News

Informationsquelle FAMA-Blog

Hier bloggt der FAMA! Positionen, Kommentare, Meldungen zum Vereinsgeschehen und zur Messewirtschaft mit umfassendem Archiv.
Anregungen und Kommentare können Sie jederzeit per E-Mail an newsletter@fama.de schicken. Mitglieder sollten sich außerdem hier - falls noch nicht geschehen - zum FAMA-Newsletter anmelden, der derzeit acht Mal jährlich erscheint und der auch spezifischere Informationen und Anregungen enthält.

Donnerstag, 30. April 2026

Der Blick nach vorn: Woran müssen Messen sich messen lassen?


Als Fachleute, die wir uns tagein, tagaus in der Welt der Messen bewegen, vergessen wir womöglich allzu leicht, welches Bild wir in der Öffentlichkeit abgeben, welche Erwartungen wir wecken und welche Enttäuschungen wir produzieren. Auch ich werde hin und wieder überrascht, was die Welt da draußen über uns denkt (Bild: generiert mit Perplexity).

Kolumne von Oliver Schmitt

Die Heute-Redaktion des ZDF hat am 19. April in der 17-Uhr-Sendung einen ausführlichen Bericht über Messen gesendet. Titel: Wie wichtig sind Messen noch? Weiter unten im Transkript folgt die Frage, welche Bedeutung Messen in Zeiten der Digitalisierung noch haben. Dann eine Reihe von Stellungnahmen aus der Messewirtschaft. Tenor: Menschliche Begegnung ist unersetzlich, Vertrauen und Glaubwürdigkeit spielen eine große Rolle, Messen sind Spiegelbild der wirtschaftlichen Entwicklung. Der Beitrag endet mit den Worten: „Totgesagte leben länger, sagt man. In der Messebranche trifft das wohl zu.“

Der AUMA hat Ende März seinen AUMA-Aussteller-Ausblick 2026/2027 veröffentlicht. Darin heißt es, dass 59% der 400 regelmäßig befragten Unternehmen ihre Messebeteiligungen konstant halten wollen. Im Durchschnitt wird ein leichter Rückgang von 5,4 (2024/2025) auf 5,1 Messebeteiligungen prognostiziert. Dabei sehen 97,5% der befragten Unternehmen Messen weiterhin als unverzichtbare Plattform für Austausch, Innovation und Geschäftsanbahnung. AUMA-GF Jörn Holtmeier ist sich sicher, dass Unternehmen trotz der unsicheren Welt- und Wirtschaftslage mehrheitlich auf ihre Messebeteiligungen schwören.

Auf Linkedin-Posts zur heute-Sendung wie zum AUMA hatte ich Feedback erhalten: Eine Messebeteiligung sei kein Kulturereignis, sondern ein Investment, das sich rechtfertigen müsse. Ob es wirklich nur der Kampf um die Werbebudgets, der Neid sei, wurde gefragt. Dass der Fokus auf dem Aussteller-Erfolg liegen müsse und dadurch das Besuchserlebnis besser werde. Und ich selbst habe mich gefragt, wie belastbar der dokumentierte Schwur auf Messen ist. Denn ich erledige einen Großteil meiner Dienstreisen aus Überzeugung per Bahn, möchte sie aber dennoch regelmäßig für ihre Performance auf den Mond schießen.

Wie klug ist es, unsere Kunden in vermeintlicher Alternativlosigkeit einzusperren, nur weil sie uns für unverzichtbar halten? Sobald sich eine Alternative auftut, bricht sich der Frust Bahn. Und letztlich haben mittlerweile vom leidensfähigen Boomer bis zur angeblich so ablenkbaren Gen Alpha alle begriffen: Wer in Zeiten von KI auf Nummer sicher gehen will, der muss einander in die Augen schauen. Doch das kann ich an jedem Live-Anlass. Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass auch wir Messen auf diesem Asset aufbauen dürfen. Aber ein bisschen mehr darf’s dann schon sein, oder?

Buchtipp: Veranstaltungs®echt • Praxisfragen bei Messen


Wie schon bei der ersten Auflage gibt Rechtsanwalt Martin Glöckner ein Fachbuch an die Hand, das grundlegende und für die Veranstaltungswirtschaft sehr relevante Kompetenzen vermittelt. Dabei hat der Autor in bewährter Art und Weise eine Sprache gewählt, die sowohl für den interessierten Studierenden als auch den fachlich versierten Experten verständlich ist. Es mag für einen Juristen nicht einfach sein, die im Alltag üblichen Formulierungen so umzubauen, dass sie leicht rezipierbar werden, ohne an Präzision zu verlieren. Hier ist es gelungen (Bild: Verlag Wissenschaft & Praxis).

