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Informationsquelle FAMA-Blog

Hier bloggt der FAMA! Positionen, Kommentare, Meldungen zum Vereinsgeschehen und zur Messewirtschaft mit umfassendem Archiv.
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Donnerstag, 1. Oktober 2026

Der Blick nach vorn: Du bist gut genug


In der schnelllebigen Meme-Kultur brachte der Ohrwurm-Song „Gut Genug“ diesen Sommer ein lustiges Missverständnis. Der im ikonischen Falsett gesungene Refrain „Du bist gut genug“ von Kitschkrieg, Blumengarten und Shirin David wurde in der Welt als „Doobie Scoot Canoe“ verstanden – und gefeiert. Dieses sog. Mondegreen-Phänomen sorgt immer wieder für Verwirrung und steht auch ein bisschen für unsere Zeit (Bild: AI / generiert mit Pixabay).

Kolumne von Oliver Schmitt

In dem Song geht es um die Sehnsucht, so akzeptiert zu werden, wie man ist, um Trost und Zuspruch. Als virales Meme, vor allem auf Tiktok und Instagram, hat es der Refrain mittlerweile zur universellen Tonspur für allerlei Content gebracht. Unabhängig vom Missverständnis konnte der Song den sonst üblichen Widerstand gegen nicht-englische Texte im Web vor allem deshalb überwinden, weil die Algorithmen nicht die Sprache, sondern die Reaktion der Nutzenden ins Kalkül zieht. Da stellt sich mir die Frage: Wie geht man eigentlich auf Messen viral?

Früher war die Sache höchst einfach: Leicht bekleidete Mädchen, im billigsten Sinne von „sex sells“, eigneten sich nicht nur auf Publikumsmessen dazu, die Aufmerksamkeit von (meist männlichen) Besuchenden auf sich zu ziehen. Wahrscheinlich würde das sogar heute noch funktionieren, wäre es nicht mittlerweile zu Recht verpönt. Akustische Reize, wie etwa die flotten Sprüche der Propagandist*innen oder wummernde Bässe, sind ebenfalls dankbare Attraktionen. Gewinnspiele und Messerabatte eignen sich ebenfalls dazu, Privatbesuchende an den eigenen Stand zu locken.

Die buchstäbliche Musik spielt allerdings online. Diese schneeballartige Verbreitung von kurzen Memes ist in der physischen Welt allenfalls in Situationen schierer Panik vorstellbar. Und die möchte auf Messen ganz sicher niemand erleben. Bleibt also die Aufgabe, in der digitalen Parallelwelt virale (oder wenigstens gesteigerte) Aufmerksamkeit für Messen und ihre Aussteller zu erzeugen. Dazu gibt es haufenweise Beispiele (wir würden uns über Links dazu übrigens sehr freuen!), auch wenn immer eine gehörige Portion Glück dazugehört.

Wenn es dann um den persönlichen Kontakt zwischen Menschen und Menschen, zwischen Menschen und Unternehmen oder zwischen Menschen und Marken kommt, dann freilich können Messen wieder ihre Stärken ausspielen: Missverständnisse entstehen erst gar nicht oder werden, falls doch, schnell ausgeräumt. Legendäre Mondegreens wie „Agathe Bauer“ für „I‘ve got the power“ von Snap oder „Sweet dreams are made of cheese“ statt „this“ von Eurythmics könnten sich auf Messen nur schwer entwickeln. Denn im persönlichen Austausch sind Richtigstellungen schnell erledigt.

Ich wünsche uns, dass wir uns als Konsument*innen, als Produzierende, auch als politische und soziale Wesen wieder mehr persönlich begegnen, gerade außerhalb unserer Bubbles. Um Missverständnisse auszuräumen, um einander besser zu verstehen und um Populist*innen nicht so leicht auf den Leim zu gehen. Gerne übrigens auf Messen und Ausstellungen, oder?

Newsticker smartville.digital: Branchentalk • Positiv • Co-Präsidium


Smartville bezeichnet sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messewirtschaft in den deutschsprachigen Ländern. Es ist ein Newsroom für Marketing- und Kommunikationsleader, die neue Wege in der Marketingkommunikation suchen. Der Fokus liegt auf „digital first“. Herausgeber ist Urs Seiler. Drei aktuelle Meldungen haben wir für diese Ausgabe ausgewählt (v.l.: Bala Trachsel, Nicole Pandiscia, SLA Expo Event; Foto: Smartville).

