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Freitag, 28. April 2023

Fünf Fragen an: Ilona Jarabek • EVVC / MuK Lübeck


Mit den „Fünf Fragen …“ an Persönlichkeiten mit Messebezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Diesmal steht Ilona Jarabek, Geschäftsführerin der Musik- und Kongresshalle Lübeck (MuK) und Präsidentin des Europäischen Verbands der Veranstaltungscentren e.V. (EVVC), Rede und Antwort. Die studierte Geisteswissenschaftlerin ist seit 1995 in der Veranstaltungsbranche und als erste Frau im Amt der EVVC-Präsidentin. Themen wie Nachhaltigkeit und Diversität sind ihr wichtig und sie initiierte das Frauennetzwerk „Women in congress & event“ (Bild: Olaf Malzahn).

Unter welchen Umständen vergessen Sie die Zeit?

Stunde und Tag vergessen, das gelingt mir in geselliger Runde mit inspirierenden Gesprächen und einem guten Glas Wein und immer wieder bei guten Liveevents, die mich emotional berühren. Gedanklichen Freitraum und Momente der Ruhe erlebe ich ansonsten beim Puzzeln im Urlaub, gerne geliebte Bergmotive mit 1.000-2.000 Teilen.

Wie hat sich Ihre Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Ich bin in meiner Haltung grundsätzlich sehr gefestigt, gerade bei gesellschaftlich relevanten Themen wie Nachhaltigkeit und Diversität beziehe ich klare Position. Als öffentliches Haus ist es wichtig, eine Vorreiterrolle einzunehmen. Wo es aber erforderlich ist, justiere ich gerne nach. So liegt mir Frauenförderung sehr am Herzen und ich musste mir eingestehen, dass eine Frauenquote auch hilfreich ist, um das Ziel, mehr Frauen in Führung zu bringen, zu erreichen.

Was ist das Beste an Ihrem Beruf?

Jeder Tag hält Neues bereit, es gibt wenig Routinen und es wird nie langweilig. Ich genieße die Vielfalt der Aufgaben und die zahlreichen Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen. In unserer Branche schaffen wir besondere Momente und das erfahre ich dankbar tagtäglich.

Wer darf Ihnen sagen, dass Sie falsch liegen?

Ich bin immer offen für Anregungen und Kritik, vor allem wenn sie sachlich und konstruktiv an mich herangetragen werden. Der Erfahrungsschatz anderer Menschen sowie auch andere Perspektiven sind mir wichtig. Diskussionen und Reflexion bringen die Dinge voran. Am Ende zählt das gute Ergebnis.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Sie?

Das ist mir schon passiert. Ich hatte auf dem Weg zur IMEX mein Handy zu Hause liegen gelassen. Zunächst war es ein Schock, nicht erreichbar zu sein und keine Nachrichten abrufen zu können. Ich wusste nicht einmal die Handynummer meines Mannes und meiner Tochter, um sie zu informieren. Meine Tochter hatte schon die Befürchtung, ich sei "durchgebrannt". Nach einem Tag konnte ich es sehr genießen, nicht erreichbar zu sein und mich komplett auf die Messe, Menschen und Gespräche zu fokussieren. Ich schalte auch schon einmal im Urlaub bewusst ab. Das sollte ich durchaus öfter machen, es gibt neue Energie.