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Mittwoch, 27. Mai 2026

Der Blick nach vorn: Does size matter?


Deutschland ist das Land der großen Weltleitmessen. Geostrategisch liegen wir dazu ziemlich günstig inmitten eines der stärksten Wirtschaftsräume und gut zu den Hotspots USA, Südamerika im Westen oder Südostasien und China im Osten positioniert. Die globale Arbeitsteilung hat unserer exportorientierten Wirtschaft lange Zeit perfekt in die Karten gespielt und die großen Messen brachten globale Nachfrage mit unserem Angebot in Berührung. Jetzt gerät die Weltwirtschaft durcheinander – und damit auch unser Geschäftsmodell? (Bild: generiert mit Perplexity)

Kolumne von Oliver Schmitt

Im anglo-amerikanischen Raum wurde traditionell ein anderes Modell praktiziert. Einerseits haben die großen Publisher Messethemen aus ihren Verlagsprodukten heraus entwickelt. Andererseits erfanden Vollblut-Entrepreneure neue Messethemen (oder kauften diese auf). Beiden gemeinsam war und ist, dass sie diese rasch einem Geo-Cloning unterzogen und so globale Reichweite erschufen.

Dass dieses Geschäftsmodell auch von außen als belastbar und zukunftsfähig betrachtet wird, belegt das weiterhin lebendige Geschäft mit Mergers & Acquisitions, mit dem sich finanzstarke Investoren die immer noch erklecklichen Renditen sichern wollen. Um Deutschland machen diese jedoch – notgedrungen – einen Bogen, denn hier steht ja nichts zum Verkauf. Wie sich das andernfalls verhielte bleibt vorerst ein Mysterium.

Angesichts der nicht enden wollenden Volatilitäten im globalen Welthandel könnte es auch zu einer Renaissance der großen Weltleitmessen kommen, die ja in den letzten Jahren ohnehin maßgeblich durch ausländische Aussteller und Besuchende wachsen konnten. Eine Frage, die sich stellt, ist halt, wie sich diese Formate verhalten, wenn die großen Marktführer aus Deutschland und Europa weiterhin schwächeln.

Auch die Tatsache, dass das Kränkeln der Automobilindustrie sich über kurz oder lang in fast allen Investitionsgütermessen bemerkbar macht, könnte an der Resilienz der Flaggschiffmessen nagen. Die Konsumgütermessen haben ohnehin ihr ganz spezielles Päckchen zu tragen, sorgt doch die anhaltende Konzentration im Groß- und Einzelhandel für tektonische Verschiebungen auf der Nachfragerseite.

Für die Zukunft von Messen und Ausstellungen als solche ist mir allerdings nicht bange. Als multifunktionale Marketing-Instrumente haben sie sich über Epochen hinweg immer wieder neu erfunden. Die Messemenschen innewohnende Neugierde und Experimentierfreunde zeigt sich insbesondere und erfreulicherweise gerade im Kreis unserer Mitglieder. Mit kreativen, innovativen Formaten, die sich konsequent am Mehrwert für die beteiligten Stakeholder orientieren, rückt Größe zugunsten von Agilität und Kundenorientierung in den Hintergrund. Das hat was, oder?

Mitglieder stellen sich vor: Ralf Nüsser • Koelncongress GmbH


Der FAMA gewinnt kontinuierlich neue Mitglieder, die wir dann hier vorstellen, damit sie sich schneller ins Netzwerk unseres Verbandes einfügen und sich unsere bestehenden Mitglieder ein Bild machen können. Doch auch all jene Mitglieder, die schon länger im FAMA vertreten sind, wollen wir hier sukzessive vorstellen. Diesmal an der Reihe ist die Koelncongress GmbH. Mit rund 1.600 Veranstaltungen pro Jahr zählt das Unternehmen zu den führenden Veranstaltungsdienstleistern in Deutschland. Geschäftsführer Ralf Nüsser beantwortet uns einige Fragen (Bild: Koelncongress).

Eingebettet in die Koelnmesse verfügt Koelncongress über ein beeindruckendes Spektrum an Veranstlktungsvenues. Was ist das Besondere an ihrer Ausrichtung und ihrem Geschäft?