Für die zweite Auflage stand die Erweiterung um Themen, die im Erscheinungsjahr der ersten Auflage entweder noch keine Relevanz hatten – oder noch nicht existierten, im Fokus.

So etwa KI (Künstliche Intelligenz). In den vergangenen Monaten gab es keine Fachkonferenz in der Messe-, Kongress- und Eventwirtschaft, wo nicht über KI diskutiert, deren Auswirkungen eingeschätzt, Chancen vorgestellt und Risiken beleuchtet wurden.

Veranstaltungs@recht • Praxisfragen des gewerblichen Rechtsschutzes bei Messen und anderen Veranstaltungen, Martin Glöckner,  Herausgeber: Prof. Stefan Luppold, 2., erweiterte Auflage, 153 Seiten, Berlin, 2026, Duncker & Humblot, 49,90 EUR

Doppelter Abschied: Winter und Gilgen treten in Bern ab


Die BERNEXPO AG schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem hohen Umsatz von rund CHF 56 Mio. und einem EBITDA von rund CHF 4.7 Mio. solide ab. CEO Tom Winter wird im zweiten Semester 2026 eine neue Herausforderung außerhalb der BERNEXPO annehmen, und Bruno Battaglia wird neuer CFO (Tom Winter, Bild: BERNEXPO).

Die hohen Investitionen der BERNEXPO AG der letzten Jahre in die Digitalisierung, die Stärkung der Veranstaltungspipeline sowie die neue Festhalle tragen Früchte: Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem hohen Umsatz von über CHF 56 Mio. und einem EBITDA von rund CHF 4.7 Mio. solide ab. Für die Refinanzierung der hohen Investitionen konnten gute Lösungen gefunden werden, und die neue Festhalle ist erfolgreich am Markt positioniert.

Tom Winter hat sich entschieden, im Verlauf des zweiten Semesters 2026 eine neue Herausforderung außerhalb der BERNEXPO anzunehmen. Der Verwaltungsrat dankt ihm für seinen großen persönlichen Einsatz in den vergangenen rund fünf Jahren. Es ist ihm gelungen, das Unternehmen gemeinsam mit dem Verwaltungsrat durch die Corona-Pandemie zu führen. Zudem hat er sukzessive die digitale Kompetenz der BERNEXPO aufgebaut, und die Veranstaltungspipeline für die Zukunft gestärkt. Ein weiteres Highlight bildet der Bau und die Eröffnung der neuen Festhalle, welche ein sehr erfolgreiches erstes Geschäftsjahr hinter sich hat. Der Verwaltungsrat hat den Nachfolgeprozess bereits ausgelöst.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der verschiedenen geopolitischen Verwerfungen sowie die Investitionen für den Bau und die Fertigstellung der neuen Festhalle haben die finanzielle Führung des Unternehmens enorm gefordert. Daher hat sich Jan Gilgen entschieden, von seinem Posten als CFO zurückzutreten, jedoch im Unternehmen zu verbleiben. Der Verwaltungsrat dankt Jan Gilgen herzlich für seinen großen Einsatz. Ab September 2026 wird Bruno Battaglia die CFO-Rolle übernehmen. Bruno Battaglia, ausgewiesener Finanzexperte und Betriebswirtschafter, kennt das Unternehmen hervorragend, da er bereits von 2018 bis 2021 als CFO bei der BERNEXPO tätig war. Der Verwaltungsrat freut sich auf die Zusammenarbeit mit Bruno Battaglia.

Weitere Informationen finden sich hier.

Harmonischer Stabwechsel: Fabienne Meyerhans übernimmt in Luzern


Am 1. Juli 2026 und damit mit dem Start des Geschäftsjahres 2026/2027 geht die Führung der Messe Luzern AG in neue Hände über. Urs Hunkeler, Präsident des Verwaltungsrates, und Markus Lauber, Vorsitzender der Geschäftsleitung, treten aus dem operativen Geschäft zurück. Sie haben gemeinsam die Geschicke der Messe Luzern AG über 35 Jahre geprägt (V.l.: Urs Hunkeler, Fabienne Meyerhans, Silvan Auf Der Maur, Markus Lauber, Bild: Messe Luzern).

