungen. Allerdings kann sich kaum ein mittelständischer Familienbetrieb sowas leisten. Zudem ist es fraglich, ob eine Oldtimer-Messe bei den zuständigen Stellen im Politikbetrieb als angemessene Plattform für den öffentlichkeitswirksamen Auftritt eines Politikers erachtet wird.

Wer die Könickes kennt, der weiß, dass hier stets pragmatisch agiert wird und genau das ist auch passiert. Nun hat auch nicht jeder eine passende Adenauer-Limousine von Mercedes-Benz verfügbar, aber das gehört eben zur messetypischen Serendipität dazu. Ein bisschen Glück braucht es natürlich auch, wenn sich ein Politiker als Sammler und Oldtimer-Fan entpuppt. Aber das ist dann halt das Glück des Tüchtigen.

Die Grundvoraussetzung ist aber dieses messetypische Setting: Hier kommen Menschen zusammen, die ein Interesse, eine Aufgabe oder ein Thema eint. Und wenn es um besonders viele Menschen geht (in diesem Fall 83.000 Oldtimer-Fans und rund 2.000 Teilnehmende am Parteitag), dann bleibt nicht mehr viel Infrastruktur übrig, wenn es trocken, warm und professionell zugehen soll. Den Rest besorgt die unnachahmliche Mischung von attraktiven Fotomotiven, gesellschaftlicher und politischer Relevanz und natürlich der Riecher, im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen.

In diesem speziellen Fall kann sich der FAMA glücklich schätzen, ein schlagkräftiges Vorstandsgremium zu haben, dass aus den politischen Forderungslandschaft von Messen flugs ein Positionspapier zu formulieren und dies an passender Stelle persönlich zu überreichen. Das ist quasi Lobbyismus im Vorbeigehen und gerade deshalb von besonderer Qualität.

Mein Respekt gilt daher unseren Vorstandmitgliedern, die sich unermüdlich und ehrenamtlich für die Messewirtschaft einsetzen, und natürlich Henning und Thilo Könicke, die mit ihrem Team die Gelegenheit ergriffen und neben schönen Bildern echten Mehrwert für unsere Gemeinschaft erzeugt haben. Bravo!

Buchtipp: Nachhaltigkeitsmanagement in der Veranstaltungsbranche


Dieses Buch zeigt praxisnah und auf den Punkt, wie Sie ein nachhaltiges Veranstaltungsmanagementsystem Schritt für Schritt in Ihrem Unternehmen etablieren. Nachhaltigkeit ist längst ein Schlüsselfaktor für die Zukunft der Veranstaltungsbranche. Die internationale Norm ISO 20121 bietet hierfür einen klaren Rahmen, doch die Umsetzung dieses abstrakten Regelwerks ist für viele Unternehmen eine Herausforderung. Die Autoren erklären anhand konkreter Beispiele aus der Branche und praxiserprobter Handlungsempfehlungen, wie sich die Norm in den betrieblichen Alltag übersetzen lässt (Bild: Springer Gabler).

Von den Grundlagen des PDCA-Zyklus über Führung, Planung und Betrieb bis hin zu konkreten Anwendungen aus verschiedenen Gewerken ist es ein Werk für Geschäftsführende, Nachhaltigkeitsbeauftragte und Qualitätsmanager*innen, die endlich mit der Implementierung der Norm beginnen wollen – für Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Wirkung in der Veranstaltungswirtschaft.

Quick Guide ISO 20212 • Nachhaltigkeitsmanagement in der Veranstaltungsbranche, fwd/IFES (Hrsg.), 203 Seiten, Heidelberg, 2026, Verlag Springer Gabler, 29,99 EUR

Mutiger werden: Swiss Cyber Security Days für digitale Unabhängigkeit


Unter dem Motto «Digital Sovereignty – The New Frontier» fand am 17. und 18. Februar 2026 die siebte Ausgabe der Swiss Cyber Security Days auf dem BERNEXPO-Areal in Bern statt. Nationale und internationale Referent*innen lieferten Antworten auf die wichtigsten digitalen Fragen unserer Zeit. Mit 2.800 Besuchenden und über 100 Ausstellern blicken die Veranstalter auf eine erfolgreiche Ausgabe zurück (Bild: BERNEXPO).