Das Besondere an Koelncongress ist sicherlich die einzigartige Kombination aus Messe-, Kongress- und Eventkompetenz unter einem Dach. Wir sind mit unseren Locations extrem breit aufgestellt, vom Messegelände wo wir zahlreiche Gastmessen bedienen, über das neue Confex für Kongresse und Corporate Events, Gürzenich Köln, Flora Köln, die Rheinterrassen und ein großartiges Open-Air Konzertgelände, den Tanzbrunnen. Ab Januar 2027 übernehmen wir mit der Design Post ein weiteres Objekt. Somit dürfen wir pro Jahr rund 1.600 Veranstaltungen aller Art abwickeln.

Dabei belegen zahlreiche Kunden nicht nur eine Location, sondern wir ergänzen für jegliche Rahmenveranstaltungen und Side Events ‚inhouse‘ mit unserem eigenen Portfolio und bieten sämtliche dazugehörige Dienstleistungen an - alles aus einer Hand. Das Messe- und Veranstaltungsgeschäft ist von permanentem Wandel geprägt.

Wie hat sich Koelncongress zuletzt entwickelt und womit rechnen Sie in den kommenden Jahren?

Erfreulicherweise spüren wir den wieder wachsenden Drang nach Präsenzveranstaltungen, idealerweise mit günstigsten Verkehrsanbindungen in angenehmer Gastgeberatmosphäre. Damit sind wir in Köln durch die extrem ideale Lage, die Nähe zu den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Großbritannien sowie durch die Freude der Kölnerinnen und Kölner, Gäste in unserer schönen Stadt willkommen zu heißen, der perfekte Veranstaltungsstandort.

Wir rechnen mit viel Bewegung am Markt: Events sollen heute flexibler, erlebnisorientierter, technologisch hochwertiger und gleichzeitig nachhaltiger sein. Außerdem steht die Aufenthaltsqualität im Fokus: Veranstalter achten darauf, wo sich ihre Teilnehmer wohlfühlen.

Bei etlichen neuen Veranstaltungen, z.B. im Confex, erleben wir, dass die jeweiligen Teilnehmerzahlen extrem steigen. Köln ist eine weltoffene, herzliche Stadt mit großartiger Geschichte, zahlreichen Hotels, bunter Gastronomie für jeden Geschmack und einer unvergleichbaren Atmosphäre, wenn es darum geht, neuen Begegnungen gegenüber offen zu sein.

Menschen möchten sich begegnen, Netzwerke pflegen und gemeinsame Erlebnisse schaffen. Genau dafür bietet Köln und unsere Locations hervorragende Voraussetzungen.

Welchen Stellenwert messen Sie Entwicklungen wie Digitalisierung und künstlicher Intelligenz für die Abläufe in ihrem Unternehmen bei und wie werden diese die Customer Journey ihrer Kunden (Veranstalter und Teilnehmende) zukünftig beeinflussen?

Für uns bei Koelncongress ist wichtig, die technologischen Möglichkeiten immer aus Sicht des tatsächlichen Nutzens für Veranstalter und Gäste zu denken. Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit digitalen Lösungen und auch mit KI-gestützten Anwendungen.

Dabei unterscheiden wir zwischen dem digitalen Nutzen im Vorfeld einer Veranstaltung und der Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowie des Informationsangebots vor Ort. Veranstalter erwarten heute schnelle, präzise und möglichst unkomplizierte Zugänge zu Informationen, Verfügbarkeiten, Planungsdaten oder Serviceangeboten. Gleichzeitig möchten Besucherinnen und Besucher vor und während ihres Aufenthalts intuitiv informiert und begleitet werden – möglichst personalisiert und in Echtzeit.

Trotzdem bleibt für uns eines entscheidend: Veranstaltungen sind und bleiben ein People Business. Die persönliche Beratung, das Gespür für individuelle Anforderungen, unser Gegenüber im direkten Gespräch, vielleicht sogar seine oder ihre Tagesform wichtig. Denn nur durch den stetigen Austausch kennen wir den detaillierten, ehrlichen Bedarf des Gegenübers und oft entsteht die beste Lösung erst im persönlichen Gespräch.

