Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Derzeit steht der Reihe nach das FAMA-Team Rede und Antwort. Nach den Vorständen Henning Könicke, Astrid Jaeger, Stefan Köster, Michael Kynast, Michael Köhler, Robert Ninnemann und Sabine Tichy-Treimel folgt diesmal Oliver Schmitt, der für die Newsletter-Redaktion und die Social-Media-Auftritte des FAMA sorgt und im Hauptberuf als Partner der Messe-Strategieberatung agendum tätig ist (Bild: Nicole Maskus).
Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?
Eines meiner Lebensmottos lautet ja „Zeit vergeht nicht, Zeit entsteht“. Ich kann mich wunderbar in der Natur verlieren und genieße das sehr, wenn Zeit entsteht. Aber leider passiert das sich verlieren auch in der digitalen Welt der sozialen Medien. Schwupps, sind zwei Stunden vorbei. Ein ganz unangenehmes Beispiel dafür, wenn die Zeit mich vergisst.
Wie hat sich Deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?
Ach herrje, das passiert andauernd; und nicht etwa, weil ich so wankelmütig wäre. Die Welt verändert sich einfach rasant und es fällt mir manchmal schwer, bei allem, was mich interessiert, auf dem Laufenden zu bleiben. Dann bin ich dankbar für Menschen und Begegnungen, die mir helfen, Dinge einzuordnen. Das können Fachleute, das enge Umfeld, aber auch Zufallsbegegnungen sein.
Ganz konkret hadere ich mit der fortschreitenden Militarisierung der Welt, die ich im Grunde für eine gewaltige Verschwendung halte. Aber sich einem Aggressor ergeben? Das scheint mir eine noch schlechtere Idee zu sein.
Was ist das Beste an Deinem Beruf?
Fast alles, denn ich liebe meinen Beruf! Mein Tätigkeitsfeld für den FAMA umfasst die Welt der Messe-Neuigkeiten, die mich auch persönlich brennend interessieren. Als Strategieberater bin ich für die unterschiedlichsten Messen und ihre Veranstalter tätig und darf mit ihnen Veränderung aktiv gestalten. Was gibt es Schöneres?
Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?
Wenn ich falsch liege, dann bin ich unendlich dankbar für Jede*n, die oder der mich darauf hinweist. Klar macht auch der Ton die Musik, aber die Dankbarkeit überwiegt fast immer. Und die Perspektiven anderer sind eigentlich immer bereichernd, dafür muss man selber gar nicht komplett falsch liegen.
Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?
Das wäre tatsächlich eine gewaltige Herausforderung! Schlimme Zeitfresser wie Tiktok habe ich bereits von meinem Gerät gelöscht. Bei 12 FAMA-Newslettern pro Jahr und anspruchsvollen Social-Media-Kanälen in einer schnelllebigen Branche ist der vollständige Verzicht praktisch kaum umsetzbar.
Außer der Himmel schickt mir eine kraftvolle Assistenz, die das Aufspüren und Einordnen mal eine Woche für mich übernimmt. Dann wäre es bestimmt einen Versuch wert.