Am Dienstag, 17. und Mittwoch, 18. Februar 2026 wurde das BERNEXPO-Areal zum Brennpunkt einer Debatte, die über Sicherheit, Freiheit und Selbstbestimmung entschied. Zum dritten Mal in Folge gastierten die Swiss Cyber Security Days, die führende Plattform zum Thema Cybersicherheit, in Bern und brachten nationale und internationale Referent*innen an einem Ort zusammen. Mit 2.800 Besuchenden und über 100 Ausstellern knüpfte die Ausgabe an den Vorjahreserfolg an. Ein Höhepunkt war das Referat von Florian Schütz, Direktor Bundesamt für Cybersicherheit (BACS), der die aktuelle Cybersicherheitslage in der Schweiz einordnete und sie in Beziehung zum internationalen Umfeld setzte.

Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

Newsticker smartville.digital: Wurzeln • Disruption • Influencer


Smartville bezeichnet sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messewirtschaft in den deutschsprachigen Ländern. Es ist ein Newsroom für Marketing- und Kommunikationsleader, die neue Wege in der Marketingkommunikation suchen. Der Fokus liegt auf „digital first“. Herausgeber ist Urs Seiler. Drei aktuelle Meldungen haben wir für diese Ausgabe ausgewählt (ESB Marketing Netzwerk; Foto: Smartville).

CEO a.i. Andrea Zappia will mit MCH auf starken Wurzeln wachsen

Der Jännertrunk der MCH Group ist zu einer beliebten Tradition geworden, weil man stets viel Neues erfährt. CEO a.i. Andrea Zappia nahm zum ersten Mal am Jännertrunk teil und es war erfrischend, seinen italienischen Charme auf der Bühne zu sehen. „Nur unsere starken Wurzeln erlauben es uns, zu wachsen und in der Stadt Basel finden wir eine Inspiration“, sagte er.

Digitale Disruption, Pandemie und Marktbereinigung im Schweizer Entertainment

Wo steht das Schweizer Entertainment nach einem Jahrzehnt voller Umbrüche? Seit zehn Jahren prägt der Kongress 360° Entertainment diese Branche. Das Jubiläum in Andermatt bringt am 24. und 25. März frische Impulse und neue Formate auf die Bühne.

Warum Influencer*innen strategischer Erfolgsfaktor für Messen & Events sind

Influencer*innen sind in der Live-Kommunikation längst vom „Nice-to-have“ zum strategischen Hebel geworden. Für Messen und Events – deren Kosten stetig steigen – eröffnen sie die Möglichkeit, Reichweite weit über den Messestand oder die Veranstaltung hinaus zu erzielen und gleichzeitig zusätzlichen Traffic vor Ort zu generieren.

Zuhause im Wandel: com:bau Dornbirn bietet Orientierung


Vom 6. bis 8. März zeigt die com:bau im Messequartier Dornbirn, wie sich Bauen und Wohnen weiterentwickeln. Als zentrale Plattform vernetzt sie Bauwirtschaft, Fachleute und Interessierte. Sie vereint Angebote aus Bauhandwerk, Energie, Finanzierung sowie Immobilien und bietet unabhängige Beratung für Sanierung, Bauvorhaben und Kauf (Bild: Messe Dornbirn).

Die Baubranche befindet sich im Wandel. Höhere Kosten und begrenzte Budgets beeinflussen die Entscheidungen rund um das Bauen und Sanieren. Viele Bauinteressierte suchen verlässliche Informationen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Das Eigenheim bleibt wichtig, gleichzeitig gewinnen neue Wohnformen an Bedeutung.

Die com:bau greift diese Entwicklungen auf und führt die zentralen Branchenthemen an einem Ort zusammen. Sie bündelt Bauhandwerk, Energie, Finanzierung und Immobilien und verdeutlicht, wie vielfältig die aktuellen Anforderungen an Bauprojekte sind. Knapp 180 AusstellerInnen stellen dazu Baustoffe, Sanierungskonzepte, Photovoltaiklösungen mit Speicher, Smart Home Technologien sowie Finanzierungsmodelle und Immobilienangebote vor. Fachleute geben unabhängig und kostenlos Auskunft zu Energieeffizienz, Förderungen und rechtlichen Faktoren.

Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

Fünf Fragen an: Robert Ninnemann • FAMA e.V.


Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Derzeit stehen der Reihe nach unsere eigenen Vorstandsmitglieder Rede und Antwort. Nach Henning Könicke, Astrid Jaeger, Stefan Köster, Michael Kynast und Michael Köhler folgt nun Robert Ninnemann (im Vorstand für die Zusammenarbeit mit dem Forum Veranstaltungswirtschaft zuständig), im Hauptberuf Geschäftsführer von RAM Regio aus Erfurt (Bild: RAM Regio/Volker Hielscher).

Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?

Eigentlich immer dann, wenn ich in ein gutes Gespräch mit interessanten Menschen vertieft bin. Wenn noch nicht alles gesagt ist, passiert es schnell, dass jemand auf die Uhr schaut und das Ende anmahnt – meine Frau kann davon ein Lied singen.

Wenn alle gehen wollen, habe ich oft noch eine letzte Frage, die unbedingt geklärt werden muss, damit ein Termin wirklich rund abgeschlossen ist.

Wie hat sich deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Durch die Vielzahl an Begegnungen und Eindrücken versuche ich eigentlich ständig, Positionen zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Mein aktuelles Lieblingsbeispiel ist die „Verwaltung“. In der öffentlichen Debatte hört man derzeit fast täglich pauschale Bürokratie- und Verwaltungskritik. In der aktuellen Vorarbeit zu unserem größten Messeprojekt, der Thüringen Ausstellung 2026, habe ich jedoch viele sehr positive Erfahrungen gemacht. Diese Begegnungen haben mein Verständnis für die jeweils andere Perspektive deutlich erweitert und mir gezeigt, wie viele engagierte Menschen dort lösungsorientiert arbeiten und unterstützen wollen.

Wenn man wirklich zuhört – ganz im Sinne von audiatur et altera pars, also auch die andere Seite hört – wird schnell klar, dass jeder aus seinem Fachgebiet wertvolle Impulse einbringen kann.

Was ist das Beste an deinem Beruf?

Ganz klar: die Vielfalt. An einem Tag führe ich politische Gespräche, am nächsten tauche ich in technische Detailfragen ein mit Menschen, die für ihr Thema brennen.

Diese Mischung aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten macht die Arbeit an Verbrauchermessen für mich jeden Tag neu spannend. Meine Neugier ist dabei ein großer Motor – ob mir der Staatssekretär oder Minister aus seinem Alltag berichtet oder ein Eisenbahner mit leuchtenden Augen eine historische Weichenstellanlage erklärt, beides kann gleichermaßen faszinierend sein.

Genau diese thematische Bandbreite ist ein echtes Geschenk und zeigt, wie viel Inspiration und neuer Input in der Organisation von Verbrauchermessen steckt.

Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?

Grundsätzlich jeder – entscheidend ist für mich nur, dass die Argumente fundiert und wirklich durchdacht sind. Ich bin jederzeit bereit, meine Positionen anzupassen, wenn neue Perspektiven oder bessere Begründungen auf den Tisch kommen.

Schwieriger wird es für mich nur dann, wenn Kritik eher der Verlängerung einer Diskussion dient als einer echten inhaltlichen Weiterentwicklung. Unser verstorbener Unternehmensgründer Eberhard Kreuser pflegte zu sagen: „Die Ausrede ist schneller raus als die Maus zurück im Loch.“ In diesem Satz steckt viel Wahrheit – denn nicht jede Gegenposition bringt automatisch einen echten Mehrwert.

Wenn Kritik Substanz hat, neue Blickwinkel eröffnet und zu besseren Entscheidungen beiträgt, nehme ich sie sehr gern an und entwickle das Lagebild entsprechend weiter.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?

Grundsätzlich erst einmal ein spannendes Experiment. Meine Frau würde vermutlich sofort meinen Puls fühlen und sich fragen, ob mit mir alles in Ordnung ist. Gleichzeitig reizt mich der Gedanke – vielleicht sind die Sorgen im Vorfeld größer als die Realität.