Welche Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und wie gehen Sie ganz konkret damit um?

Als Tochtergesellschaft der Koelnmesse spiegeln wir deren Grundsätze der Nachhaltigkeit und Verantwortung. Seit 2012 sind wir aber bereits Mitglied und Unterstützer des Nachhaltigkeitskodex "fairpflichtet". Damit bekennen sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Organisation und Durchführung von Kongressen und Veranstaltungen zu ihrer unternehmerischen Verantwortung für Nachhaltigkeit – in allen relevanten ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten.

Warum ist Koelncongress Mitglied im FAMA und was erwarten Sie von unserer Gemeinschaft in Zukunft?

Weil wir dort unsere Gastmesseveranstalter und Veranstalter, die noch nicht bei uns gebucht haben, treffen. Weil wir den Austausch auf Augenhöhe schätzen, das großartige Netzwerk auch mit kleineren Veranstaltungsstätten, auf Ideen zu neuen Formaten kommen und letztendlich mag ich diese wunderbaren Rechtsberatungsstunden, die schon eigentlich vergnügungssteuerpflichtig sind.

Von der Zukunft erwarte ich, dass diese wunderbare Gemeinschaft stabil zusammenbleibt, auf dem Boden der Realitäten und im kollegialen, freundschaftlichen Miteinander.

Wir bedanken uns für das Gespräch.

Neue Fachmesse 2: CAR360 von Vogel Event Solutions


Die Vogel Event Solutions (VES), eine 100%-Tochter der Vogel Communications Group (VCG), startet 2027 eine weitere, neue Fachmesse: Die CAR360 rund um die Themen Automotive Glass, Smart Repair, Car Care und Car Detailing wird am 20. November 2027 im Vogel Convention Center in Würzburg stattfinden. Es handelt sich um eine Kooperation gemeinsam mit den beiden Verbänden Bundesverband der Autoglaser e.V. und Bundesverband Ausbeultechnik und Hagelinstandsetzung e.V. (CAR360 Veranstaltungsteam, Bild: VES).

„VOGEL ist seit über 110 Jahren publizistisch mit führenden Medien im Automarkt tätig. Mit dieser Branchenkenntnis und der zentralen Lage mitten in Deutschland bieten wir der Branche eine attraktive Plattform und sind der passende Partner“, erläutert Wolfgang Thiel, Director Product Management Events der VES: „Der Schwerpunkt dieses Treffens für Fach- und Branchenexperten liegt im Hands on, also im konkreten Ausprobieren.“

Neben aktuellen Trends und Techniken gibt es Messestände mit Live-Demonstrationen und ein Begleitprogramm mit Fachvorträgen. Ein Netzwerkevent am Vorabend rundet für die Aussteller und Messebesucher das Programm ab. Die Veranstalter rechnen mit 50 Ausstellern und rund 1.000 Besuchern. Das Tagesticket kostet 99 Euro, das Vorabendprogramm 49 Euro.

Die vollständige Meldung findet sich hier.

Großes Ding: Westfalenhallen starten bauliches Entwicklungsprojekt


Die Westfalenhallen Unternehmensgruppe richtet ihren südlichen Geländebereich neu aus. Mit zwei neuen Messehallen, einem modernen Eingang Süd und einem neuen Kongresszentrum entsteht das größte zusammenhängende Infrastrukturprojekt in der 100-jährigen Geschichte der Unternehmensgruppe. Das Projekt stärkt insbesondere die Messe Dortmund GmbH und die Kongress Dortmund GmbH und schafft moderne Infrastruktur für Messen, Kongresse und Veranstaltungen (V.l.: Alexander Kalouti, OB Stadt Dortmund; Sabine Loos, GF Westfalenhallen Unternehmensgruppe; Bild: Westfalenhallen).

