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Freitag, 7. August 2026

Der Blick nach vorn: Mehr Sterne entdecken


Genauer hinschauen lohnt sich. Denn dann können wir Dinge entdecken, die wir so vorher vielleicht gar nicht für möglich gehalten haben. Im Business Development ist das eine ganz entscheidende Tugend. Wer in der Abgeschiedenheit der Berge den Blick durch ein Teleskop riskiert, der kommt womöglich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Bezeichnenderweise jedoch sind diese Sterne zu jeder Zeit da. Wir können sie nur nicht immer sehen (Bild: Gerd Altmann / Pixabay).

Kolumne von Oliver Schmitt

Frei nach dem US-amerikanischen Astrophysiker Carl Sagan lässt sich nämlich sagen, dass es nicht mehr Sterne gibt, nur weil wir plötzlich Teleskope haben. Entscheidend ist, dass wir zur rechten Zeit mit den rechten Mitteln den Blick auf die richtigen Stellen richten. Dann erkennen wir Zusammenhänge, die uns im Geschäftsalltag weiterbringen können. Und, schwupps, sind wir wieder beim derzeitigen Dauerbrenner, der künstlichen Intelligenz. Sie kann ein mächtiges Teleskop sein. Leider sind die gezeigten Bilder manchmal schlicht erfunden. Aber darum soll es diesmal gar nicht gehen.

Der Fokus liegt diesmal auf der rechten Zeit, den rechten Mitteln und den richtigen Stellen. Die Verlockung ist groß, mit einem mächtigen Instrument einfach mal allerlei zu entdecken. Es wird sich dann schon ein Anwendungsfall finden. Viel mächtiger wird Geschäftsentwicklung, wenn sie auf einer analytischen Basis aufsetzt, über ein klares Bewusstsein zu den Bedürfnissen der Stakeholder verfügt und einen strategischen Korridor von Entwicklungszielen aufgebaut hat. Ist unsere Nomenklatur zeitgemäß? Haben wir alle relevanten Besucherzielgruppen auf dem Schirm? Erzeugen wir mit unseren Formaten einen spürbaren Mehrwert? Wird dieser Mehrwert auch gebraucht?

Die gute alte SWOT-Analyse, also der neugierige Blick auf Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken, offenbart oft bereits sehr Erfolg versprechende Suchfelder. Aber auch dafür braucht es den Willen, den Dingen hin und wieder auf den Grund zu gehen, wenn mehr als nur Allgemeinplätze sichtbar werden sollen. Denn der größte Feind erfolgreicher Messen ist der Übermut: Wir kennen unsere Kunden, wir kennen die Trends, wir machen schon alles richtig. Und plötzlich steht eine Messe, oder schlimmer noch, ein Relaunch-Konzept in Frage, scheinbar aus heiterem Himmel.

Die Sterne sind alle da. Den eigenen Leitstern zu identifizieren, das hängt von der Richtung ab, die man einschlagen möchte. Ich bin kein Astrophysiker und möchte das Bild nicht überstrapazieren. Ich plädiere für Ernsthaftigkeit, Professionalität und – wenn es um den Markt und die Kunden geht – für eine gute Portion Bescheidenheit und Beflissenheit, den Kunden zu dienen. Das schöne ist, dass ernsthaftes Interesse an Kunden dort in der Regel auf offene Ohren stößt. Und dass die KI dann ein mächtiges Teleskop sein kann, das uns hilft, das volle Potenzial eines überwältigenden Sternenhimmels zu entdecken und zu nutzen.

Per aspera ad astra, wer ist dabei?

Newsticker smartville.digital: Exzellenz • Maritim • Hebel


Smartville bezeichnet sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messewirtschaft in den deutschsprachigen Ländern. Es ist ein Newsroom für Marketing- und Kommunikationsleader, die neue Wege in der Marketingkommunikation suchen. Der Fokus liegt auf „digital first“. Herausgeber ist Urs Seiler. Drei aktuelle Meldungen haben wir für diese Ausgabe ausgewählt (DACH-Messefachtagung; Foto: Tobias Schmid).

Exzellenz in Live-Kommunikation lässt sich nicht digitalisieren

Erlebnisse anstatt Messehallen, das sei, was die Messekunden suchten, wurde an der FAMA Fachtagung vom 22. und 23. Juni in der Bernexpo gesagt und die Themen zogen sich wie ein roter Faden durch den gelungenen Anlass. Moderatorin Nadine Brõnnimann sprach erfrischend auch vom „Vertrauen, das man nicht digitalisieren kann“.

Das maritime Herz der Schweiz schlägt am Bodensee

Die grenznahe Lage am Vierländereck Deutschland, Österreich, Schweiz und Liechtenstein und 20 - 30 Prozent der Besucher*innen aus der Schweiz machen die Interboot in der Messe Friedrichshafen gewissermaßen zu einem Schweizer Heimspiel.