Ich nutze das Smartphone sehr intensiv, um schnell Antworten auf Fragen zu finden, erreichbar zu sein und zügig reagieren zu können, wenn in einem Projekt etwas aufpoppt. Ganz ohne wäre es wahrscheinlich zunächst ungewohnt still, vielleicht sogar mit einem gewissen Kontrollverlust verbunden.

Aber wer weiß – möglicherweise wäre es auch überraschend befreiend und ein guter Anlass zur Selbstreflexion. Vielleicht würde man sogar feststellen, dass vieles auch ohne meine permanente Erreichbarkeit erstaunlich gut funktioniert.

Neue Wege: Andreas Markgraf verlässt inRostock


Nach 23 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit trennen sich die inRostock GmbH und Andreas Markgraf, bisheriger Geschäftsbereichsleiter der HanseMesse Rostock, einvernehmlich. Andreas Markgraf war über mehr als zwei Jahrzehnte in leitender Funktion für die HanseMesse Rostock tätig und hat deren Entwicklung sowie Positionierung als bedeutenden Veranstaltungsstandort in der Region maßgeblich mitgestaltet. In dieser Zeit wurden zahlreiche nationale und internationale Messen, Kongresse und Veranstaltungen erfolgreich umgesetzt und weiterentwickelt (Im Bild mit Kolleg*innen ganz rechts, Bild: inRostock).

Oliver Fudickar, Geschäftsführer der inRostock GmbH, bedankt sich ausdrücklich für das langjährige Engagement: „Andreas Markgraf hat die HanseMesse Rostock über 23 Jahre hinweg mit Fachkompetenz und persönlichem Einsatz geprägt. Für diese langjährige Zusammenarbeit danken wir ihm und wünschen ihm für seine weitere berufliche und persönliche Zukunft alles Gute und viel Erfolg.“

Auch Andreas Markgraf blickt dankbar auf seine Zeit bei der inRostock GmbH zurück: „Nach 23 erfolgreichen Jahren im Landesmessezentrum und unglaublich vielen Aufgaben und Projekten, ist nun der richtige Zeitpunkt, sich neuen Aufgaben zu stellen. Als regionaler Standort beheimatet die HanseMesse ein breites Portfolio an Eigenmessen und Gastveranstaltungen und ist für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Ich danke allen Ausstellern und Partnern für die Zusammenarbeit und blicke nun neuen beruflichen Herausforderungen entgegen. Dem Team der inRostock GmbH wünsche ich für die Zukunft alles Gute.“

Auch wir wünschen Andreas Markgraf alles Gute.

Mitglieder stellen sich vor: Olaf Freier • HINTE Expo & Conference


Der FAMA gewinnt kontinuierlich neue Mitglieder, die wir dann hier vorstellen, damit sie sich schneller ins Netzwerk unseres Verbandes einfügen und sich unsere bestehenden Mitglieder ein Bild machen können. Doch auch all jene Mitglieder, die schon länger im FAMA vertreten sind, wollen wir hier sukzessive vorstellen. Diesmal an der Reihe ist die HINTE Expo & Conference. Das Unternehmen ist ein privater, familiengeführter Mes-severanstaltern und gehört zur HINTE Gruppe, die von Christoph Hinte in geführt wird. Sein Sohn Vincenz Hinte steht als vierte Generation bereits in Verantwortung und agiert als CEO der HINTE Marketing und Media. HEC-Geschäftsführer Olaf Freier beantwortet uns einige Fragen (Bild: HINTE).

Die HINTE Expo & Conference zählt zu den privaten Messeveranstaltern in Familienhand, in eurem Fall sogar schon in der vierten Generation. Was ist das Besondere an HINTE und an eurer Ausrichtung?

HINTE ist 80 Jahre alt – und genau deshalb können wir nicht stehenbleiben. Als CEO eines Familienunternehmens in vierter Generation sehe ich Tradition als Verpflichtung zur Erneuerung. „HINTE – 80 Jahre Zukunft!“ ist für mich kein Claim, sondern Führungsauftrag. Als inhabergeführtes Unternehmen können wir langfristig entscheiden und Transformation aus eigener Überzeugung steuern.