Die Westfalenhallen Unternehmensgruppe, zu der die Messe Dortmund GmbH, die Kongress Dortmund GmbH und die Westfalenhalle GmbH gehören, setzt derzeit eines der bedeutendsten baulichen Entwicklungsprojekte ihrer Geschichte um. Im südlichen Bereich des Geländes entstehen zwei neue Messehallen, ein neuer Eingang Süd und ein neues Kongresszentrum. Damit wird ein zentraler Bereich des bestehenden Messe-, Kongress- und Veranstaltungsstandorts neu geordnet und funktional gestärkt.

„Dieses Projekt ist eine Investition in die Zukunft. Wir modernisieren einen bestehenden, intensiv genutzten Veranstaltungsstandort und schaffen neue Möglichkeiten für Messen, Kongresse und Veranstaltungen in Dortmund. Mit diesem Infrastrukturprojekt stärken wir die Westfalenhallen als Plattform für starke Eigenveranstaltungen, erfolgreiche Gastformate und neue Themenmärkte“, sagt Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe.

Die vollständige Meldung findet sich hier.

25 Jahre: Giardina feiert erfolgreiches Jubiläum


Die Giardina 2026 schloss nach fünf erfolgreichen Tagen ihre Tore und blickt auf eine inspirierende Jubiläumsausgabe zurück. Unter dem Leitthema „Der Baum – Die Seele des Gartens“ verwandelten rund 250 Ausstellende die Messe Zürich in eine eindrucksvolle Erlebnislandschaft. Highlight waren auch in diesem Jahr die 20 begehbaren Gartenwelten, welche das Publikum inspirierten. Insgesamt besuchten rund 60.000 Gartenbegeisterte die diesjährige Veranstaltung (Bild: MCH Group).

Die Giardina 2026 zeigte eindrucksvoll, welche zentrale Rolle Bäume in der modernen Garten- und Landschaftsarchitektur spielen. Als strukturgebendes Element, Schattenspender und wichtiger Bestandteil ökologischer Kreisläufe prägte das Leitthema zahlreiche Ausstellungsprojekte. Die präsentierten Gärten machten sichtbar, wie ästhetische Gestaltung, Klimaanpassung und Biodiversität zunehmend zusammengedacht werden. Ein Trend, der die Branche nachhaltig prägt.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Mastergarten des britischen Landschaftsarchitekten Tom Stuart-Smith. Sein über 240 Quadratmeter großer Garten überzeugte mit ruhiger Formsprache, präziser Materialität und einer kraftvollen Bauminszenierung. Der international renommierte Gestalter setzte damit einen der gestalterischen Höhepunkte der diesjährigen Giardina und unterstrich die wachsende Bedeutung hochwertiger Gartenarchitektur.

Die vollständige Meldung findet sich hier.

Newsticker smartville.digital: Intelligenz • Markenbildung • Präzisionstechnik


Smartville bezeichnet sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messewirtschaft in den deutschsprachigen Ländern. Es ist ein Newsroom für Marketing- und Kommunikationsleader, die neue Wege in der Marketingkommunikation suchen. Der Fokus liegt auf „digital first“. Herausgeber ist Urs Seiler. Drei aktuelle Meldungen haben wir für diese Ausgabe ausgewählt (Automated Mobility Summit Zürich; Foto: Smartville).

Intelligenz und Daten am ersten Automated Mobility Summit

Am 4. und 5. Mai 2026 wurde der Innovation Park Zurich zum Schauplatz einer technologischen Premiere: Der erste Automated Mobility Summit (AMS) versammelte die europäische Elite des autonomen Fahrens.

Ist dein Event ein Umsatzmotor oder nur Imagefaktor?

Wirtschaftliche Unsicherheit ist kein Problem für starke Events – sie ist ein Filter. Wenn Dein Event zum Umsatztreiber wird, erübrigt sich die unsägliche Kostendiskussion. Controller können jetzt durchwinken. Drei Impulse.

Innovations- und Technologietransfer der Präzisionstechnik

Die preXcon konkretisiert ihr Programm: Die neue Fachveranstaltung für den Innovations- und Technologietransfer der Präzisionstechnik basiert auf sechs Schwerpunktthemen und elf klar strukturierten Sessions.