Branchentalk zur Aqua Suisse Messe

Wenn es die Easyfairs Branchenmesse Aqua Suisse im November 2027 nicht gäbe - man müsste sie erfinden, so wichtig ist Wasser für unsere Zukunft. Christos Bräunle vom SVGW nennt im Interview die Herausforderungen, die auf uns und auf Brunnenmeister zukommen.

MCH Group mit positiven Halbjahresergebnis

Die MCH Group erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein positives Ergebnis. Dies ist das vierte positive Halbjahresergebnis in Folge – trotz eines herausfordernden geopolitischen Umfelds, das sich insbesondere auf die Geschäftstätigkeit im Nahen Osten auswirkte. 

Neues Co-Präsidium bei EXPO EVENT

Die Swiss LiveCom Association EXPO EVENT wächst und will künftig noch stärker in allen Landesteilen präsent sein. Das Mitgliederwachstum in verschiedenen Regionen und Kantonen soll gezielt weitergeführt werden, wofür der Verband auf eine verstärkte regionale Marktbearbeitung setzt.

Neue Partnerstruktur: Viecon mit neuen Partnern für Audiovisuelles


Mit Concept Solutions und Steinerlive setzt Viecon Messe Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, ab 1. Januar 2027 auf zwei starke Partner für audiovisuelle Dienstleistungen. Die Grundlage dafür bildete ein umfangreicher, öffentlicher Auswahlprozess. Viecon stärkt mit dem erweiterten Preferred-Partner-Modell ihr Serviceangebot und schafft für Veranstalter*innen zusätzliche Wahlmöglichkeiten, mehr Flexibilität sowie Zugang zu umfassender technischer Expertise (v.l. Thomas Wasshuber, Martina Candillo, Katharina Weishaupt, Christian Steiner; Bild: Viecon).

Technologische Innovationen, digitale Formate, wachsende Erwartungen an Inszenierung sowie ein erweitertes Verständnis im Bereich Nachhaltigkeit verlangen nach spezialisierten Lösungen und verlässlichen Partnern. 

„Wir wollen unseren Kund*innen jederzeit die bestmögliche technische Unterstützung für ihre Veranstaltungen bieten. Mit Concept Solutions und Steinerlive haben wir zwei Unternehmen an Bord, die für Qualität, Verlässlichkeit und Innovationskraft stehen und unseren hohen Anspruch an Service und Kundenerlebnis langfristig mittragen“, sagt Katharina Weishaupt, Geschäftsführerin von Viecon.

Die Auswahl der Preferred Partner erfolgte auf Basis eines umfassenden Kriterienkatalogs. Bewertet wurden neben fachlicher Expertise, Innovationskraft, Servicequalität und moderner technischer Infrastruktur auch die Qualifikation der Teams sowie die Fähigkeit, selbst bei anspruchsvollen Eventformaten höchste Veranstaltungs- und Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Weitere Informationen finden sich hier.

Treffpunkt Holz: Olma Messen lancieren neues Fachformat


Die Olma Messen St.Gallen lancieren mit dem Treffpunkt Holz ein neues Fachformat für die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft. Der Branchentreffpunkt findet erstmals am Freitag, 29. Januar 2027, auf dem Messegelände in St.Gallen statt und verbindet Ausstellung, Fachprogramm und Networking. Die Veranstaltung richtet sich an Fachbesuchende aus der gesamten Deutschschweiz (Bild: Olma Messen).

Der Treffpunkt Holz knüpft an den Erfolg von „Muni Max“ an – das Holzbauprojekt am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) 2025 – und wurde gemeinsam mit Partnern aus Branche, Bildung und Innovation weiterentwickelt. Das Format greift ein Bedürfnis aus der Branche nach Austausch, Weiterbildung und Vernetzung auf. Hauptpartner der Veranstaltung sind die Lignum Holzkette St.Gallen, die ibW Höhere Fachschule Südostschweiz und der Säntis Innovations-Cluster Holz. Ergänzend fließt das Wissen eines breiten Experten-Netzwerks aus Verbänden, Unternehmen, Bildungsinstitutionen und Innovationspartnern ein.

