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Mittwoch, 27. Mai 2026

Mitglieder stellen sich vor: Ralf Nüsser • Koelncongress GmbH


Der FAMA gewinnt kontinuierlich neue Mitglieder, die wir dann hier vorstellen, damit sie sich schneller ins Netzwerk unseres Verbandes einfügen und sich unsere bestehenden Mitglieder ein Bild machen können. Doch auch all jene Mitglieder, die schon länger im FAMA vertreten sind, wollen wir hier sukzessive vorstellen. Diesmal an der Reihe ist die Koelncongress GmbH. Mit rund 1.600 Veranstaltungen pro Jahr zählt das Unternehmen zu den führenden Veranstaltungsdienstleistern in Deutschland. Geschäftsführer Ralf Nüsser beantwortet uns einige Fragen (Bild: Koelncongress).

Eingebettet in die Koelnmesse verfügt Koelncongress über ein beeindruckendes Spektrum an Veranstlktungsvenues. Was ist das Besondere an ihrer Ausrichtung und ihrem Geschäft?

Das Besondere an Koelncongress ist sicherlich die einzigartige Kombination aus Messe-, Kongress- und Eventkompetenz unter einem Dach. Wir sind mit unseren Locations extrem breit aufgestellt, vom Messegelände wo wir zahlreiche Gastmessen bedienen, über das neue Confex für Kongresse und Corporate Events, Gürzenich Köln, Flora Köln, die Rheinterrassen und ein großartiges Open-Air Konzertgelände, den Tanzbrunnen. Ab Januar 2027 übernehmen wir mit der Design Post ein weiteres Objekt. Somit dürfen wir pro Jahr rund 1.600 Veranstaltungen aller Art abwickeln.

Dabei belegen zahlreiche Kunden nicht nur eine Location, sondern wir ergänzen für jegliche Rahmenveranstaltungen und Side Events ‚inhouse‘ mit unserem eigenen Portfolio und bieten sämtliche dazugehörige Dienstleistungen an - alles aus einer Hand. Das Messe- und Veranstaltungsgeschäft ist von permanentem Wandel geprägt.

Wie hat sich Koelncongress zuletzt entwickelt und womit rechnen Sie in den kommenden Jahren?

Erfreulicherweise spüren wir den wieder wachsenden Drang nach Präsenzveranstaltungen, idealerweise mit günstigsten Verkehrsanbindungen in angenehmer Gastgeberatmosphäre. Damit sind wir in Köln durch die extrem ideale Lage, die Nähe zu den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Großbritannien sowie durch die Freude der Kölnerinnen und Kölner, Gäste in unserer schönen Stadt willkommen zu heißen, der perfekte Veranstaltungsstandort.

Wir rechnen mit viel Bewegung am Markt: Events sollen heute flexibler, erlebnisorientierter, technologisch hochwertiger und gleichzeitig nachhaltiger sein. Außerdem steht die Aufenthaltsqualität im Fokus: Veranstalter achten darauf, wo sich ihre Teilnehmer wohlfühlen.

Bei etlichen neuen Veranstaltungen, z.B. im Confex, erleben wir, dass die jeweiligen Teilnehmerzahlen extrem steigen. Köln ist eine weltoffene, herzliche Stadt mit großartiger Geschichte, zahlreichen Hotels, bunter Gastronomie für jeden Geschmack und einer unvergleichbaren Atmosphäre, wenn es darum geht, neuen Begegnungen gegenüber offen zu sein.

Menschen möchten sich begegnen, Netzwerke pflegen und gemeinsame Erlebnisse schaffen. Genau dafür bietet Köln und unsere Locations hervorragende Voraussetzungen.

Welchen Stellenwert messen Sie Entwicklungen wie Digitalisierung und künstlicher Intelligenz für die Abläufe in ihrem Unternehmen bei und wie werden diese die Customer Journey ihrer Kunden (Veranstalter und Teilnehmende) zukünftig beeinflussen?

Für uns bei Koelncongress ist wichtig, die technologischen Möglichkeiten immer aus Sicht des tatsächlichen Nutzens für Veranstalter und Gäste zu denken. Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit digitalen Lösungen und auch mit KI-gestützten Anwendungen.

Dabei unterscheiden wir zwischen dem digitalen Nutzen im Vorfeld einer Veranstaltung und der Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowie des Informationsangebots vor Ort. Veranstalter erwarten heute schnelle, präzise und möglichst unkomplizierte Zugänge zu Informationen, Verfügbarkeiten, Planungsdaten oder Serviceangeboten. Gleichzeitig möchten Besucherinnen und Besucher vor und während ihres Aufenthalts intuitiv informiert und begleitet werden – möglichst personalisiert und in Echtzeit.

Trotzdem bleibt für uns eines entscheidend: Veranstaltungen sind und bleiben ein People Business. Die persönliche Beratung, das Gespür für individuelle Anforderungen, unser Gegenüber im direkten Gespräch, vielleicht sogar seine oder ihre Tagesform wichtig. Denn nur durch den stetigen Austausch kennen wir den detaillierten, ehrlichen Bedarf des Gegenübers und oft entsteht die beste Lösung erst im persönlichen Gespräch.

Welche Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und wie gehen Sie ganz konkret damit um?

Als Tochtergesellschaft der Koelnmesse spiegeln wir deren Grundsätze der Nachhaltigkeit und Verantwortung. Seit 2012 sind wir aber bereits Mitglied und Unterstützer des Nachhaltigkeitskodex "fairpflichtet". Damit bekennen sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Organisation und Durchführung von Kongressen und Veranstaltungen zu ihrer unternehmerischen Verantwortung für Nachhaltigkeit – in allen relevanten ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten.

Warum ist Koelncongress Mitglied im FAMA und was erwarten Sie von unserer Gemeinschaft in Zukunft?

Weil wir dort unsere Gastmesseveranstalter und Veranstalter, die noch nicht bei uns gebucht haben, treffen. Weil wir den Austausch auf Augenhöhe schätzen, das großartige Netzwerk auch mit kleineren Veranstaltungsstätten, auf Ideen zu neuen Formaten kommen und letztendlich mag ich diese wunderbaren Rechtsberatungsstunden, die schon eigentlich vergnügungssteuerpflichtig sind.

Von der Zukunft erwarte ich, dass diese wunderbare Gemeinschaft stabil zusammenbleibt, auf dem Boden der Realitäten und im kollegialen, freundschaftlichen Miteinander.

Wir bedanken uns für das Gespräch.