News

Informationsquelle FAMA-Blog

Hier bloggt der FAMA! Positionen, Kommentare, Meldungen zum Vereinsgeschehen und zur Messewirtschaft mit umfassendem Archiv.
Anregungen und Kommentare können Sie jederzeit per E-Mail an newsletter@fama.de schicken. Mitglieder sollten sich außerdem hier - falls noch nicht geschehen - zum FAMA-Newsletter anmelden, der derzeit acht Mal jährlich erscheint und der auch spezifischere Informationen und Anregungen enthält.

Mittwoch, 28. Januar 2026

Der Blick nach vorn: Von Hirnhälften und Schmetterlingen


Neulich bin ich auf ein Video von Comedian Jimmy Carr gestoßen, in dem er gefragt wird, ob KI ihn ersetzen wird. Seine Antwort war so erhellend wie treffend: Nein. Er beschreibt KI als eine (sehr gute) Cover Band, die in unserer (von der linken Gehirnhälfte dominierten) Welt einen exzellenten Job mache. Sie könne komplizierte Dinge (z.B. auf den Mond fliegen, Messen organisieren, etc.) überschaubar machen. Beim Kreativpart unserer rechten Gehirnhälften jedoch, da könne sie einpacken. Falls das stimmt, was bedeutet das für uns? (Bild: Erstellt mit Perplexity)

Kolumne von Oliver Schmitt

Ein zweiter Impuls traf mich aus der Sendung Kultur heute vom DLF und kam aus dem Munde von Dr. Hans Rusinek, der an der Uni St.Gallen zum Wandel der Arbeitswelt forscht. Er beklagte, dass Arbeit nur noch als Erwerbsarbeit gesehen werde, als solche nicht mehr attraktiv genug sei und wir sie deshalb zusehends vermeiden. Zugleich seien wir im Alltag immer gehetzter, was ökonomisch höchst unklug sei. KI treibe uns in diesem Zusammenhang in eine Effizienzfalle. Sie ermögliche zwar, Zeit zu gewinnen. Seine Forschung zeige jedoch, dass diese Zeit vorwiegend dazu genutzt werde, noch mehr desselben zu tun. Wir würden dadurch zu noch schnelleren Raupen, die sich aber nicht die Zeit nehmen, zum kreativ-schöpferischen Schmetterling zu werden. 

Eine Frage, die sich mir stellt: Wer ist die Henne und wer das Ei? Im Hauptberuf Strategieberater weiß ich, dass wir uns in der Messewirtschaft schon immer damit schwergetan haben, einen klaren strategischen Rahmen kreativ zu erschaffen und unsere Messeprodukte darin glasklar zu positionieren. Die Verlockungen der KI scheinen dieses Phänomen noch zu verstärken. In der Hoffnung auf Effizienzgewinne werden Prozesse mit KI optimiert und effizienter gestaltet. Ohne dass wir wissen, ob wir diese für die Messen und Events der Zukunft überhaupt noch so brauchen. Währenddessen könnten uns, anfangs weitgehend unbemerkt, andere Akteure oder Formate den Rang ablaufen, weil sie Lösungsansätze ganz anders angehen und so einen völlig neuen Mehrwert schaffen.

Peter Drucker, der österreichisch-amerikanische Sozial-Ökologe hat es einmal sinngemäß so formuliert: Nichts sei unproduktiver, als etwas zu optimieren, was man am besten ganz bleiben ließe.

Daher kann ich uns allen nur raten, dass wir unsere rechten Hirnhälften in Gang bringen, uns von reinen Effizienzfallen emanzipieren und kreativ nach innovativen Lösungen suchen und diese zum Wohle unserer Kunden an die Märkte bringen. Strategische Optionen identifizieren, lebendige Entwicklungskorridore erschließen, klar verständliche Lösungen und Produkte kreieren. Und vor allem: Dass wir genau damit anfangen und nicht der Versuchung erliegen, dass wir die mit Hilfe von KI gewonnene Zeit dann schon irgendwann auch für mehr Kreativität nutzen werden.

Lasst uns das Raupenstadium hinter uns lassen und zu bunten Schmetterlingen werden, die den Menschen auf der Welt ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ein Lächeln des Erfolgs, ein Lächeln der Freude, ein Lächeln der menschlichen Begegnung. Denn das ist eine unserer Bestimmungen als Messen.