Weitere Informationen finden sich hier.

Fünf Fragen an: Sebastian Grein • Aditus


Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Als nächstes sind unsere außerordentlichen Mitglieder an der Reihe und den Anfang macht Sebastian Grein, Geschäftsführer von Aditus, dem bekannten Anbieter von Ticket-, Einlass- und Registrierungslösungen (Bild: Aditus).

Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?

Wenn aus einer zunächst etwas verrückten Idee plötzlich etwas Konkretes wird. Ich kann mich ziemlich lange in neue Themen verbeißen, vor allem wenn Technik, Geschäft und Menschen zusammenkommen. Privat passiert mir das beim Rennradfahren und beim Kochen. Beim Kochen erreiche ich zwar nicht ganz das Niveau von Henning Könicke, aber ich liebe es und kann dabei tatsächlich komplett abschalten.

Wie hat sich Deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Bei künstlicher Intelligenz. Dass AI unsere Art zu leben und zu arbeiten grundlegend verändern wird, habe ich schon länger geglaubt. Was ich deutlich unterschätzt habe, ist die Geschwindigkeit. Ich hätte diese Veränderung eher über die kommenden zehn Jahre erwartet. Mittlerweile bin ich überzeugt, dass wir schon in den nächsten drei Jahren Veränderungen erleben werden, die für viele von uns heute noch schwer vorstellbar sind.

Was ist das Beste an Deinem Beruf?

Die enorme Bandbreite. An einem Vormittag kann es um Unternehmensstrategie, einen Vertrag und ein neues Produkt gehen und am Nachmittag um die sehr konkrete Frage, warum ein Badge an einem Eingang nicht so aussieht oder funktioniert, wie es soll. Ich mag diese Mischung aus großer Flughöhe und ziemlich viel Bodenhaftung. Und vor allem die Möglichkeit, Dinge tatsächlich gestalten zu können.

Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?

Marc Luzoff. Und er macht von diesem Recht auch regelmäßig Gebrauch. Ansonsten im Prinzip jeder. Überzeugen muss er mich trotzdem. Im Ernst: Gerade die Menschen, die näher an einem Thema sind als ich, müssen mir widersprechen können. Eine Führungsposition erhöht schließlich nicht automatisch die Trefferquote.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?

Dass ich deutlich mehr am Notebook sitzen würde. Spaß beiseite: Ich würde mich tatsächlich ziemlich abgehängt fühlen. Ich lese und informiere mich sehr viel über mein Smartphone, und unser Beruf bringt es inzwischen mit sich, dass wir Veranstaltungen und Kollegen auf der ganzen Welt haben. Da möchte und muss ich erreichbar und auf dem Laufenden sein. Das Smartphone ist für mich deshalb weder notwendiges Übel noch digitaler Zwang, sondern schlicht ein Werkzeug, das aus meinem Alltag kaum wegzudenken ist. Und das finde ich ehrlich gesagt auch überhaupt nicht schlimm.

Neun Tage: Infa macht das Leben schöner


Vom 10. bis 18. Oktober 2026 dreht sich auf dem Messegelände in Hannover wieder alles um die Themen, die das Leben schöner, genussvoller und abwechslungsreicher machen. Die infa steht für Trends und Inspiration und bündelt ihr Angebot in diesem Jahr unter drei großen Oberthemen: Genuss, Lifestyle und Zuhause. Sie finden sich in den unterschiedlichen Themenwelten der Messe immer wieder (Bild: Deutsche Messe).

Was die infa dabei ausmacht, ist die Mischung aus Shopping, Information und Erlebnis. Neben den Angeboten der Aussteller gibt es Shows, Mitmachaktionen, Workshops, Talkrunden und ein täglich wechselndes Bühnenprogramm. Viele Angebote laden dazu ein, Dinge nicht nur anzuschauen, sondern selbst auszuprobieren. 

Gleich am ersten infa-Wochenende, 10. und 11. Oktober, stehen zwei besondere Programmpunkte auf dem Kalender. Bei infalino dreht sich alles um Schwangerschaft, Babys und junge Familien. Das zweitägige Special bietet Informationen, Beratung, Produkte und ein abwechslungsreiches Programm für werdende Eltern und Familien mit kleinen Kindern.

