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Dienstag, 31. März 2026

Der Blick nach vorn: Wir brauchen wieder mehr XMV


In einer übersichtlichen Welt, in der nach verlässlichen Regeln gespielt wurde, war mit (politischem) Willen viel gewonnen. Da wurden gemäß der eigenen Programmatik Prioritäten gesetzt, Pläne gemacht und Ressourcen zu deren Umsetzung beschafft und organisiert. So haben Gesellschaft, Politik und Wirtschaft in der Nachkriegszeit jahrzehntelang zum Wohle vieler funktioniert. Komplexität konnte man Ausblenden, Freund und Feind waren klar benannt, die Umwelt ließ sich geduldig und unwidersprochen ausbeuten. Aber jetzt? (Bild: TemperateSage / Pixabay)

Kolumne von Oliver Schmitt

Dass diese Karo-einfach-Methode nicht mehr so recht funktionieren will, erleben wir gerade am eigenen Leib. Obwohl, die Handlungen von manch mächtigem Akteur erscheinen derart willkürlich und unüberlegt, dass man sich ungläubig die Augen reibt. Anyway: Seit Menschen die Erfahrung machen, dass Wohlstand und Wachstum keine Automatismen (mehr) sind, regieren ungeahnte Verlustängste den Alltag vieler. Weil wir so viel erreicht haben, steht so viel auf dem Spiel. Was unsere Sicherheit gestern noch gefestigt hat – Bürokratie, Beharrlichkeit oder Stereotypen – klebt heute zäh wie Honig an unseren Hacken. Ob große Politik, große Konzerne oder große Vorhaben: Sie haben gemeinsam, dass ihnen alte Gewissheiten, Klumpenrisiken oder sprunghafte Dynamiken drohen, auf die Füße zu fallen.

Und mittendrin wir Messen. Gleichermaßen abhängig von funktionierender Infrastruktur (Nah- und Fernverkehr mit nachvollziehbarer Funktion), offenen Grenzen (rasche Visavergabe und störungsfreier Flugverkehr) und einem Mindestmaß an Vertrauen ineinander. Vor allem letztes wird gerade nach Kräften auf die Probe gestellt.

Das Prinzip des XMV würde da helfen? Was das ist? „Xunder Menschenverstand“, im österreichischen Sprachgebrach auch liebevoll „Hausverstand“ genannt. Dazu noch eine Prise Anstand und Respekt, eine ordentliche Portion Verlässlichkeit kann auch nicht schaden. Wir Messen praktizieren (und fördern!) das seit jeher, geradezu beispielhaft. Es wäre ein Jammer, wenn skrupellose Brandstifter die Voraussetzungen für eine konstruktive und verlässliche Weltordnung schleifen.

Für uns bleibt vorerst nur, dass wir an unseren Tugenden festhalten und mit unseren Messen dafür sorgen, dass sich Marktakteure unterschiedlichster Herkunft und mit unterschiedlichsten Interessen besser verstehen. Das ist nämlich ein Schlüssel für weniger Konflikte auf dieser Welt.

Professionelle Mobilität: IT-Trans zeigte digitale Lösungen


Wie digitale Lösungen zu einem modernen und attraktiven öffentlichen Personenverkehr beitragen, zeigten rund 200 Ausstellenden aus 22 Ländern an ihren repräsentativen und hochwertigen Standpräsentationen auf der IT-Trans in Karlsruhe. Begleitet wurde die Ausstellung von Fachvorträgen der über 130 internationalen Expertinnen und Experten (Bild: Messe Karlsruhe).