Buchtipp: Workbook Location-Management


Dieses Buch beleuchtet die vielfältigen Potenziale und Herausforderungen, mit denen Veranstaltungszentren heute konfrontiert sind. Ob Konzerthaus, Stadthalle, Kongresszentrum oder Special Event Location – sie alle bilden als physische Orte das zentrale Element für Begegnung und Austausch. Ihre Erscheinungsformen sind ebenso vielfältig wie ihre Aufgaben: historisch oder modern, multifunktional oder spezialisiert – und allein in Deutschland gibt es mehrere tausend davon (Bild: Springer Gabler).

Diese erfolgreich zu führen, am Markt zu positionieren, verlässliche Dienstleistungen mit motivierten Teams zu erbringen und dabei qualitätsbewusst sowie nachhaltig zu agieren – das ist anspruchsvoll, aber machbar. Die Autorinnen und Autoren – allesamt erfahrene Praktiker – geben in konkreten Fallbeispielen Einblicke in innovative Lösungen aus der Praxis. Die 30 Beiträge, darunter auch Ratschläge und Hinweise von internationalen Experten, helfen bei der Konzeption neuer Management-Ansätze: So werden etwa Gestaltungsrichtlinien für Dashboards als Instrument für Veranstaltungszentren vorgestellt, die Wissenschaft als Geschäftsfeld thematisiert oder dem Klimawandel geschuldete Anpassungsmaßnahmen erläutert. Weitere Beiträge sind auf die erfolgreiche Nachwuchsarbeit ausgerichtet, nehmen sich der Analyse und Stärkung der Marktposition durch strategisches Management an oder greifen juristische Fragestellungen auf.

Workbook Location-Management • 30 Praxisbeispiele für den erfolgreichen Betrieb von Veranstaltungs-Centren, Stefan Luppold/Kim Werner (Hrsg.), 423 Seiten, Heidelberg, 2026, Verlag Springer Gabler, 64,99 EUR

Starke Impulse: Swissbau lieferte geballte Kompetenz


Vom 20. bis 23./24. Januar 2026 traf sich die Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft zur Swissbau in der Messe Basel. Unter dem Motto „Zusammen neue Impulse setzen“ informierte die geballte Kompetenz der Branche von Dienstag bis Freitag über Neuheiten und aktuelle Herausforderungen. Die Trendwelt Innenausbau blieb auch noch am Samstag geöffnet (Bild: MCH Group).

In Halle 1.0 bot ein lebendiger Treffpunkt für das Handwerk dem vielfältigen Wirtschaftszweig eine starke Lobby. Highlight der 2500 Quadratmeter großen Fläche war der Bau eines doppelstöckigen Holzhauses und einer modernen Stahlhalle von verschiedenen, parallel arbeitenden Gewerken. Zum Austausch und Fachsimpeln bot die BauBeiz ausreichend Platz. Berufsstolz stand hier hoch im Kurs, genau wie auf den spielerischen Aktionsflächen daneben.

Nicht nur in Halle 1.1 führte eine neugeborene Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV zu verschiedenen Inszenierungen. Live-Demos, Trainings, Veranstaltungen sowie Ausstellung und Auszeichnung des renommierten „Schweizer Preis für Putz und Farbe“ mobilisierten die kreative Branche und boten Herstellern ein attraktives Umfeld zur Produktpräsentation.

Die Swissbau 2026 schloss mit 48.432 Besuchenden.

Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

Newsticker smartville.digital: Weitblick • Takt • Verführung


Smartville bezeichnet sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messewirtschaft in den deutschsprachigen Ländern. Es ist ein Newsroom für Marketing- und Kommunikationsleader, die neue Wege in der Marketingkommunikation suchen. Der Fokus liegt auf „digital first“. Herausgeber ist Urs Seiler. Drei aktuelle Meldungen haben wir für diese Ausgabe ausgewählt (Cheeseaffair; Foto: Smartville).

Erlebnisraum Firmenmuseum mit Weitblick

Ein Firmenmuseum entsteht nicht über Nacht – es braucht ein Unternehmen mit Geschichte und Vision. Uster Technologies vereint beides und zeigt, wie man Vergangenheit, Innovation und Identität erlebbar macht.