Weitere Informationen finden sich hier.

Bewährter Kern: FAF mit neuen Formaten und neuen Impulsen


Die FAF - FARBE, AUSBAU & FASSADE findet vom 7. bis 10. März 2028 erstmals in Stuttgart statt. Mit dem Standortwechsel setzt die Fachmesse neue Schwerpunkte. Neben ihrem Kern – dem Maler-, Lackierer-, Stuckateur- und kreativen Ausbauhandwerk – rücken künftig Themen wie Nachwuchs, Qualifizierung, Raumgestaltung und betriebliche Zukunft verstärkt in den Fokus (Bild: GHM).

Gleichzeitig richtet sich die FAF noch gezielter an verwandte und angrenzende Zielgruppen, darunter Raumausstatter, Bodenleger, Innenarchitekten und Planer sowie die Bau- und Wohnungswirtschaft. „Viele Betriebe arbeiten heute an Schnittstellen, die früher klarer voneinander getrennt waren. Das wollen wir auf der FAF stärker abbilden und angrenzende Gewerke und Themen einbeziehen. Das Herzstück der Messe bleibt dabei unverändert: das Maler-, Lackierer-, Stuckateur- und kreative Ausbauhandwerk“, sagt Bettina Erdmann, Director der FAF.

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Weichen gestellt: Neureuter Fair Media mit neuem Gesellschafter


Die Neureuter Fair Media Gruppe regelt frühzeitig die Nachfolge und stellt damit die Weichen für die Zukunft des Unternehmens. Seit 1. September 2026 ist die unternehmergeführte Tradineo Gruppe als neuer Gesellschafter mit an Bord. Die Tradineo Gruppe ist auf Nachfolgeregelung, Fortführung und Weiterentwicklung mittelständischer Unternehmen spezialisiert (Markus Baumann; Bild: NFM).

Mit dem Einstieg verfolgt Neureuter Fair Media ein klares Ziel: Die Nachfolge in der Geschäftsführung soll frühzeitig vorbereitet und damit die langfristige Kontinuität des Unternehmens gesichert werden. Peter Schuck, geschäftsführender Gesellschafter von Neureuter Fair Media, wird sich altersbedingt auf eigenen Wunsch im Laufe des Jahres 2027 aus dem operativen Geschäft zurückziehen. Gemeinsam mit der Tradineo Gruppe wird nun nach einem geeigneten Nachfolger gesucht, der künftig neben Markus Baumann die Geschäftsführung bilden wird und insbesondere den Bereich Finanzen verantworten soll. Gemeinsam soll die Nachfolge bis spätestens Ende 2027 geregelt sein.

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Moderner Einlass: Aditus stellt Speedy 2 vor


Mit Speedy 2 stellt die Aditus GmbH eine neue Generation von Einlasssystemen für den Messe- und Eventbetrieb vor. Sie unterstützt moderne NFC-Wallet-Tickets, eröffnet neue Möglichkeiten der Besucherkommunikation und ist für zukunftsorientierte KI-basierte Sicherheits- und Einlassprozesse ausgelegt. Veranstalter profitieren von einem schnelleren Einlass und einer konsistenten Besucherführung (Bild: Aditus).

Im Mittelpunkt steht die Unterstützung moderner NFC-Technologie. Tickets aus Apple Wallet und Google Wallet können direkt am Einlass erfasst und validiert werden. Besucher*innen benötigen weder Ausdrucke noch zusätzliche Apps. Speedy 2 ermöglicht einen nahezu berührungslosen Einlass: Tickets werden automatisch erkannt und geprüft, während Besucher*innen den Einlass passieren. Der gesamte Prozess aus Ticketprüfung, Badge-Druck und Zutritt kann in weniger als drei Sekunden erfolgen.

Die neue Systemarchitektur ist zudem so ausgelegt, dass sie künftig um KI-basierte Sicherheits- und Einlassprozesse erweitert werden kann, wie zum Beispiel um intelligente Verfahren zur Identitätsprüfung am Einlass.

Weitere Informationen finden sich hier.