Die Funktion als CEO wird Fabienne Meyerhans übernehmen. Sie ist seit 2006 in verschiedenen Funktionen für die Messe Luzern AG tätig, unter anderem als Messeleiterin und als Leiterin Marketing und Kommunikation. Vor zwei Jahren übernahm sie die Verantwortung für den Bereich Messen. Seit 2016 ist Fabienne Meyerhans auch Mitglied der Geschäftsleitung. Markus Lauber freut sich über die interne Nachfolgeregelung: „Fabienne bringt umfassende Branchenkenntnisse, Führungserfahrung und ein tiefes Verständnis für die Messe Luzern AG mit. Sie hat die Weiterentwicklung unseres Unternehmens entscheidend mitgestaltet. Ich bin überzeugt, dass sie die Messe Luzern mit Weitblick und Engagement in die nächste Phase führen wird.“

Die 45-jährige Luzernerin freut sich auf die neue Aufgabe und das entgegengebrachte Vertrauen: „Die Messe Luzern AG steht für starke regionale Verankerung und gleichzeitig für eine hohe Innovationskraft im Veranstaltungswesen. Gemeinsam mit dem Team der Messe Luzern möchte ich uns weiterhin als Kompetenzpartnerin zur Mobilisierung und Stärkung von Märkten und Branchen positionieren.“

Weitere Informationen finden sich hier.

Newsticker smartville.digital: Yodel • Eigenheimmessen • Hope & Glory


Smartville bezeichnet sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messewirtschaft in den deutschsprachigen Ländern. Es ist ein Newsroom für Marketing- und Kommunikationsleader, die neue Wege in der Marketingkommunikation suchen. Der Fokus liegt auf „digital first“. Herausgeber ist Urs Seiler. Drei aktuelle Meldungen haben wir für diese Ausgabe ausgewählt (Wirtschaftsminister Guy Parmelin an der BEA-Eröffnung; Foto: Smartville).

Yodel-Rock und Instragram-Phänomen erleuchten BEA-Eröffnung

Für einmal war es nicht ein Branchenvertreter (oder wir selber!), sondern kein Geringerer als der schweizerischer Bundesrat Guy Parmelin, der darüber aufklärte, warum Messen wie die BEA so wichtig sind. Und doch schaut man jetzt schon mit etwas Wehmut auf diese magistrale BEA Eröffnungsfeier zurück, da ihre Dirigenten, sowohl CEO Tom Winter als auch ihr Verwaltungsratspräsident Peter Stähli, die Bernexpo Groupe verlassen.

Positiver Verlauf der Eigenheimmessen in Thun und Solothurn

Die Eigenheim Messe Thun 2026 überrascht auf allen Ebenen und Solothurn 2026 bestätigt ihren Status als größte Fachmesse im Kanton für die Bereiche Bauen, Sanieren, Wohnen.

Connecting Hope & Glory: Nüssli international vielfach ausgezeichnet

Mit der Rückgabe des Kuwait-Grundstücks hat Nüssli das letzte Kapitel der Expo 2025 Osaka erfolgreich abgeschlossen. Die anderen Pavillon-Grundstücke waren bereits termingerecht rückgebaut und in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

Fünf Fragen an: Oliver Schmitt • FAMA e.V.


Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Derzeit steht der Reihe nach das FAMA-Team Rede und Antwort. Nach den Vorständen Henning Könicke, Astrid Jaeger, Stefan Köster, Michael Kynast, Michael Köhler, Robert Ninnemann und Sabine Tichy-Treimel folgt diesmal Oliver Schmitt, der für die Newsletter-Redaktion und die Social-Media-Auftritte des FAMA sorgt und im Hauptberuf als Partner der Messe-Strategieberatung agendum tätig ist (Bild: Nicole Maskus).

Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?

Eines meiner Lebensmottos lautet ja „Zeit vergeht nicht, Zeit entsteht“. Ich kann mich wunderbar in der Natur verlieren und genieße das sehr, wenn Zeit entsteht. Aber leider passiert das sich verlieren auch in der digitalen Welt der sozialen Medien. Schwupps, sind zwei Stunden vorbei. Ein ganz unangenehmes Beispiel dafür, wenn die Zeit mich vergisst.

Wie hat sich Deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Ach herrje, das passiert andauernd; und nicht etwa, weil ich so wankelmütig wäre. Die Welt verändert sich einfach rasant und es fällt mir manchmal schwer, bei allem, was mich interessiert, auf dem Laufenden zu bleiben. Dann bin ich dankbar für Menschen und Begegnungen, die mir helfen, Dinge einzuordnen. Das können Fachleute, das enge Umfeld, aber auch Zufallsbegegnungen sein.

Ganz konkret hadere ich mit der fortschreitenden Militarisierung der Welt, die ich im Grunde für eine gewaltige Verschwendung halte. Aber sich einem Aggressor ergeben? Das scheint mir eine noch schlechtere Idee zu sein.

Was ist das Beste an Deinem Beruf?