Wenn Maschinen den Takt angeben

Roboter, Daten, Durchbruch: Das neue Zeitalter der Logistics & Automation startet am 28. bis 29. Januar in der Bernexpo, wenn sie Innovation, Praxisnähe und Netzwerken zusammenbringt. Die führende Schweizer Fachmesse für Logistik, Fördertechnik und Lagerautomation präsentiert die künftigen Wege der Unternehmenslogistik mit kostenlosem Eintritt.

In Aarau verführt auf der Glug und Cheeseaffair

Jetzt gehts weiter mit den Messen Glug für Getränkeproduzenten aller Kategorien und Unternehmensgrössen und der Cheeseaffair als besonderes Messeerlebnis mit einer erweiterten Auswahl an Käseproduzenten sowie Anbietern von Betriebsmitteln, Technik und Zubehör. Das wird was!

Positives Ergebnis: Messezentrum Salzburg schreibt Geschichte


Die Messezentrum Salzburg GmbH wird 2025 eine außergewöhnlich starke Jahresbilanz vorlegen. Bereits 2023 zeigte sich eine gute Erholung des Geschäftes mit einem Umsatzplus von 15% gegenüber 2019 und ein Jahr nach dem Zusammenschluss mit der ehemaligen RX Salzburg GmbH bestätigt sich: Die Entscheidung war richtig und sichert den Veranstaltungsstandort Salzburg langfristig ab (V.l.n.r.: GF A. Kribus, AR-Stv. P. Genser, AR-V. B. Auinger, AR Stv. H. Preuner, Bild: Messezentrum Salzburg).

2025 wird das Unternehmen knapp 26 Millionen Euro Umsatz erzielen, sowie erstmalig seit 2005 ein positives Betriebsergebnis. Damit dokumentiert sich die generell gute Entwicklung des Geschäftes durch das starke Portfolio, eine gute Buchungslage der Salzburgarena, sowie die steigende Anzahl an Veranstaltungen.

Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

Fünf Fragen an: Michael Köhler • FAMA e.V.


Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Derzeit stehen der Reihe nach unsere eigenen Vorstandsmitglieder Rede und Antwort. Nach Henning Könicke, Astrid Jaeger, Stefan Köster und Michael Kynast folgt nun Michael Köhler (im Vorstand für Kommunikation und FKM zuständig), im Hauptberuf Geschäftsführer von RX Germany aus Düsseldorf (Bild: RX Germany / Felix R. Braune).

Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?

In den Bergen, egal ob Sommer oder Winter. Bei einer guten Flasche Wein (bevorzugt aus Österreich), in Kombination mit einem guten Buch, am Freitagabend, zuhause mit meiner Familie um mich herum. Oder beim Fußballtraining: Als Trainer einer F-Jugend habe ich, wenn es die Zeit zulässt, 2-mal die Woche siebzehn 8-jährige auf dem Fußballplatz um mich herum, die (zu)viel Energie und Spaß am Fußball und Bewegung haben.

Ich kann aber auch bei einem guten Kundentermin, bei dem man den Kunden und seine Herausforderungen und Themen richtig kennenlernt, die Zeit vergessen.

Wie hat sich Deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Puh, konkret schwer zu sagen – ich hinterfrage meine Meinung durchaus häufig (siehe übernächste Frage) und lasse mich von anderen Standpunkten oder Meinungen überzeugen oder zumindest inspirieren. Das hat nichts mit dem berühmten „Fähnchen im Wind“ zu tun, sondern ist für mich bereichernd und wichtig.

Unsere heutige Zeit erfordert oftmals schnelle Anpassungen. Unumstößlich sind für mich aber Fakten – ganz gleich ob wissenschaftlich oder anderer Natur.

Was ist das Beste an Deinem Beruf?

Dass wir Menschen zusammenbringen, die eine Gemeinsamkeit teilen – eine Leidenschaft, ein berufliches Interesse oder Ziele. Wir unterstützen sie dabei, diese Ziele zu erreichen, etwas aufzubauen oder einfach einen tollen Tag zu haben. Und das insbesondere zu Zeiten, in denen vieles schwer und herausfordernd erscheint.

Oder, wie es unser RX Purpose auf den Punkt bringt: “We are in the business of building businesses.”

Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?

Jede/r. Und zwar jederzeit und unaufgefordert. Es gibt wenig Dinge, die ich, sowohl im beruflichen wie auch im privaten Kontext, mehr schätze als Rückmeldung, Nachfragen und Feedback. Die Basis für gute Gespräche und einen offenen Austausch.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?