Weiter geht's: September fährt Messen wieder hoch


Ein Jahrhundertsommer liegt hinter uns und bevor der Herbst richtig Einzug hält, wurde Deutschland politisch kräftig durchgeschüttelt. Die Messewirtschaft ficht das nicht an, denn es galt Menschen und Märkte zusammenzubringen und das ist im September bereits wieder hervorragend gelungen. Insgesamt konnten die Messen unserer Mitglieder weit über 200.000 Besuchende anziehen (Bild: FAFGA Innsbruck).

  • Messe Erfurt: NEW bauhaus (Weimar, 2.-3.9.; 600 Besuchende)
  • Klagenfurter Messe: Int. Holzmesse (2.-5.9.; 22.000 Bes.)
  • inRostock: PflegeMesse (8.-10.9.; 3.000 Bes.)
  • MCH Group: ineltec (Zürich, 9.-10.9.; 8.629 Bes.)
  • Messe Dornbirn: Herbstmesse (9.-13.9.; 30.000 Bes.)
  • HINTE Expo: INTERGEO (München, 15.-17.9.; 18.600 Bes.)
  • CloserStill: Zukunft Personal Europe (Köln, 15.-17.9.; 25.965 Bes.)
  • Easyfairs: KPA Leipzig (Schkeuditz, 16.-17.9.; 1.013 Bes.)
  • Klagenfurter Messe: Herbstmesse (16.-20.9.; 47.000 Bes.)
  • Congress Messe Innsbruck: FAFGA (20.-22.9.; 9.900 Bes.)
  • Easyfairs: all about automation (Chemnitz, 23.-24.9.; 2.985 Bes.)
  • Messe Dornbirn: movatec / TECH.CON (23.-24.9.; 1.000 Bes.)
  • MCH Group: Ilmac (Lausanne, 23.-24.9.; 3.335 Bes.)
  • Fleet Events: W3+ Fair (Jena, 23.-24.9.; 4.750 Bes.)
  • MVGM: PERSPEKTIVEN (Magdeburg, 25.-26.9.; 7.000 Bes.)
  • Messe Erfurt: Grüne Tage Thüringen (25.-27.9.; 20.000 Bes.)
  • inRostock: RoBau (25.-27.9.; 10.000 Bes.)
  • Messe Husum & Congress: eMotion (26.-27.9.; 1.000 Bes.)

Mitglieder stellen sich vor: Thomas Mur • Messe Bozen


Der FAMA gewinnt kontinuierlich neue Mitglieder, die wir dann hier vorstellen, damit sie sich schneller ins Netzwerk unseres Verbandes einfügen und sich unsere bestehenden Mitglieder ein Bild machen können. Wie angekündigt, folgen nun die neuen Mitglieder aus Österreich (bzw. deren assoziiertes Mitglied). Die Messe Bozen ist ein traditionsreicher Messeplatz in deutsch-italienischen Sprachraum und weist ein spannendes Portfolio auf. Direktor Thomas Mur beantwortet uns einige Fragen (Bild: Messe Bozen).

Die Messe Bozen ist ein traditionsreicher Messeplatz an der deutsch-italienischen Sprachgrenze. Was ist das Besondere an eurer Ausrichtung?

Unsere Fachmessen sind eng mit den Stärkefeldern der Südtiroler Wirtschaft verknüpft. Tourismus mit der Fachmesse Hotel und dem neuen Eventformat BEAM. Landwirtschaft mit Agrialp und Interpoma.  Wintersport mit der Prowinter. Nachhaltiges Bauen mit der Klimahouse. Das ist kein Zufall, sondern gewachsene Kompetenz. In der Region gibt es rund um diese Themen ein lebendiges Ökosystem aus Forschung, Innovation und Unternehmen. Dieses Ökosystem bildet den starken Kern der jeweiligen Messe.

Dazu kommt die Lage: Wir sind ein starker Wirtschaftsraum, in dem der deutsche und der italienische Sprachraum aufeinandertreffen. Für alle, die in beiden Märkten tätig sind, ist Bozen die natürliche Drehscheibe.

Das Messe- und Veranstaltungsgeschäft ist von permanentem Wandel geprägt. Wie hat sich euer Geschäft zuletzt entwickelt und was erwartest Du in den kommenden Jahren?