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe unterstreicht die Kompetenz des Standorts Karlsruhe für die Fachmesse: „Mit der IT-Trans sind wir erneut der Place-To-Be für die internationale Mobilitätsbranche. Karlsruhe bietet als Innovationsstandort und Reallabor für nachhaltige Mobilität beste Voraussetzungen. Diese werden im sogenannten Karlsruhe Mobility Lab – einzigartig in der Bundesrepublik – sichtbar. Die Erneuerung der Partnerschaft des Karlsruhe Mobility Lab wurde von allen beteiligten Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Institutionen auf der Messe feierlich unterzeichnet.“

Auch Elke Zimmer, MdL, Staatssekretärin des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, betonte die besondere Rolle der Veranstaltung. Sie bezeichnete die IT-Trans als „Hotspot für moderne, nachhaltige Mobilität“. Auf der IT-Trans „bekommt man den Eindruck, was es in der Praxis bedeutet, wenn es digitales Pricing gibt, wenn es digitale Sicherheits-Überwachung gibt, und wenn Digitalisierung tatsächlich besseren öffentlichen Verkehr ermöglicht.“

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Hochkarätiger Auftakt: Interzoo mit Petffod Forum und Sustainability


Am Vortag der Interzoo 2026 (Nürnberg, 12.–15. Mai) informieren zwei Fachkonferenzen Profis der Heimtierbranche über zukunftsweisende Trends und Themen. Das Petfood Forum Europe und die Interzoo Sustainability Conference am 11. Mai läuten die Veranstaltungswoche der Weltleitmesse für Heimtierbedarf ein (Bild: Interzoo).

Das Petfood Forum Europe richtet sich an Fachleute aus der Heimtiernahrungsproduktion. Die eintägige Veranstaltung fokussiert sich auf Technologien und Innovationen, Ernährung, Inhaltsstoffe, Verarbeitung, Sicherheit und Markttrends im Bereich Heimtiernahrung und -snacks. Das Programm richtet sich an Fachleute aus der Tiernahrungsherstellung, Markeninhaber, Rohstofflieferanten, Produktentwickler, Ernährungswissenschaftler sowie Führungskräfte aus der Wirtschaft und umfasst zehn Expertenvorträge sowie praxisnahe Erkenntnisse

Am selben Tag findet ebenfalls die Interzoo Sustainability Conference erstmalig statt. Dieses neue Format bietet CSR- und Nachhaltigkeitsmanagern sowie Experten aus der gesamten Heimtierbranche eine einzigartige internationale Plattform, um sich über Trends und Entwicklungen im Bereich Nachhaltigkeit zu informieren, neue Ansätze zu diskutieren und sich zu vernetzen.

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Swissness plus: Swiss Interior Expo bündelt relevante Player


Als einzige Schweizer Fachmesse für Einrichten und Küche bündelt die Swiss Interior Expo die relevanten Player der Branche – mit konsequentem Fokus auf den Schweizer Markt. Dabei ist das Event jetzt notwendiger denn je, denn mit passgenauen Besuchergruppen aus Handel, Planung sowie Objektgeschäft und zielführenden Sonderformaten liefert die Messe wichtige Impulse (Bild: Trendfairs).

Nach einem anspruchsvollen Jahr 2025 bleibt der Schweizer Küchenmarkt unter Druck. Das Marktvolumen lag mit rund 130.000 Küchen auf Vorjahresniveau. Während der Umbau von Einzelküchen leicht zulegen konnte, war der Objektmarkt von rückläufigen Volumen und starkem Preisdruck geprägt. Für 2026 und 2027 zeichnet sich ein differenzierteres Bild ab: der führende Verband Küche Schweiz prognostiziert ein Wachstum von bis zu vier Prozent. Das Marktvolumen könnte auf rund 132.000 Küchen im Jahr 2026 und auf etwa 134.000 Küchen im Jahr 2027 steigen. Impulse kommen vor allem aus dem Umbausegment, aus Einzelküchenprojekten sowie aus dem mittleren bis gehobenen Eigenheimbereich. In diesem volatilen Umfeld gewinnen Plattformen an Bedeutung, die Markttransparenz schaffen, Entscheidungswege verkürzen und gezielt relevante Akteure zusammenbringen.