Wir entwickeln Plattformen mit ganzjähriger Relevanz und verbinden dabei Messe, Medien und digitale Angebote der HINTE Group. Und das nicht nur für uns. HINTE Marketing & Media arbeitet dabei nicht nur für unsere eigenen Projekte – auch externe Unternehmen und Veranstalter nutzen unsere Kompetenzen. Unser Anspruch ist es, Märkte aktiv mitzugestalten.

Das Messe- und Veranstaltungsgeschäft ist von permanentem Wandel geprägt. Wie hat sich das Messegeschäft für Euch zuletzt entwickelt und womit rechnet ihr in den kommenden Jahren?

Die letzten Jahre haben gezeigt: Das Messegeschäft ist kein Selbstläufer mehr. Wir erleben eine stärkere Nachfrage nach klar positionierten Fachplattformen und weniger Toleranz für austauschbare Formate. Größe allein schützt nicht vor Bedeutungsverlust. Entscheidend sind klare Positionierung und die Bereitschaft, Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln.

Für mich verkauft eine Messe heute nicht mehr nur Fläche, sondern Wirkung – in Form von hochwertigen Leads, inhaltlicher Reichweite und belastbaren Netzwerken. In den kommenden Jahren rechne ich mit einer weiteren Professionalisierung der Geschäftsmodelle in unserer Branche.

Welchen Stellenwert messt Ihr Entwicklungen wie Digitalisierung und künstlicher Intelligenz für die Abläufe in eurem Unternehmen bei und wie werden diese die Customer Journeys eurer Aussteller und Besuchenden zukünftig beeinflussen?

Digitalisierung ist bei uns keine eigene Abteilung, sondern Teil unseres Geschäftsmodells. Wir digitalisieren Prozesse in Vertrieb, Flächenmanagement und Content, um Customer Journeys möglichst ohne Medienbrüche zu gestalten.

Für Aussteller bedeutet das perspektivisch präzisere Zielgruppenansprache und mehr Transparenz bei der Lead-Qualität, für Besuchende relevantere Inhalte und bessere Orientierung. Beim Einsatz von KI sind wir erste Schritte in verschiedenen Bereichen gegangen, testen aber auch konkrete Anwendungen. Ein Beispiel ist „Echobrief“ der HINTE Marketing & Media: Ein KI-gestütztes Tool, das Inhalte z.B. Vorträge oder Keynotes analysiert, strukturiert und für Social Media oder Newsletter aufbereitet.

So verlängern wir die inhaltliche Wirkung unserer Veranstaltungen über das Event hinaus. KI muss unser Geschäftsmodell besser machen – nicht nur Prozesse schneller.

Welche Herausforderungen seht ihr in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und wie geht Ihr ganz konkret damit um?

Nachhaltigkeit ist für uns kein Imageprojekt, sondern eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Die Herausforderung besteht darin, ökologische Verantwortung wirtschaftlich tragfähig umzusetzen.

Seit Ende 2024 sind wir im Rahmen des Programms KLIMAfit des Umweltministeriums Baden-Württemberg zertifiziert. Diese Leitplanken helfen uns, Entscheidungen im Alltag strukturierter zu treffen – von der Treibhausgasbilanz über Emissionsreduktion bis hin zu mehr Energieeffizienz.

Ökologisch reduzieren wir Papier und Ressourcen, ökonomisch fokussieren wir uns klarer, sozial investieren wir in Team, Weiterbildung und Kultur. Wir sind noch nicht am Ziel, gehen die nächsten Schritte aber konsequent.

Warum ist die HINTE Expo & Conference Mitglied im FAMA und was erwartet ihr euch von unserer Gemeinschaft in Zukunft?

Gerade in Zeiten des Umbruchs braucht unsere Branche ehrlichen Austausch. Wir sind Mitglied im FAMA, weil wir den offenen Dialog auf Augenhöhe und den fachlichen Austausch schätzen. Themen wie neue Geschäftsmodelle, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Nachwuchsförderung beschäftigen uns alle intensiv – hier liegt großes Potenzial, gemeinsam weiterzudenken und voneinander zu lernen. Gerade deshalb ist dieser Austausch für mich von großem Wert.

Wir bedanken uns für das Gespräch.