Stabil, mit leichtem Wachstum. Bei allen Fachmessen sind unsere Flächen komplett belegt. Gleichzeitig nimmt der Kostendruck extrem zu, und wir können ihn nicht immer weitergeben. Auch wenn Bozen nicht der Nabel der Welt ist: Es lohnt sich, hierherzukommen, weil die Leute bei uns etwas finden, das es woanders so nicht gibt. Die Erreichbarkeit wird zudem laufend besser.

Für die kommenden Jahre haben wir uns vorgenommen, weiter neue Nischenthemen aufzuspüren, sie relevant zu machen und daraus ausgewachsene Messen zu entwickeln. Daran arbeiten wir bereits intensiv. Und wir wollen noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Aussteller eingehen, indem wir Zeit und Aufwand für einen Messeauftritt reduzieren und unsere Formate kompakter und serviceorientierter gestalten.

Welchen Stellenwert misst Du Digitalisierung und künstlicher Intelligenz für die Abläufe in der Messe- und Eventwirtschaft bei und wie werden diese die Customer Journey von euren Ausstellern und Besuchenden zukünftig beeinflussen?

Ein großes Thema, und ich glaube, bisher hat keine Messe wirklich eine überzeugende Antwort darauf gefunden. Für mich ist die Frage immer: Wie bringen wir die richtigen Menschen zusammen? Genau dabei kann KI enorm helfen, indem sie die richtigen Informationen zur richtigen Zeit liefert und Kontakte möglich macht, die sonst nie zustande kämen. Das funktioniert aber nur im Zusammenspiel mit gut ausgebildeten, experimentierfreudigen Teams.

Dabei sollten wir Messe nicht zu eng auf Angebot und Nachfrage reduzieren. Der eigentliche Mehrwert entsteht, wenn ein ganzes Ökosystem zusammenkommt: Unternehmen, Forschung, Start-ups, Verbände, Politik. Und neben allem Digitalen stellt sich eine zweite, ebenso wichtige Frage: Wie schaffen wir Räume, in denen sich Menschen gerne treffen? Gute Gastgeber zu sein, ist der Kern unseres Angebots. Das passt auch sehr gut zu unserer Region.

Welche Herausforderungen siehst Du in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und wie geht Ihr bei der Messe Bozen konkret damit um?

Das ist ganz sicher ein Thema, das in unserer Branche bei vielen leider aus der Prioritätenliste gerutscht ist, was ich für einen Fehler halte. Wir sind EarthCheck-zertifiziert und waren die zweite Messegesellschaft in Europa, die sich dieser anspruchsvollen Zertifizierung gestellt hat.

Aber ein Zertifikat allein verändert nichts. Entscheidend ist, ob Nachhaltigkeit Teil der Kultur wird: Wollen wir jeden Tag ein bisschen besser werden – ökologisch, ökonomisch und sozial?

Wir sehen das Thema als Innovationstreiber, nicht als Pflichtübung. Und wir haben Spaß daran, Lösungen zu finden, die gleichzeitig gut für die Umwelt, gut für die Menschen und gut für unsere wirtschaftlichen Ziele sind. Solche Lösungen gibt es. Man findet sie aber nur, wenn man positiv an die Sache herangeht statt defensiv.

Warum ist die Messe Bozen Mitglied im FAMA und was erwartest Du von unserer Gemeinschaft in Zukunft?

Der FAMA ist eine der wichtigsten Plattformen unserer Branche. Er ist dynamisch, wächst und ist klar nach vorne gerichtet. Statt nur Probleme zu verwalten, setzt man sich hier mit Möglichkeitsräumen auseinander. Das passt gut zu uns.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir uns noch stärker kritisch und konstruktiv mit unserer Branche auseinandersetzen, auch mit unbequemen Fragen. Und dass wir dabei unbedingt den positiven Spirit beibehalten, der den FAMA heute auszeichnet.

Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen weiterhin viel Erfolg.

Deutlich schwankend: Johannes Everke kommentiert ifo-Zahlen vom August


Umsatzzahlen und Beschäftigtenzahlen in der Veranstaltungswirtschaft halten sich im August 2026 auf konstantem Niveau, jedoch mit deutlichen Schwankungen und nach unten ausschlagenden Tendenzen bei der Beschäftigtenzahl. Johannes Everke vom BDKV kommentiert die ifo-Zahlen vom August (Bild: Forum Veranstaltungswirtschaft).