„KI ist ein Hebel, kein Risiko“ auf der maintenance Schweiz

Vom 26. bis 27. August 2026 verwandelt sich die Messe Zürich erneut in den zentralen Treffpunkt der industriellen Instandhaltung, Automation und Digitalisierung, wenn die maintenance Schweiz zusammen mit der Partnermesse all about automation ihre Tore öffnet.

Positive Bilanz: Land • Forst • Jagd in Wieselburg lief gut


Aus der Wieselburger Messe wurde die Land • Forst • Jagd und 26.000 Besuchende nutzten die Schwerpunktmesse, um moderne Technik, praxisnahe Lösungen und ein vielfältiges Programm rund um Land-, Forst- und Jagdwirtschaft zu erleben. Die Messe Wieselburg zieht nach vier Messetagen eine erfreuliche Bilanz (Bild: Messe Wieselburg).

Vom 28. bis 31. Mai 2026 wurde das Messegelände Wieselburg erneut zum Treffpunkt für Fachpublikum, Familien und Interessierte. Knapp 300 Aussteller präsentierten auf rund 81.000 m² Ausstellungsfläche die Vielfalt der Land-, Forst- und Jagdwirschaft. Regionale Betriebe, namhafte Anbieter und wichtige Vertreter*innen der Industrie zeigten aktuelle Entwicklungen, innovative Produkte und praxisorientierte Lösungen für den betrieblichen Alltag.

Trotz sommerlicher Temperaturen war das Interesse an persönlicher Begegnung, fachlichem Austausch und einer lebendigen Messeatmosphäre groß. Unter dem Motto „Live Erleben!“ wurden Maschinen, Geräte und Technologien nicht nur präsentiert, sondern vielfach direkt im Einsatz gezeigt. Besonders der Outdoor-Parcours, die Live-Vorführungen von Agrardrohnen, das Lohnunternehmerdorf und die Innovation Farm machten moderne Technik und digitale Anwendungen greifbar.

Weitere Informationen finden sich hier.

Neues Sujet: Olma präsentiert neue Plakatmotive


Das Olma-Sujet 2026 bringt auf den Punkt, was die 83. Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung ausmacht: Leichtigkeit, Erlebnisse und die besondere Spannung rund um die beliebte Publikumsmesse. Entwickelt wurde das Sujet von der St.Galler Alltag Agentur. Die Olma findet vom 8. bis 18. Oktober 2026 mit dem Gastkanton Schwyz statt und steht unter dem Motto «Olma – und Action!» für elf actionreiche Messetage (Bild: Olma Messen).

Es ist das erste Olma-Sujet, das im Sinne von „motion first“ konsequent aus der Bewegung heraus entwickelt wurde. Die Idee stammt von der St.Galler Alltag Agentur und entfaltet ihre Wirkung sowohl im Plakat als auch in der animierten Umsetzung. Den Kern bildet ein verlangsamt dargestellter Sprung: jener Moment zwischen Absprung und Landung, in dem Spannung, Leichtigkeit und etwas Verspieltes sichtbar werden – so der Gedanke der St.Galler Projekt- und Kommunikationsagentur.

Der Gastkanton Schwyz ist subtil in den Auftritt eingewoben. Die beiden Kinder stammen zwar aus Bauernfamilien aus St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden, tragen im Shooting jedoch originale Schwyzer Werktagstrachten mit Gingham-Kleid, Fichu, Fazanetli und Hirtenhemd. So wird der Gastkanton nicht plakativ inszeniert, sondern fein und zeitgemäss übersetzt. Das St.Galler Grün im Hintergrund schafft einen reizvollen Bezug zu Messeort, Herkunft und Auftritt.

Weitere Informationen finden sich hier.

Fünf Fragen an: Helmut Slezak • Messen Austria / Messe Ried


Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Als nächstes ist Helmut Slezak, Vorsitzender des frischgebackenen FAMA-Mitglieds Messen Austria und Geschäftsführer der Messe Ried, an der Reihe (Bild: FAMA / Tobias Schmid).

Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?

Bei einem gemütlichen Abend mit Familie oder guten Freunden, wenn die Gespräche spannend sind oder es viel zu lachen gibt.

Wie hat sich Deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Wenn jemand bessere Argumente oder eine neue Sichtweise einbringt, bin ich gerne bereit, meine Meinung zu überdenken.

Was ist das Beste an Deinem Beruf?

Die Möglichkeit, Dinge aktiv mitzugestalten, Menschen zusammenzubringen und die große Abwechslung, die jeder Tag mit sich bringt.

Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?

Meine Familie, enge Freunde und auch langjährige Mitarbeiter. Aber eigentlich jede/r wenn es gut argumentiert ist.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?