Fusion vollzogen: Schenker nun Teil von DSV Fairs & Events


Ab 1. Januar 2026 agieren DSV und Schenker im Bereich Road und Kontraktlogistik offiziell unter einer Flagge. Die Bereiche Air & Sea, Fairs & Events und Verzollung folgen ab 1. Februar 2026. Gemeinsam bilden die beiden Unternehmen eines der weltweit größten Transport- und Logistiknetzwerke mit mehr als 150.000 Mitarbeitenden in über 90 Ländern (Bild: DSV).

Dazu Jens H. Lund, Group CEO: „Mit dieser Akquisition sind wir ein globaler Marktführer in der Transport- und Logistikindustrie, und das in einer Zeit, in der globale Lieferketten mehr denn je im Fokus stehen und unsere Kunden ein zuverlässiges und agiles globales Netzwerk von Dienstleistungen und Produkten benötigen. Mit dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen schaffen wir eine einzigartige, flexible Plattform für langfristiges Wachstum. Davon werden unsere Kunden, Mitarbeitenden, Aktionäre und alle unsere Stakeholder profitieren.“

Wir gratulieren dem Team um Business Development Manager Volker Baumann und wünschen weiterhin viel Erfolg. Weitere Informationen finden sich hier.

Auf nach Sachsen: Erfurt bringt Motorradmesse nach Sachsen


Die Messe Erfurt richtet in Kooperation mit der Messe Dresden die „Motorradmesse Dresden“ am 6. und 7. März 2027 auf dem Dresdner Messegelände aus. Mit dem bewährten Messekonzept der Motorradmesse Erfurt entsteht in enger Zusammenarbeit mit den Motorradhändlern und Partnern der Region ein neuer zentraler Saisonauftakt für Motorradfans aus Sachsen (Bild: Messe Erfurt).

Die Messe Erfurt GmbH organisiert seit vielen Jahren gemeinsam mit einem der erfolgreichsten Motorradhändler Thüringens die Motorradmesse Erfurt (MME). Mit rund 90 Ausstellern und jährlich nahezu 21.000 Besuchenden ist sie eine der größten Motorradmessen in Deutschland. Erfolgsfaktor Nummer 1 der MME ist die enge Zusammenarbeit mit den regionalen Händlern und der Motorradszene in Thüringen. Hieran werden die Veranstalter der Motorradmesse Dresden, die Messe Erfurt und die Messe Dresden, anknüpfen.

Wir freuen uns über diese schöne Kooperation zweier Mitglieder und wünschen viel Erfolg. Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

Außerschulischer Lernort: Toller Move der Thüringen Ausstellung


Ein guter Riecher, ein wenig Glück und Hartnäckigkeit haben sich für die Thüringen Ausstellung der RAM Regio in Erfurt ausgezahlt. Sie ist in diesem Jahr ein sogenannter „außerschulischer Lernort“. Unser Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der RAM Erfurt ist am Ball geblieben und hat etwas möglich gemacht, das zunächst unmöglich schien (Bild: RAM Erfurt).

Lehrkräfte von Thüringer Schulen können aus einem Angebot verschiedener Aussteller wählen und sich und ihre Klassen dafür anmelden. Zum Angebot zählen u.a. der Deutsche Bundestag, das Fleischerhandwerk Thüringen, die Thüringer Landesmedienanstalt, ein Dachdeckermeisterbetrieb, die Verbraucherzentrale Thüringen oder die Handwerkskammer Erfurt. Auf diese Weise werden nicht nur neue, junge Zielgruppen an die Messe herangeführt. Das Thüringer Schulportal des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien bietet mit einem offiziellen Eintrag im seiner Mediathek einen Anlaufpunkt für Lehrerinnen und Lehrer.

Das Thema außerschulischer Lernort bietet auch den ausstellenden Unternehmen Zugang zu einer klar umrissenen Zielgruppe. Und der zivilgesellschaftliche Mehrwert durch eine praktische, lebendige Lernumgebung ist nicht zu unterschätzen.

Wir gratulieren dem Team um Robert Ninnemann zu dieser toll umgesetzten Idee und freuen uns auf einen Pitch im Rahmen einer der folgenden Messefachtagungen.