Daraus lassen sich Anpassungen an ein zunehmend durch Kostensteigerungen getriebenes Marktumfeld ablesen, genauso wie Vorsichtsmaßnahmen in einem Moment wirtschaftlicher Unsicherheit, die nicht ganz neu ist. An dieser Stelle schlägt die allgemein getrübte Geschäftslage der deutschen Wirtschaft auch auf die Veranstaltungswirtschaft durch.

Aus Sicht des BDKV sind Wirtschaftslage und allgemeine Stimmung jedoch durch politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen veränderbar. Zudem zeigen die konstanten Umsatzzahlen, dass die Veranstaltungswirtschaft weiterhin auf einem stabilen Umsatzniveau durch angespannte wirtschaftliche Rahmenbedingungen navigiert. Die Branche setzt also weiterhin positive Impulse in einem sehr herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, welches auf politische Weichenstellungen wartet.

Der Impuls liegt hier also bei den politischen Entscheidungsträgern, einen Kurs der Reformen in der Arbeits-, Sozial- und Wirtschaftspolitik fortzusetzen und Veränderungspotentiale zu eröffnen.

Veranstaltungen leiten: FAMA Weiterbildung nun auch in Hannover


Unser Weiterbildungsangebot geht in die nächste Runde, und zwar mit dem Fortbildungsseminar zur Veranstaltungsleitung – diesmal in den Räumen von Aditus in Hannover am 20. November 2026. Thilo Könicke und Martin Glöckner laden zu einer weiteren Ausgabe ihres praxisorientierten Blicks auf die Aufgaben der Veranstaltungsleitung (Bild: FAMA). 

Das konkrete Tätigkeitsfeld eines Veranstaltungsleiters wird, während laufender Veranstaltung inklusive Auf- und Abbau, betrachtet. Teilkomponenten der Funktion werden analysiert und individuell priorisiert wobei die Befugnisse abgeglichen und bewertet werden. 

Theorie und Praxis werden im Seminar ausgewogen gewichtet:

Auf der theoretischen Seite werden Erläuterungen zu den einschlägigen Normen und Rechtsgrundlagen in den betreffenden Bereichen besprochen und anhand laufender Rechtsprechung eingeordnet.

Im Bereich der Praxis wird auf die konkrete Situation der Teilnehmer eingegangen, etwa in Bezug auf bundeslandspezifische Vorschriften und die Herausforderungen der konkreten Form und Besonderheiten durchgeführter Veranstaltungen. 

Praktische und auf den Teilnehmerkreis zugeschnittene Übungen, beispielsweise zur Einhaltung der Kommunikationskette, Krisenmanagement oder das dokumentierte Arbeiten in einem „Veranstalterstab“, werden das Seminar ergänzen.

Zur Anmeldung geht es hier.

Nachwuchs aufgepasst: Jetzt für Messe-Impuls-Preis bewerben


Anlässlich der Messefachtagung in Ulm wird am Abend des 23. November 2026 der diesjährige Messe-Impuls-Preis verliehen. Er fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs für Forschungen zum Thema Messen und Ausstellungen. Er ist mit 1.000 EUR dotiert. Eingereichte Arbeiten werden von einer Jury bewertet (Bild: FAMA).

Es können Arbeiten eingereicht werden, die messerelevante Fragestellungen behandeln, sei es aus der B2C-Welt der Publikumsmessen oder der B2B-Welt der Fachmessen. Auch Arbeiten aus verwandten Bereichen werden angenommen, soweit die bearbeiteten Themen für das Veranstaltungsmanagement relevant sind.

Teilnahmeberechtigt sind Hochschulabsolvent*inen, die ihre Bachelor- bzw. Masterarbeit bzw. Projektarbeit nach dem 1. Januar 2025 fertiggestellt haben. Die Einreichung der Unterlagen ist ab sofort möglich. Deadline für die Einreichung ist der 26. Oktober 2026.