Ungewohnte Ruhe. Vermutlich anfangs eher Unruhe, aber dann sicherlich wertvoll für mich und meine Mitmenschen.

Mitglieder stellen sich vor: Oliver Fudickar • inRostock


Der FAMA gewinnt kontinuierlich neue Mitglieder, die wir dann hier vorstellen, damit sie sich schneller ins Netzwerk unseres Verbandes einfügen und sich unsere bestehenden Mitglieder ein Bild machen können. Doch auch all jene Mitglieder, die schon länger im FAMA vertreten sind, wollen wir hier sukzessive vorstellen. Diesmal an der Reihe ist inRostock. Das Unternehmen steht für ein breites Spektrum an Messen, Kongressen, Kultur-, Sport- und Businessveranstaltungen und versteht sich als Full-Service-Partner für Veranstalter, Aussteller und Gäste. Geschäftsführer Oliver Fudickar beantwortet uns einige Fragen (Bild: inRostock).

Die inRostock betreibt in Rostock StadtHalle und HanseMesse und bezeichnet sich als „die Nr. 1 im Nordosten“. Was ist das Besondere am Standort Rostock und an der Ausrichtung des Unternehmens?

Rostock ist als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Tourismusstandort im Nordosten Deutschlands hervorragend positioniert. Die maritime Prägung, die Nähe zur Ostsee sowie die gute nationale und internationale Erreichbarkeit, insbesondere Richtung Skandinavien, machen die Hanse- und Universitätsstadt Rostock attraktiv für Veranstalter*innen, Aussteller*innen und Gäste.

Die inRostock GmbH bündelt mit der StadtHalle Rostock und der HanseMesse zwei leistungsstarke Veranstaltungsorte, die in dieser Kombination im Nordosten einzigartig sind. Mit jährlich über einer halben Million Besucher*innen und einem breiten Spektrum von Messen, Kongressen, Shows und Sportveranstaltungen versteht sich inRostock nicht nur als Flächenanbieter, sondern als Full-Service-Partner. Ziel ist es, wirtschaftlich tragfähige, inhaltlich relevante und langfristig erfolgreiche Veranstaltungsformate zu entwickeln und Rostock nachhaltig als führenden Messe- und Veranstaltungsstandort im Nordosten zu positionieren.

Das Messe- und Veranstaltungsgeschäft ist von permanentem Wandel geprägt. Wie hat sich das Messegeschäft für die HanseMesse zuletzt entwickelt und womit rechnen Sie in den kommenden Jahren?

Das Messe- und Veranstaltungsgeschäft hat in den vergangenen Jahren einen deutlichen Strukturwandel erlebt. Für die HanseMesse Rostock zeigt sich 2025 klar als Jahr der erfolgreichen Markterholung. Alle eigenen Messen verzeichneten steigende Besucherzahlen, mit einem neuen Rekord von über 45.500 Gästen auf der OstseeMesse. Insgesamt konnte die HanseMesse im Jahr 2025 über 220.000 Besucher*innen begrüßen.

Für die kommenden Jahre erwarten wir weniger ein reines Mengenwachstum, sondern eine stärkere Profilierung der Formate. Qualität, Erlebnischarakter, thematische Schärfe und wirtschaftliche Tragfähigkeit rücken weiter in den Fokus. Der Messeausblick 2026 mit 19 Messen und Ausstellungen, neuen Formaten wie der Tattoo Convention sowie starken Jubiläen zeigt, dass die Nachfrage nach gut positionierten Verbrauchermessen und spezialisierten Formaten weiterhin hoch ist.

Welchen Stellenwert messen Sie Entwicklungen wie Digitalisierung und künstlicher Intelligenz für die Abläufe in ihrem Unternehmen bei und wie werden diese die Customer Journeys von Ausstellern und Besuchenden zukünftig beeinflussen?

Digitalisierung und künstliche Intelligenz haben für die inRostock GmbH einen hohen strategischen Stellenwert. Sie ermöglichen effizientere interne Abläufe ebenso wie eine spürbare Verbesserung der Customer Journeys von Aussteller*innen, Veranstalter*innen und Besucher*innen.

Digitale Tools unterstützen bereits heute Planung, Organisation, Aussteller- und Teilnehmermanagement sowie Kommunikation. Perspektivisch werden KI-gestützte Lösungen eine noch stärkere Personalisierung ermöglichen, etwa bei Informationsangeboten, Besucherführung oder Nachbereitung von Veranstaltungen.