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Newsticker smartville.digital: Showroom • Cultura • Inspiration


Smartville bezeichnet sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messewirtschaft in den deutschsprachigen Ländern. Es ist ein Newsroom für Marketing- und Kommunikationsleader, die neue Wege in der Marketingkommunikation suchen. Der Fokus liegt auf „digital first“. Herausgeber ist Urs Seiler. Drei aktuelle Meldungen haben wir für diese Ausgabe ausgewählt (autoXpérience; Foto: Smartville).

Wenn das Palexpo zum Showroom wird

Die autoXpérience Genf unterstreicht die Begeisterung der französischsprachigen Schweizer für Automobile und die anhaltende Bedeutung dieses Sektors in der Region. Eine Stunde vor Messeschluss am 8. März verzeichnete die Ausgabe 2026 bereits 26.300 Besucher, mit besonders hohem Besucheraufkommen über das gesamte Wochenende.

Cultura Suisse im Wirtschaftshub Zürich: Wo Kulturerbe auf Zukunft trifft

Und er bleibt dran: Peter Plan zieht mit der Cultura Suisse, der schweizerischen Fachmesse für Kulturguterhaltung, Denkmalpflege und Museologie, in den Wirtschaftshub Zürich. Am 25. März gibt es eine grandiose Eröffnung. Der Wert für Unternehmen und StudentInnen der Cultura Suisse entsteht aus der einzigartigen Kombination von Fachmesse, Wissenstransfer und Netzwerken.

Vernetzen und inspirieren am New Inspiration Market 2026 im historischen Albisgüetli

Die MICE Gestalterin Ewa Ming lässt nicht locker: Wenn am 26. März der neu renovierte Festsaal des ehrwürdigen Gasthauses Albisgütli zum Treffpunkt für die MICE-Branche wird, werden 100 Event-, Marketing- und HR-EinkäuferInnen und 40 innovative Ausstellende eine Event-Metamorphose für die MICE-, Hospitality- und Eventdienstleistungsbranche gestalten.

Umfassende Modernisierung: VIECON Messe Wien investiert


Die konsequente Weiterentwicklung von VIECON Messe Wien setzt sich fort: Während der langjährige Kulinarik-Partner Gerstner, eine Marke von GOURMET, die gastronomischen Bereiche des Standorts modernisiert und neu konzipiert, treibt VIECON parallel eine Reihe infrastruktureller und digitaler Transformationen voran (Bild: VIECON).

Veranstaltungen benötigen heute weit mehr als reine Funktionsflächen. Sie müssen Orientierung bieten, Atmosphäre schaffen und reibungslose Abläufe ermöglichen. Genau in diese Richtung entwickelt VIECON den Standort weiter – mit einem starken Partner in der Gastronomie und klaren Investitionen in die eigene Infrastruktur.

Parallel zur gastronomischen Transformation setzt VIECON selbst umfassende Maßnahmen zur nachhaltigen Infrastrukturentwicklung um. Besonders sichtbar ist die fortschreitende LED-Umstellung: In den Hallen A und C konnte der Energieverbrauch durch neue Beleuchtungssysteme bereits um rund 70 Prozent reduziert werden – das entspricht jährlich etwa 183,5 Tonnen CO₂. Bis Ende März 2026 sollen rund 90 Prozent aller beleuchtungsrelevanten Bereiche umgerüstet sein.

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Fünf Fragen an: Sabine Tichy-Treimel • FAMA e.V.


Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Derzeit stehen der Reihe nach unsere eigenen Vorstandsmitglieder Rede und Antwort. Nach Henning Könicke, Astrid Jaeger, Stefan Köster, Michael Kynast, Michael Köhler und Robert Ninnemann folgt nun Sabine Tichy-Treimel (im Vorstand für Nachhaltigkeit zuständig), im Hauptberuf selbstständig in Coaching & Beratung in Liechtenstein tätig (Bild: privat).

Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?

Da gibt es einiges, das mich in meinen Gedanken versinken lässt: das letzte Jahr habe ich sehr lernen dürfen von meiner Ausbildung zum systemischen Business Coaching bis zu positiver Psychologie, Coaching und Leadership. In all dieser Zeit beim Lernen, beim Aufsaugen von neuem Wissen, vergesse ich ganz oft die Zeit.

Und natürlich bei meinen Hobbys, nämlich vor allem im Sport, in den Bergen – aktuell beim Skifahren – oder beim Rennradfahren, oder ganz einfach bei einem Waldlauf.

Wie hat sich Deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Ein Thema, das mich die letzten Monate sehr beschäftigt hat, war die positive Psychologie und darauf basierend positive Leadership und das Coaching. Eine meiner Stärken, auch in herausfordernden Zeiten, war mein Optimismus und meine Zuversicht, denn es gibt für alles und jeden eine Lösung.

Was hat sich für mich geändert? Dass es dafür eine Wissenschaft in der Psychologie gibt, wie man seine Stärken einsetzt, wie man mit seinen Emotionen (positive wie negative) umgeht, wie man Beziehung wertschätzend und mit Vertrauen lebt (beruflich wie privat) und vieles mehr.

Was ist das Beste an Deinem Beruf?

Dass man mit Menschen zu tun hat, Menschen dabei unterstützen kann, ein gutes Leben zu führen, Menschen in schwierigen Zeiten begleiten kann. In meiner Netzwerkarbeit ist es mir sehr wichtig, Menschen zusammen zu bringen, die sich gegenseitig einen Mehrwert bieten können. Menschen auf Augenhöhe mit Wertschätzung und Vertrauen zu begegnen.

Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?

Eigentlich jeder, am meisten aber mein Ehemann – der oft kritisch bemerkt, oft recht hat, und mein bester persönlicher Berater und Unterstützer ist.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?

Ui, schon oft daran gedacht, nie in Umsetzung gebracht – derzeit eigentlich unmöglich denkbar. Mit dieser Frage inspirierst Du mich, es doch einmal zu versuchen.

Gebündelter Verkauf: Christian Hoell übernimmt Sales bei inRostock


Die inRostock GmbH stellt ihren Messe- und Veranstaltungsverkauf neu auf. Künftig werden die Messe- und Verkaufsaktivitäten der StadtHalle und HanseMesse Rostock in einem gemeinsamen Geschäftsbereich gebündelt. Ziel ist es, Abläufe zu vereinfachen, Angebote besser aufeinander abzustimmen und beide Häuser noch gezielter am Markt zu positionieren (V.l.: Christian Hoell, Oliver Fudickar, Bild: inRostock).

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Messe- und Veranstaltungsverkaufs wird die Position „Leiter Messe & Veranstaltungsverkauf“ neu etabliert. Zum 1. März 2026 übernahm Christian Hoell diese Aufgabe. Christian Hoell war bisher stellvertretender Leiter des Veranstaltungsverkauf der StadtHalle Rostock und kennt das Portfolio der inRostock GmbH sowie deren Kundenstrukturen sehr gut.

Er verfügt über eine langjährige Verkaufs- sowie Agenturerfahrung und bringt durch seinen beruflichen Werdegang das Wissen aus Kunden-, Veranstalter- und Dienstleisterperspektive mit. Mit der neuen Leitungsfunktion werden die Verkaufs- & Konzeptentwicklungsaktivitäten erstmals zentral für beide Standorte gesteuert. Dadurch sollen die Eigenveranstaltungen und die Gastveranstaltungen effizienter bearbeitet werden, Veranstaltungsanfragen passgenau platziert und die Auslastung von StadtHalle und HanseMesse weiter optimiert werden.

Wir wünschen Christian Hoell in seiner neuen Funktion alles Gute und viel Erfolg.