75 Jahre: Spielwarenmesse feiert Jubiläum


Die Spielwarenwelt traf sich vom 27. bis 31. Januar in Nürnberg – und feierte ein besonderes Ereignis: Die Spielwarenmesse feiert gemeinsam mit Handel, Industrie und Medien ihren 75. Geburtstag. Als führendes B2B-Event brachte sie die Branche zusammen und festigte ihre Bedeutung als zentrale Plattform für Geschäftsentwicklung, Inspiration und persönliche Begegnungen (Von links: F. Hess, J. Pflüger, C. Ulrich; Bild: Ingmar Wein/Spielwarenmesse).

Zum Jubiläum setzte die Veranstalterin, die Spielwarenmesse eG, neue inhaltliche Akzente, förderte den Dialog über Zukunftsthemen und inszeniert das gesamte Messegelände als lebendige Bühne. Die Erfolgsgeschichte der Spielwarenmesse erreichte mit der 75. Ausgabe einen besonderen Meilenstein. Vor Eingang Mitte lud der „Walk of Play” dazu ein, die wichtigsten Etappen der Messegeschichte zu entdecken. Was 1949 mit dem Beschluss zur Gründung begann, hat sich schnell zum internationalen Treffpunkt der Branche entwickelt.

„Die Spielwarenmesse steht mehr denn je für die Abbildung des Weltmarkts, zugleich aber auch für Spezialisierung und ein globales Netzwerk mit ganzjährigen Kontakten“, sagte Christian Ulrich, Vorstandssprecher der Spielwarenmesse eG. In 18 Hallen mit 13 Produktgruppen zeigte die Veranstaltung die komplette Bandbreite der Spielwarenwelt. Zum Jubiläum wurde auf dem gesamten Messegelände gefeiert: Mehr als 30 Aktionen – darunter Selfie-Spots, Mitmachstationen und Musikacts – hatten die Aussteller vorbereitet.

Wir gratulieren dem Team um Florian Hess, Jens Pflüger und Christian Ulrich zum Jubiläum (und zum Spitzen-Jubiläums-Ergebnis mit 2.313 Ausstellern aus 68 Ländern und 58.900 Besuchenden aus 121 Nationen). So darf’s weitergehen!

Kurzer Monat: Lebendiges Messegeschäft im Februar


Im Februar war das Land zweigeteilt: Im Norden und Osten Schnee und Eis, im Süden und Westen Matsch, Karneval und Fasching. Einig sind sich wieder mal die Messen unserer Mitglieder, die trotz teils schwieriger Wetterverhältnisse top geliefert und über 375.000 Besuchende angezogen haben. Für einen so kurzen Monat ein mehr als respektabler Wert (Bild: Retro Messen).

Vorsichtiges Luftholen: Einordnung des ifo-Geschäftsklimaindex 1/2026


Allen guten Vorsätzen zum Trotz ist der Jahresanfang in unserer Branche traditionell kein Selbstläufer. Und genau deshalb ist das, was sich im Januar 2026 gezeigt hat, bemerkenswert.  Die ifo-Zahlen zum  Jahresbeginn 2026 senden kein Aufbruchssignal. Aber sie zeigen etwas, das zu diesem Zeitpunkt in den beiden Vorjahren nicht in dieser Breite da war: ein vorsichtiges, breit abgestütztes Luftholen. Eine Einschätzung von Björn Sänger (Bild: Forum Veranstaltungswirtschaft).

Gerade mit Zahlen zum Jahresstart ist allerdings sorgsam umzugehen. Ist das bereits Substanz, oder nur der Reflex eines neuen Jahres? Das Bedürfnis, Ballast abzuwerfen, Hoffnung mitzunehmen und nach vorne zu schauen, begleitet uns schließlich jeden Januar.

Der Blick in die vergangenen Jahre hilft bei der Einordnung. Nach dem ausgeprägten Winter-Tief zu Beginn 2024 und der Stagnation zum Jahresstart 2025 bewegen sich im Januar 2026 mehrere zentrale Indikatoren gleichzeitig leicht nach oben. Geschäftsklima und Geschäftslage stabilisieren sich, die Umsatzentwicklung zeigt sich weniger volatil als noch im Herbst. Das ist keine Trendwende, aber es ist ein anderes Signal als in den Vorjahren, früher im Jahr und mit mehr Gleichklang zwischen den Indikatoren.