Ziel ist es, Messe- und Veranstaltungsbesuche komfortabler, transparenter und individueller zu gestalten, ohne den persönlichen Austausch als Kern der Branche zu ersetzen.

Welche Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und wie gehen Sie in Ihrem breit aufgestellten Unternehmen damit um?

Nachhaltigkeit ist für ein Unternehmen mit zwei großen Veranstaltungsstätten eine zentrale Daueraufgabe. Ökologisch stehen ein verantwortungsvoller Ressourceneinsatz, energieeffiziente Technik und nachhaltigere Veranstaltungsprozesse im Fokus. Ökonomisch müssen diese Maßnahmen langfristig tragfähig sein und zur Stabilität des Unternehmens beitragen. Die inRostock GmbH verfolgt hier einen ganzheitlichen Ansatz und integriert Nachhaltigkeit schrittweise in alle Unternehmensbereiche.

Der Fachkräftemangel ist eine wachsende Herausforderung, die besonders die Veranstaltungsbranche stark trifft. Mit einer Ausbildungsquote von 20 Prozent geht die inRostock GmbH gegen den Fachkräftemangel an. Das Unternehmen bildet regelmäßig Veranstaltungstechniker*innen und Kaufleute für Büromanagement sowie seit 2026 auch für Veranstaltungsmanagement aus. Seit 2003 bietet die inRostock GmbH den dualen Bachelorstudiengang in Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Messe-, Kongress- und Eventmanagement in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Ravensburg an.

Auf sozialer Ebene spielen faire Arbeitsbedingungen, Barrierefreiheit sowie die Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Partner*innen und Gästen eine zentrale Rolle. Im September 2025 hat das Unternehmen ein neues Awareness-Konzept eingeführt, das sich an Mitarbeitende, Gäste und Dienstleister*innen richtet. Ziel des Konzepts ist es, ein respektvolles, diskriminierungsfreies und sicheres Umfeld für alle Beteiligten zu schaffen.

Warum ist inRostock Mitglied im FAMA und was erwarten Sie sich von unserer Gemeinschaft in Zukunft?

Die Mitgliedschaft im FAMA ist für inRostock Ausdruck des Anspruchs, Teil eines starken Netzwerks professioneller Messeveranstalter zu sein. Der Verband bietet eine wichtige Plattform für Austausch, Erfahrungstransfer und gemeinsame Weiterentwicklung in einem sich wandelnden Marktumfeld.

Gerade vor dem Hintergrund der Markterholung und neuer Anforderungen an Messen erwarten wir vom FAMA vor allem den offenen Dialog zu Zukunftsthemen, praxisnahe Impulse und gemeinsame Lösungsansätze, um die Relevanz und Qualität von Messen langfristig zu sichern.

Wir bedanken uns für das Gespräch.

Weiter wachsen: AFAG lanciert zwei weitere Messen


In diesem Jahr wird es zwei neue Veranstaltungen für Krisenvorsorge und Sicherheitslösungen geben: Der Messeveranstalter AFAG veranstaltet 2026 erstmals die KRIFA Münster – Fachkongress + Ausstellung Sicherheit und Krisenvorsorge – (15. + 16. Juli) und nimmt die SicherheitsExpo Alpe Adria in Klagenfurt, Österreich, (14. + 15. Oktober) neu in den Kalender auf. Beide Messen fügen sich in das Portfolio der AFAG ein, die unter anderen bereits die SicherheitsExpos in München und Berlin veranstaltet (Bilder: AFAG).

Die Geschäftsführer des Nürnberger Messeveranstalters AFAG sehen die Portfolioerweiterung als wichtigen Schritt, um auf aktuelle Anforderungen zu reagieren, so Henning und Thilo Könicke: „Gerade die jüngsten Angriffe auf Kritische Infrastrukturen zeigen, wie wichtig es ist, sich jetzt in diesem Bereich zukunftssicher aufzustellen. Dies betrifft sowohl Behörden und öffentliche Stellen als auch Industrieanlagen, Energieversorger, Banken, Kliniken, Transport- und Handelsunternehmen sowie Bahnhöfe, Flughäfen oder Museen. Aber auch für Unternehmen sind Investitionen in Sicherheitstechniken unerlässlich. Gemeinsam mit kompetenten Partnern schaffen wir nun kurzfristig eine neue Plattform, um den Schutz Kritischer Infrastrukturen weiter voranzutreiben.“

Wir gratulieren den Kollegen zu dieser Portfolioerweiterung und wünschen viel Erfolg. Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

100 Jahre: Grüne Woche feiert Jubiläum


100 Jahre Grüne Woche: Tiere, Tapas und Techno auf dem Berliner Messegelände. Vom 16. bis zum 25. Januar 2026 brachten die Aussteller der Grünen Woche den Geschmack der Welt nach Berlin und gaben einen Ausblick in die Zukunft der Foodbranche. Partner im Jubiläumsjahr war Mecklenburg-Vorpommern (Bild: Messe Berlin).