Neue Fachmesse 1: CASA ab 2027 in Salzburg


Vom 28. bis 30. April 2027 wird das Messezentrum Salzburg zum zentralen Treffpunkt für den Fachhandel der Wohn- und Einrichtungsbranche. Mit der CASA rückt eine neue Fachmesse ins Rampenlicht, die ganz im Zeichen von kreativer Raumausstattung, Raumgestaltung und Wohndesign steht. Parallel dazu finden die küchenwohntrends und die möbel austria statt – und schaffen gemeinsam ein starkes Messeumfeld mit hoher Fachkompetenz und wertvollen Synergien (Bild: Messezentrum Salzburg).

„Ein starkes Miteinander, das für alle Beteiligten einen Mehrwert bringt, so kann man den Neustart der CASA beschreiben. Durch die Verbindung der Fachformate küchenwohntrends und möbel austria entsteht ein sehr breites und allumfassendes Produktspektrum für unsere Fachbesucher aus dem Bereich der Raumgestaltung. Ein Ort und ein Datum mit einem breiten Angebot soll für regen Zulauf aus Österreich und den angrenzenden Ländern sorgen. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Veranstaltungspartnern und Ausstellern, die diesen neuen Weg mit uns einschlagen“, so Alexander Kribus, Geschäftsführer der Messezentrum Salzburg GmbH.

Die CASA 2027 konzentriert sich in Halle 1 des Messezentrums Salzburg auf ein klar definiertes, fachlich starkes Spektrum rund um textile und innenraumbezogene Gestaltung. Präsentiert werden unter anderem Haus- und Heimtextilien, Möbel- und Dekostoffe, Bodenbeläge, Wandgestaltung und Farbe sowie Sonnenschutzlösungen. Ergänzt wird das Portfolio durch Angebote aus den Bereichen Schlafen, Zubehör, Technik sowie Dienstleistungen und Services.

Die vollständige Meldung findet sich hier.

Fünf Fragen an: Juliane Heißer • FAMA e.V.


Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Derzeit steht der Reihe nach das FAMA-Team Rede und Antwort. Nach den Vorständen Henning Könicke, Astrid Jaeger, Stefan Köster, Michael Kynast, Michael Köhler, Robert Ninnemann, Sabine Tichy-Treimel und Kommunikator Oliver Schmitt folgt diesmal Juliane Heißer, die unsere Geschäftsstelle leitet und zugleich Pressereferentin bei der AFAG ist (Bild: DCONex/Alex Musial).

Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?

So richtig abschalten kann ich in meiner kleinen Küche. Ich koche wahnsinnig gerne für Familie und Freunde und kann dort stundenlang beim Schnippeln, Rühren oder Fermentieren (bin da echt anfällig für so Themen) abschalten. Und als toller Nebeneffekt kann ich dann auch immer dankbare Esser glücklich machen.

Wie hat sich Deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Ein konkretes Thema fällt mir hier gerade nicht ein. Nicht weil ich glaube immer recht zu haben, sondern eher, weil Meinungsbildung für mich ein ständiger Prozess ist. Ich höre prinzipiell gerne zu, tausche mich gerne aus und finde es spannend auch andere Perspektiven einzunehmen. Schon allein daheim mit diskussionsfreudigen Kids ist es immer hilfreich Dinge auch mal neu zu denken. Bei guten Argumenten lasse ich mich auch gerne überzeugen.

Was ist das Beste an Deinem Beruf?

Eindeutig die Vielfalt der Themen, der Aufgaben und die vielen tollen ganz unterschiedlichen Menschen mit denen ich zusammenarbeiten darf. Es wird eindeutig nie langweilig und außerhalb der Messebranche würde man vermutlich von etwa sieben Berufen sprechen.

Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?

Ich denke, dass ich kritikfähig bin und nachdem man mir eine spitze Zunge nachsagt, sollte wer austeilt, auch einstecken können. In diesem Sinne, jeder. (Ich finde nur sachlich sollte es bleiben.)

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?

Also privat würde ich sicher eine Woche auskommen – mehr lesen, endlich mal wieder kreativ werden, vielleicht sogar mal Langeweile haben. Im Urlaub sicherlich eine verlockende Idee. Aber beruflich würde wahrscheinlich die Unruhe überwiegen etwas zu verpassen.