Das wäre für mich eine echte Herausforderung, aber vielleicht wäre genau das ein guter Grund, es einmal bewusst auszuprobieren.

Wieder da: Stadthalle Karlsruhe eröffnet nach Umbau


Nach den Sommerferien nimmt die Messe Karlsruhe ihren Veranstaltungsbetrieb in der Stadthalle wieder auf. Noch vor dem ersten Event im September lädt sie die Bürgerinnen und Bürger dazu ein, die modernisierte Stadthalle im Rahmen kostenfreier Führungen kennenzulernen. Am Mittwoch, den 12. August, Dienstag, den 18. August und Samstag, den 29. August werden Rundgänge durch die Räumlichkeiten angeboten (Bild: Messe Karlsruhe).

Während den einstündigen Führungen geben Mitarbeitende der Messe Karlsruhe einen Blick hinter die Kulissen: Vorgestellt werden die neu gestalteten Säle, die moderne Veranstaltungs- und Bühnentechnik sowie Hintergründe zum geplanten Messe-, Kongress- und Kulturveranstaltungsgeschäft am Standort.

„Die Stadthalle ist ein zentraler Ort der Begegnung für unsere Stadt und das Herzstück des Zentrums am Festplatz. Ich begrüße es daher sehr, dass die Messe Karlsruhe interessierte Bürgerinnen und Bürger noch vor Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebs einlädt, sich selbst ein Bild von den Räumen und technischen Möglichkeiten zu machen und ihre Stadthalle wiederzuentdecken“, sagt Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz.

Weitere Informationen finden sich hier.

Ausgezeichnete Marke: Interzoo erhält German Brand Award


Die Interzoo, Weltleitmesse der Heimtierbranche, ist in der Disziplin „Excellence in Brand Strategy and Creation – Brand Design Corporate Brand“ mit dem German Brand Award 2026 ausgezeichnet worden. Der renommierte Preis würdigt die umfassende Erneuerung des Markenauftritts und die Entwicklung eines modernen, flexiblen Corporate Brand Systems, das ein einheitliches Erscheinungsbild über alle Kommunikationskanäle hinweg ermöglicht (Bild: Interzoo).

Mit dem neuen Design präsentiert sich die Interzoo moderner, klarer und noch internationaler. Frische Farben, tierische Motive und eine leichte Modifizierung des ikonographischen Logos, dessen Eigenständigkeit auch im neuen Look erhalten bleibt, spiegeln die Dynamik und Innovationskraft der Messe wider und unterstreichen die hohe Professionalität der Weltleitmesse. Die Jury hob in ihrer Begründung hervor, dass das Redesign der Interzoo die charakteristischen Grundformen bewahre und sie für digitale, internationale Anwendungen präzise weiterentwickelt habe. Farbwelt, Typografie und das modulare Bildsystem würden über Messe, Plattformen und Submarken hinweg einen klar geführten Auftritt schaffen.

Weitere Informationen finden sich hier.

Trier statt Mainz: Rheinland-Pfalz-Ausstellung zieht um


Laut einer Meldung des SWR vom 6. Juli 2026 wird die wohl größte Verbrauchermesse des Landes Rheinland-Pfalz 2027 nicht mehr in Mainz-Hechtsheim stattfinden. Es gibt offenbar Probleme zwischen dem Veranstalter der Messe und dem Betreiber des Geländes in Mainz. In diesem Frühjahr wurde in Mainz noch die 50. Rheinland-Pfalz-Ausstellung gefeiert. Im kommenden Jahr wird die Verbrauchermesse dann auf dem Messegelände in Trier stattfinden (Bild: SWR / D. Brusch).

"Wir sehen uns leider zu diesem Schritt gezwungen, da das Messegelände in Mainz-Hechtsheim nach unserer Auffassung in relevanten Bereichen nicht den gesetzlichen Standards einer Versammlungsstätte entspricht." Das schreibt der Veranstalter der Rheinland-Pfalz-Ausstellung - die expotec GmbH mit Sitz in Berlin. Nach ergebnislosen Gesprächen mit dem Betreiber des Geländes in Mainz habe man nun die Reißleine gezogen.

Der Betreiber des Messegeländes in Mainz-Hechtsheim, die Mainzer Messe Gesellschaft, kann die Argumente der expotec GmbH für den Umzug nach Trier nicht nachvollziehen. Ihr Geschäftsführer Strack wollte nicht ins Detail gehen. Auf SWR-Anfrage sagte er aber, bei dieser Geschichte gehe es ums Geld. Er bemühe sich gerade mit einem anderen Veranstalter eine neue Messe für Mainz auf die Beine zu stellen. Schließlich sei der Name Rheinland-Pfalz-Ausstellung nicht rechtlich geschützt.

Die vollständige SWR-Meldung findet sich hier.