Die Grüne Woche feierte vom 16. bis 25. Januar ihr 100-jähriges Bestehen. 1926 gegründet, entwickelte sich die Messe von einer lokalen Landwirtschaftsschau zur internationalen Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. „Seit einem Jahrhundert ist die Messe ein Spiegel von Ernährungstrends und technischen Entwicklungen im Wandel der Zeit“, sagt Lars Jaeger, Messedirektor Grüne Woche. „In diesem Jahr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein besonders abwechslungsreiches Programm mit großer internationaler Beteiligung. Auf sieben Prozent mehr Ausstellungsfläche ist der Geschmack der Welt unter dem Berliner Funkturm zu Gast. Zugleich werden auf den begleitenden Kongressen wichtige fachliche und politische Fragen gestellt, die die Zukunft unserer Ernährung betreffen.“

Wir gratulieren der Messe Berlin zu diesem besonderen Anlass und wünschen über die Jubiläumsausgabe hinaus weiterhin viel Erfolg.

Neues Jahr, neues Glück: Messegeschäft kommt auf Touren


Weihnachtsfeiertage und Jahreswechsel bedeuten auch in der Messewirtschaft Einkehr und Besinnung. Doch im Januar zeigt sie, wie rasch sie in Fahrt kommt. Insgesamt zogen die Messen unserer Mitglieder zu Jahresanfang wieder viele Besuchende an und weisen somit den Weg, den Fach- und Publikumsmessen im neuen Jahr gehen werden und welch bedeutende Rolle sie für Wirtschaft und Gesellschaft spielen (Bild: Messe Ostwestfalen / Deine Messe).

Struktureller Druck: Einordnung des ifo-Geschäftsklimaindexes 12/2025


Die aktuellen ifo-Zahlen für Dezember 2025 zeigen auf den ersten Blick eine scheinbare Stabilität bei den Umsätzen in der Veranstaltungswirtschaft. Doch dieser Eindruck täuscht. Die Umsatzentwicklung ist weniger Ausdruck steigender Nachfrage als vielmehr ein nominaler Effekt der anhaltenden Inflation und massiv gestiegener Kosten. Eine Einschätzung von Björn Sänger (Bild: Forum Veranstaltungswirtschaft).

Aus volkswirtschaftlicher Sicht spricht vieles dafür, dass wir es hier nicht mit einem echten Umsatzwachstum zu tun haben, sondern mit einer Preis- und Kostenanpassung, die betriebswirtschaftlich kaum Ertragseffekte erzeugt. Höhere Tagessätze, gestiegene Technik-, Energie-, Logistik- und Personalkosten schlagen sich zwar in höheren Umsätzen nieder – sie kompensieren aber lediglich die Kostensteigerungen. Die Margen bleiben unter Druck.

Genau das bestätigen auch die Rückmeldungen aus der – noch nicht repräsentativen, aber aussagekräftigen – VDVO-Mitgliederumfrage:

Kosten steigen schneller als Erlöse, Planungssicherheit fehlt, Investitionen werden verschoben oder gestrichen. In diesem Umfeld sind Umsatzzahlen kein Indikator für wirtschaftliche Gesundheit.

Die vollständige Einordnung gibt es hier.

Fester Bestandteil: Festivalisierung als Wachstumshebel


Für eine im November 2025 vorgestellte Studie von Simon Kucher liegt nun eine Zusammenfassung der Ergebnisse zum Download vor. Der Dauerbrenner Festivalisierung (vom FAMA z.B. an der Herbst-Messefachtagung 2018 in Frankfurt mit Philipp Westermeyer thematisiert) liefert kaum Überraschendes, zeigt aber, dass er durchaus als Erfolgsfaktor wirksam werden kann (Bild: Simon Kucher).