Der Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen passt auch in dieses Bild. Denn der Januar ist in der Veranstaltungswirtschaft traditionell eine Phase des Übergangs und der Anpassung. Projektlogiken, Effizienzfragen und Zurückhaltung bei Fixkosten prägen die Personalentscheidungen. Entscheidend ist, dass diese Entwicklung aktuell – anders als zu Jahresbeginn 2024 und 2025 – nicht von einer weiteren Eintrübung der Stimmung begleitet wird. Und das kann in der Konsequenz dann auch Produktivitätsgewinne bedeuten.

Unser Fazit: Der Januar 2026 markiert keinen Durchbruch. Aber er unterscheidet sich spürbar von den Starts der beiden Vorjahre. Sollte sich diese vorsichtige Stabilisierung im weiteren Jahresverlauf bestätigen, kann daraus Handlungsspielraum entstehen. Vorausgesetzt, die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen geben unserer Branche die nötige Planungssicherheit. Konkret heißt das für die Veranstaltungswirtschaft: eine Reform des Arbeitszeitrechts, Rechtssicherheit für Selbständige, der Abbau von Abgabenlast und Bürokratie sowie eine wirksame Regulierung des Ticketzweitmarktes.

Auf dem Papier stand der Januar in der Veranstaltungswirtschaft zuletzt selten für Aufbruch. Der Auftakt 2026 steht zumindest für die Chance, das Jahr und seine vielen Herausforderungen mit etwas mehr Rückenwind anzugehen.

Offene Worte: Interview mit Mark Deneberger • Cooklife


Mark Deneberger, Inhaber von Cooklife und seit 30 Jahren versierter Aussteller an Publikumsmessen, hat die FAMA-Crowd an der zurückliegenden Messefachtagung in Münster ganz schön aufgerüttelt. Über kaum eine Session am B2C-FachForum wurde hinterher so lebendig diskutiert. Auch wenn nicht alles schmeichelhaft war, was er uns Messemachern an Spiegel vorgehalten hat, da wollten wir nochmal nachhaken. Auch für all jene, die in der Session nicht dabei sein konnten. Deshalb hat sich Oliver Schmitt zum Online-Interview mit ihm getroffen (Bild: Screenshot).

Oliver Schmitt: Sie vertreiben Küchen-, Haushalts- und Reinigungsutensilien, sowohl von der Marke Kochblume als auch von ihrer Eigenmarke Unico Puro. Das tun sie in Online-Shops, auf dem Teleshopping-Kanal QVC und auf, in diesem Jahr insgesamt 14, Messen. Welchen Stellenwert haben diese Kanäle und wie beeinflussen sie sich gegenseitig?

Mark Deneberger: Dazu muss man wissen, dass wir Kochblume online nicht exklusiv vertreiben, die haben ihren eigenen Online-Shop. Als Markeninhaber mit dem Markennamen als Domain, da hätten wir es auf Google schwer. Aber wenn wir auf Messen verkaufen, dann bekommen die Kunden ein Goodie, sei es Gratisversand oder einen Sonderrabatt, wenn sie in unserem Shop bestellen.

Ansonsten ist es so, dass der Vertriebskanal Teleshopping bei uns an Nr. 1 steht, die Messen an Platz 2 und das Online-Geschäft auf Platz 3. Vor Corona war das ein bisschen anders, da hatten wir aber auch fast doppelt so viele Messen im Kalender.

OS: Apropos Corona - Wie haben Sie den Wiederanlauf nach Corona erlebt?

MD: Also erstmal muss ich einen Schlenker zum Runterfahren machen, denn wir sind von 32 Messen auf Null runter. Das hatte enorme Konsequenzen, auch für unsere Belegschaft. Deshalb haben wir auch ohne zu zögern sofort wieder auf Messen gesetzt, als das irgendwie möglich war. Am Anfang waren die Leute auch heiß darauf, irgendwie wieder rauszukommen. Aber vor ungefähr zwei Jahren haben wir uns dann auf die rund 14 Messe konsolidiert, die wir jetzt beschicken. Denn Ende Corona hat auch der Letzte kapiert, wie man Dinge online bestellt und das war einfach zu spüren.