Die Anmeldung und Teilnahme erfolgt formlos und ausschließlich per E-Mail an info@fama.de. Die detaillierte Ausschreibung findet sich hier.

Lineup steht: Messefachtagung und B2C-Fachforum in Ulm


In der letzten Ausgabe konnten wir nur eine thematische Ankündigung machen. Doch inzwischen steht das Lineup für den 23. bis 24. November 2026 und wir können auch Namen zu den Themen nennen. Auf jeden Fall wird während der FAMA Night wieder der Messe-Impuls-Preis für die beste wissenschaftliche Arbeit mit Bezug zu Messen und Ausstellungen vergeben (Bild: FAMA).
 

Drei Vision-Notes stehen in Ulm auf dem Programm: Gunnar Heinrich und Dr. Lars Schmitt (adventics) werden unter dem Titel „Messeerfolg messbar machen • Auslöser, Erwartungen und Handlungsspielräume“ das Wort an uns richten. Als Zweites werden wir von Dr. Thorsten Knoll (MAK Wissenschaft) zum Thema „Messen als Instrumente des Wissenschaftsmarketings“ hören. Die letzte Vision Note von Matthias Baur (MBB Consulting) widmet sich dem Thema „Exhibition Sales im Wandel - wie wandeln wir Sales?“.

Zwei der drei Vision Notes (Thorsten Knoll ist als Jurymitglied bei der parallel stattfindenden Präsentation der Kandidat*innen für den Messe-Impuls-Preis gebunden) werden in anschließenden Deep Dives auf den Prüfstand unserer Teilnehmenden gestellt. Juliane Jähnke moderiert die Messeerfolgs-Runde mit Lars Schmitt, Michael Köhler (RX), Hendrik Hochheim (AUMA) und einem Ausstellervertreter. Oliver Schmitt wird der Vertriebs-Runde mit Matthias Baur, Robert Ninnemann und zwei weiteren Messeleuten auf den Zahn fühlen. 

Bevor wir uns im Restaurant Treibgut an der FAMA Night zur feierlichen Verleihung des Messe-Impuls-Preises und zum ausführlichen Networking treffen, wird Prof. Dr. Maximilian Lude, Geschäftsführer von philoneos in München, die Keynote mit dem Titel „Irgendwie fängt irgendwann, irgendwo die Zukunft an“ halten und seine Gedanken zu Innovationen, Traditionen, künstlichen Intelligenzen und humanem Pessimismus mit uns teilen. Wer im Hotel Lago neben der Messe sein Zimmer hat, der braucht nur den Fahrstuhl zu nehmen.

Der zweite Tag steht ganz im Zeichen des B2C-Fachforums, das wir zusammen mit dem AUMA durchführen. Diesmal werden drei parallele Workshops mit Fachleuten auf ihren Gebieten angeboten, denen jeweils eine Patin/ein Pate zur Seite steht. In den Tag starten wir mit kurzen Pitches, damit sich alle ihr Lieblingsthema aussuchen können.

Workshop 1 wird von Bert Overlack (erfolgswärts) moderiert. Ihm steht zum Thema „Fuckup – Das Scheitern von heute sind die Erfolge von morgen“ Juliane Jähnke zur Seite. Workshop 2 moderiert Carsten Kutzner (INtem) und wird die Aussage „Kunden kaufen keine Messe – sie kaufen Wirkung“ mit Hilfe von Robert Ninnemann bearbeiten. Den dritten Workshop übernimmt Roland Rausch (Zentrum Ideenmanagement), der sich mit kundiger Unterstützung von Stefan Köster dem Thema „Powerhouse Zukunft mit Ideenmanagement“ widmet.

Den gemeinsamen Abschluss mit einer Zusammenfassung der Themen des Tages übernehmen Gastgeber Jürgen Eilts (Ulm Messe), Hendrik Hochheim (AUMA) und unser Vorsitzender Henning Könicke. Anschließend besteht wie immer die Gelegenheit zu einer Geländeführung über die Ulm Messe.

Das komplette Programm als übersichtliche PDF-Datei finden Sie hier.

Die umweltfreundliche Anreise mit der Bahn erleichtern Event-Tickets, die hier bereits buchbar sind. Hotelzimmer in Ulm können hier bis zum 22. Oktober 2026 gebucht werden.

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