Laut Simon-Kucher Trade-Fair-Future-Studie ist die Festivalisierung von Messen längst im Mainstream angekommen – und wird zum Schlüsselfaktor für Erfolg. So zeigt die Befragung unter Veranstaltern:

  • Für 80 % ist die Erlebnisorientierung bereits fester Bestandteil von Events
  • 90 % setzen auf Erlebnischarakter, um Erlöse zu sichern
  • Bis zu 30 % des Messebudgets fließen bereits in die erlebnisgetriebene Neuausrichtung von Events

Und: Standfläche verliert zukünftig an Bedeutung. Was stattdessen wichtig wird und mit welchen Hürden die Veranstalter rechnen, findet sich in den Studienergebnissen, die hier kostenlos heruntergeladen werden können.

Videostatements von Philipp Westermeyer zu seiner damaligen Vision-Note und von Oliver Schmitt zur anschließenden Podiumsdiskussion finden sich übrigens im FAMA-YouTube-Kanal.

Neue Führung: Messe Ried übernimmt Vorsitz von Messen Austria


Messen Austria ist eine Interessensvertretung von Unternehmen, die Messezentren betreiben und Messen veranstalten. Zehn Mitglieder bilden das Gros des österreichischen Messewesens, als elftes Mitglied vertritt der Messeplatz Bozen die italienische Region Südtirol, die als Grenzregion eng mit Österreich verwoben ist. Die Mitglieder repräsentieren über 100 Messeveranstaltungen. Die Messe Ried hat mit Januar die Präsidentschaft von der Klagenurter Messe übernommen (V.l.: Helmut Slezak, Bernhard Erler, Bild: Messen Austria).

Zusammen mit weiteren Messeveranstaltern sorgen die Mitglieder von Messen Austria für hochwertige Messeveranstaltungen. Diese dienen jährlich zigtausenden ausstellenden Unternehmen als wichtige Marketing- und Vertriebsplattformen. Neben großen Firmen nutzen diese Messen vor allem kleine und mittelständische Betriebe, die das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft darstellen. Der intensive und partnerschaftliche Austausch mit Unternehmen, Körperschaften und Organisationen ist ein wesentlicher Faktor für die laufende Weiterentwicklung von Konzepten für Fach- und Publikumsmessen in Österreich.

Dr. Bernhard Erler, Geschäftsführer der Messe Klagenfurt, freut sich den Vorsitz und die Agenden an den langjährigen Messedirektor und bisherigen Vizepräsidenten Helmut Slezak, Geschäftsführer der Messe Ried, zu übergeben. „Ich bedanke mich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern. In den letzten Jahren ist es gelungen, den Austausch der Messen untereinander sowie mit internationalen Interessensvertretungen zu intensivieren. Gerade in herausfordernden Zeiten war es wichtig, noch stärker den Schulterschluss im Interesse der gesamten Messebranche zu suchen.“

Während seiner zweijährigen Präsidentschaft möchte Helmut Slezak und sein Team die bisherige Arbeit fortsetzen. „Dank der hervorragenden Arbeit meines Vorgängers konnte insbesondere der Austausch innerhalb der Mitglieder forciert und intensiviert werden. Auf diese gute Zusammenarbeit darf ich nun aufbauen und diesen so wichtigen und wertvollen Austausch weiter fördern. Die internationale Weiterbildung sowie eine optimale Vernetzung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben wichtige Aufgaben,“ erklärt Slezak.

Die Messe Ried besteht seit 1867 und ist der älteste Messestandort Österreichs. Helmut Slezak selbst ist seit 2005 Geschäftsführer der Messe Ried. Er freue sich zusammen mit dem neuen Vizepräsidenten, Alexander Kribus, dem Geschäftsführer der Messe Salzburg, und den Mitgliedern, die anstehenden Aufgaben zu erfüllen.

Wir wünschen Helmut Slezak und Messen Austria alles Gute und viel Erfolg. Zur Website geht es hier.

Fortbildung Veranstaltungsleitung: Nächste Ausfahrt Husum


Unser beliebtes Weiterbildungsangebot von Martin Glöckner und Thilo Könicke geht in die dritte Runde und findet am 8. Mai 2026 bei der Messe Husum statt. Das konkrete Tätigkeitsfeld der Veranstaltungsleitung wird, während laufender Veranstaltung inklusive Auf- und Abbau, betrachtet. Teilkomponenten der Funktion werden analysiert und individuell priorisiert wobei die Befugnisse abgeglichen und bewertet werden (Bild: FAMA).