Fast alles, denn ich liebe meinen Beruf! Mein Tätigkeitsfeld für den FAMA umfasst die Welt der Messe-Neuigkeiten, die mich auch persönlich brennend interessieren. Als Strategieberater bin ich für die unterschiedlichsten Messen und ihre Veranstalter tätig und darf mit ihnen Veränderung aktiv gestalten. Was gibt es Schöneres?

Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?

Wenn ich falsch liege, dann bin ich unendlich dankbar für Jede*n, die oder der mich darauf hinweist. Klar macht auch der Ton die Musik, aber die Dankbarkeit überwiegt fast immer. Und die Perspektiven anderer sind eigentlich immer bereichernd, dafür muss man selber gar nicht komplett falsch liegen.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?

Das wäre tatsächlich eine gewaltige Herausforderung! Schlimme Zeitfresser wie Tiktok habe ich bereits von meinem Gerät gelöscht. Bei 12 FAMA-Newslettern pro Jahr und anspruchsvollen Social-Media-Kanälen in einer schnelllebigen Branche ist der vollständige Verzicht praktisch kaum umsetzbar.

Außer der Himmel schickt mir eine kraftvolle Assistenz, die das Aufspüren und Einordnen mal eine Woche für mich übernimmt. Dann wäre es bestimmt einen Versuch wert.

Küchenwohntrends: Größte Fachmesse im deutschsprachigen Raum


Das Messedoppel küchenwohntrends & möbel austria geht in die achte Auflage. Vom 28. bis 30. April 2027 wird Salzburg erneut zum zentralen Treffpunkt für die Küchen- und Einrichtungsbranche. Das Konzept ist klar auf Erfolg ausgelegt: drei kompakte Messetage, ein konsequenter B2B-Fokus und ein Publikum, das Entscheider aus Handel, Handwerk, Architektur/Planung und Industrie an einem Ort, zentral und gut erreichbar, zusammenbringt (Bild: trendfairs).

Die letzte Ausgabe setzte neue Maßstäbe: Knapp 7.000 Fachbesucher kamen 2025 nach Salzburg – ein Zuwachs von über 18 Prozent gegenüber der Vorveranstaltung. Die Rückmeldung der Aussteller unterstreichen die Bedeutung der Fachmesse. 83 Prozent der Aussteller bewerteten die Messe als „erfolgreich" oder „sehr erfolgreich", 87 Prozent zeigten sich mit der Kontaktqualität „zufrieden" oder „sehr zufrieden", 90 Prozent hielten die Veranstaltung für „(sehr) bedeutend" für die Branche.

Das bestätigt auch der größte europäische Küchenhersteller nobilia: „Die diesjährige küchenwohntrends & möbel austria war aus Sicht von nobilia eine gelungene Veranstaltung, die von einer durchgehend positiven Messe- und Branchenstimmung begleitet war. trendfairs und das gesamte Organisationsteam haben in Salzburg eine starke und stabile Plattform etabliert, die es den teilnehmenden Herstellern ermöglicht, ihr Fachhandelsportfolio wirkungsvoll zu präsentieren“, so Günter Rassner, Area Sales Manager Österreich, nobilia GmbH.

Weitere Informationen finden sich hier.

Shopping genießen: Ried lädt zur Shopping Night


Ried lädt unter dem Motto „shoppen & genießen“ zur Shopping Night am Freitag, den 8. Mai 2026 ein. Ein Nachmittag und Abend voller Einkaufserlebnisse, besonderer Angebote, ausgezeichneter Kulinarik, zahlreicher Neuheiten, bester Live-Musik und einem großartigen Rahmenprogramm erwartet die großen und kleinen Besucher der Stadt (Bild: Messe Ried).

Ein roter Teppich wird wieder die Weberzeile mit der Innenstadt verbinden. Dieser wird auf den Stelzhamerplatz verlängert und auch in der Rathausgasse verlegt.

Die Geschäfte der Rieder Innenstadt und der Weberzeile öffnen ihre Türen für einen besonderen Abend, mit großartigen Shopping Angeboten und einem speziellen und vielfältigen Rahmenprogramm. Die BesucherInnen dürfen sich auf zahlreiche attraktive Sonderaktionen freuen. Das Programm unter dem Motto „shoppen & genießen“ macht den Besuch der Stadt Ried zu einem echten Erlebnis.

Von Live-Musik mit „Dorian“ am Stelzhamerplatz über den Abend-Genussmarkt bis hin zu Maibaumfest und Kinderschminken, Ried erlebt ein begeisterndes Programm und ein optisches Highlight mit einem rund 350 m langen roten Teppich.

Weitere Informationen finden sich hier.