Auf der theoretischen Seite werden Erläuterungen zu den einschlägigen Normen und Rechtsgrundlagen in den betreffenden Bereichen besprochen und anhand laufender Rechtsprechung eingeordnet.

Im Bereich der Praxis wird auf die konkrete Situation der Teilnehmer eingegangen, etwa in Bezug auf bundeslandspezifische Vorschriften und die Herausforderungen der konkreten Form und Besonderheiten durchgeführter Veranstaltungen. 

Praktische und auf den Teilnehmerkreis zugeschnittene Übungen, beispielsweise zur Einhaltung der Kommunikationskette, Krisenmanagement oder das dokumentierte Arbeiten in einem „Veranstalterstab“, werden das Seminar ergänzen.

Mitglieder des FAMA erhalten eine Ermäßigung von 100,00 EUR pro Person. Zum Anmeldeformular geht es hier.

Neuer Kanal: Mitglieder-News auf Linkedin


Die Aktivitäten unserer Mitglieder, allen voran ihre Messen und Ausstellungen, sind so vielfältig und zahlreich, dass wir mit unseren bestehenden Kommunikations-Kanälen an unsere Grenzen geraten sind. Daher gibt es ab sofort eine neue Fokus-Seite auf Linkedin: Die Mitglieder-News. Sie ist unseren Mitgliedern vorbehalten und bringt exklusiv Meldungen aus diesem Kreis (Bild: vondelift/Pixabay).

Der Mehrwert für unsere Mitglieder steht bei allem, was wir tun, im Vordergrund. Angesichts der zahlreichen Messen und Ausstellungen aus diesem Kreis haben wir beschlossen, dafür einen eigenen Kanal zu eröffnen. Neben Ankündigungen und Abschlussmeldungen veröffentlichen wir dort auch allgemeine News aus dem Mitgliederkreis. Vollständigkeit können wir leider nicht gewährleisten, aber wer newsletter@fama.de in seinen Presseverteiler aufnimmt, hilft uns sehr, den Überblick zu bewahren.

Wir würden uns über viele Follower, Likes, Kommentare und Shares sehr freuen – genauso wie viele interessante Meldungen. Gemeinsam verschaffen wir unserem Content die Reichweite, die er verdient.

Veröffentlichungen auf dem neuen Kanal sind unseren Mitgliedern vorbehalten.

Schlüsselindustrie Messewirtschaft: Branche sichert Jobs und Milliarden


Die Messewirtschaft in Deutschland trägt Jahr für Jahr mit gut 30 Milliarden Euro wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des Landes bei. Dies zeigen frische Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos, das im Auftrag des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA die Bedeutung der Branche ermittelt hat. Die Studie, die in den kommenden Wochen in Gänze erscheint, zeigt zudem, dass in Deutschland wenigstens 280.000 Arbeitsplätze durch die Messewirtschaft gesichert und gut 5,4 Milliarden Euro Steuern bei Bund, Ländern und Gemeinden eingenommen werden (Bild: PSI, Quelle: RX Germany / Oliver Wachenfeld). 

Die Prognos-Studie basiert auf Befragungen von mehr als 33.700 Besucherinnen und Besuchern und über 17.700 ausstellenden Unternehmen. Durchgeführt wurde sie zwischen September 2024 und Oktober 2025 bei 30 Messen an zehn deutschen Messeplätzen. Die Messe Frankfurt hat ihre Zahlen, die Teil der gesamten Erhebung sind, als erste jüngst veröffentlicht. Demnach sichert sie allein deutschlandweit mehr als 30.000 Jobs und generiert 667 Millionen Euro an Steuereinnahmen.

Erste AUMA-Hochrechnungen zeigen für 2025 bei allen wesentlichen Branchen-Kennzahlen Pluszeichen: Auf den 304 Messen des Vorjahres wurden demnach 190.490 Aussteller gezählt (+ 0,7 Prozent verglichen jeweils mit ihren Vorveranstaltungen). Die Standfläche stieg ebenfalls leicht um 0,7 Prozent auf mehr als 6,9 Millionen Quadratmeter. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher stieg sehr deutlich um drei Prozent auf mehr als 12,8 Millionen Besucherinnen und Besucher.

Die Originalmeldung findet sich hier.