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Informationsquelle FAMA-Blog

Hier bloggt der FAMA! Positionen, Kommentare, Meldungen zum Vereinsgeschehen und zur Messewirtschaft mit umfassendem Archiv.
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Montag, 2. März 2026

Der Blick nach vorn: Was an Messen passiert, passiert nur an Messen


Manche Gelegenheiten muss man am Schopf packen, wenn sie sich einem bieten. So geschehen an der zurückliegenden Retro Classics auf dem Gelände der Messe Stuttgart. Der zeitgleich stattfindende CDU-Bundesparteitag und die ausgestellten Oldtimer als emotionale Sympathieträger erzeugten eine Konstellation, wie sie so eigentlich nur auf Messen entstehen kann (Bild: Retro Messen).

Kolumne von Oliver Schmitt

Klar, man kann das auch von langer Hand planen. Dafür gibt es schließlich Protokollabteilungen. Allerdings kann sich kaum ein mittelständischer Familienbetrieb sowas leisten. Zudem ist es fraglich, ob eine Oldtimer-Messe bei den zuständigen Stellen im Politikbetrieb als angemessene Plattform für den öffentlichkeitswirksamen Auftritt eines Politikers erachtet wird.

Wer die Könickes kennt, der weiß, dass hier stets pragmatisch agiert wird und genau das ist auch passiert. Nun hat auch nicht jeder eine passende Adenauer-Limousine von Mercedes-Benz verfügbar, aber das gehört eben zur messetypischen Serendipität dazu. Ein bisschen Glück braucht es natürlich auch, wenn sich ein Politiker als Sammler und Oldtimer-Fan entpuppt. Aber das ist dann halt das Glück des Tüchtigen.

Die Grundvoraussetzung ist aber dieses messetypische Setting: Hier kommen Menschen zusammen, die ein Interesse, eine Aufgabe oder ein Thema eint. Und wenn es um besonders viele Menschen geht (in diesem Fall 83.000 Oldtimer-Fans und rund 2.000 Teilnehmende am Parteitag), dann bleibt nicht mehr viel Infrastruktur übrig, wenn es trocken, warm und professionell zugehen soll. Den Rest besorgt die unnachahmliche Mischung von attraktiven Fotomotiven, gesellschaftlicher und politischer Relevanz und natürlich der Riecher, im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen.

In diesem speziellen Fall kann sich der FAMA glücklich schätzen, ein schlagkräftiges Vorstandsgremium zu haben, dass aus den politischen Forderungslandschaft von Messen flugs ein Positionspapier zu formulieren und dies an passender Stelle persönlich zu überreichen. Das ist quasi Lobbyismus im Vorbeigehen und gerade deshalb von besonderer Qualität.

Mein Respekt gilt daher unseren Vorstandmitgliedern, die sich unermüdlich und ehrenamtlich für die Messewirtschaft einsetzen, und natürlich Henning und Thilo Könicke, die mit ihrem Team die Gelegenheit ergriffen und neben schönen Bildern echten Mehrwert für unsere Gemeinschaft erzeugt haben. Bravo!

Buchtipp: Nachhaltigkeitsmanagement in der Veranstaltungsbranche


Dieses Buch zeigt praxisnah und auf den Punkt, wie Sie ein nachhaltiges Veranstaltungsmanagementsystem Schritt für Schritt in Ihrem Unternehmen etablieren. Nachhaltigkeit ist längst ein Schlüsselfaktor für die Zukunft der Veranstaltungsbranche. Die internationale Norm ISO 20121 bietet hierfür einen klaren Rahmen, doch die Umsetzung dieses abstrakten Regelwerks ist für viele Unternehmen eine Herausforderung. Die Autoren erklären anhand konkreter Beispiele aus der Branche und praxiserprobter Handlungsempfehlungen, wie sich die Norm in den betrieblichen Alltag übersetzen lässt (Bild: Springer Gabler).

Von den Grundlagen des PDCA-Zyklus über Führung, Planung und Betrieb bis hin zu konkreten Anwendungen aus verschiedenen Gewerken ist es ein Werk für Geschäftsführende, Nachhaltigkeitsbeauftragte und Qualitätsmanager*innen, die endlich mit der Implementierung der Norm beginnen wollen – für Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Wirkung in der Veranstaltungswirtschaft.

Quick Guide ISO 20212 • Nachhaltigkeitsmanagement in der Veranstaltungsbranche, fwd/IFES (Hrsg.), 203 Seiten, Heidelberg, 2026, Verlag Springer Gabler, 29,99 EUR

Mutiger werden: Swiss Cyber Security Days für digitale Unabhängigkeit


Unter dem Motto «Digital Sovereignty – The New Frontier» fand am 17. und 18. Februar 2026 die siebte Ausgabe der Swiss Cyber Security Days auf dem BERNEXPO-Areal in Bern statt. Nationale und internationale Referent*innen lieferten Antworten auf die wichtigsten digitalen Fragen unserer Zeit. Mit 2.800 Besuchenden und über 100 Ausstellern blicken die Veranstalter auf eine erfolgreiche Ausgabe zurück (Bild: BERNEXPO).

Am Dienstag, 17. und Mittwoch, 18. Februar 2026 wurde das BERNEXPO-Areal zum Brennpunkt einer Debatte, die über Sicherheit, Freiheit und Selbstbestimmung entschied. Zum dritten Mal in Folge gastierten die Swiss Cyber Security Days, die führende Plattform zum Thema Cybersicherheit, in Bern und brachten nationale und internationale Referent*innen an einem Ort zusammen. Mit 2.800 Besuchenden und über 100 Ausstellern knüpfte die Ausgabe an den Vorjahreserfolg an. Ein Höhepunkt war das Referat von Florian Schütz, Direktor Bundesamt für Cybersicherheit (BACS), der die aktuelle Cybersicherheitslage in der Schweiz einordnete und sie in Beziehung zum internationalen Umfeld setzte.

Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

Newsticker smartville.digital: Wurzeln • Disruption • Influencer


Smartville bezeichnet sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messewirtschaft in den deutschsprachigen Ländern. Es ist ein Newsroom für Marketing- und Kommunikationsleader, die neue Wege in der Marketingkommunikation suchen. Der Fokus liegt auf „digital first“. Herausgeber ist Urs Seiler. Drei aktuelle Meldungen haben wir für diese Ausgabe ausgewählt (ESB Marketing Netzwerk; Foto: Smartville).

CEO a.i. Andrea Zappia will mit MCH auf starken Wurzeln wachsen

Der Jännertrunk der MCH Group ist zu einer beliebten Tradition geworden, weil man stets viel Neues erfährt. CEO a.i. Andrea Zappia nahm zum ersten Mal am Jännertrunk teil und es war erfrischend, seinen italienischen Charme auf der Bühne zu sehen. „Nur unsere starken Wurzeln erlauben es uns, zu wachsen und in der Stadt Basel finden wir eine Inspiration“, sagte er.

Digitale Disruption, Pandemie und Marktbereinigung im Schweizer Entertainment

Wo steht das Schweizer Entertainment nach einem Jahrzehnt voller Umbrüche? Seit zehn Jahren prägt der Kongress 360° Entertainment diese Branche. Das Jubiläum in Andermatt bringt am 24. und 25. März frische Impulse und neue Formate auf die Bühne.

Warum Influencer*innen strategischer Erfolgsfaktor für Messen & Events sind

Influencer*innen sind in der Live-Kommunikation längst vom „Nice-to-have“ zum strategischen Hebel geworden. Für Messen und Events – deren Kosten stetig steigen – eröffnen sie die Möglichkeit, Reichweite weit über den Messestand oder die Veranstaltung hinaus zu erzielen und gleichzeitig zusätzlichen Traffic vor Ort zu generieren.

Zuhause im Wandel: com:bau Dornbirn bietet Orientierung


Vom 6. bis 8. März zeigt die com:bau im Messequartier Dornbirn, wie sich Bauen und Wohnen weiterentwickeln. Als zentrale Plattform vernetzt sie Bauwirtschaft, Fachleute und Interessierte. Sie vereint Angebote aus Bauhandwerk, Energie, Finanzierung sowie Immobilien und bietet unabhängige Beratung für Sanierung, Bauvorhaben und Kauf (Bild: Messe Dornbirn).

Die Baubranche befindet sich im Wandel. Höhere Kosten und begrenzte Budgets beeinflussen die Entscheidungen rund um das Bauen und Sanieren. Viele Bauinteressierte suchen verlässliche Informationen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Das Eigenheim bleibt wichtig, gleichzeitig gewinnen neue Wohnformen an Bedeutung.

Die com:bau greift diese Entwicklungen auf und führt die zentralen Branchenthemen an einem Ort zusammen. Sie bündelt Bauhandwerk, Energie, Finanzierung und Immobilien und verdeutlicht, wie vielfältig die aktuellen Anforderungen an Bauprojekte sind. Knapp 180 AusstellerInnen stellen dazu Baustoffe, Sanierungskonzepte, Photovoltaiklösungen mit Speicher, Smart Home Technologien sowie Finanzierungsmodelle und Immobilienangebote vor. Fachleute geben unabhängig und kostenlos Auskunft zu Energieeffizienz, Förderungen und rechtlichen Faktoren.

Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

Fünf Fragen an: Robert Ninnemann • FAMA e.V.


Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Derzeit stehen der Reihe nach unsere eigenen Vorstandsmitglieder Rede und Antwort. Nach Henning Könicke, Astrid Jaeger, Stefan Köster, Michael Kynast und Michael Köhler folgt nun Robert Ninnemann (im Vorstand für die Zusammenarbeit mit dem Forum Veranstaltungswirtschaft zuständig), im Hauptberuf Geschäftsführer von RAM Regio aus Erfurt (Bild: RAM Regio/Volker Hielscher).

Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?

Eigentlich immer dann, wenn ich in ein gutes Gespräch mit interessanten Menschen vertieft bin. Wenn noch nicht alles gesagt ist, passiert es schnell, dass jemand auf die Uhr schaut und das Ende anmahnt – meine Frau kann davon ein Lied singen.

Wenn alle gehen wollen, habe ich oft noch eine letzte Frage, die unbedingt geklärt werden muss, damit ein Termin wirklich rund abgeschlossen ist.

Wie hat sich deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Durch die Vielzahl an Begegnungen und Eindrücken versuche ich eigentlich ständig, Positionen zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Mein aktuelles Lieblingsbeispiel ist die „Verwaltung“. In der öffentlichen Debatte hört man derzeit fast täglich pauschale Bürokratie- und Verwaltungskritik. In der aktuellen Vorarbeit zu unserem größten Messeprojekt, der Thüringen Ausstellung 2026, habe ich jedoch viele sehr positive Erfahrungen gemacht. Diese Begegnungen haben mein Verständnis für die jeweils andere Perspektive deutlich erweitert und mir gezeigt, wie viele engagierte Menschen dort lösungsorientiert arbeiten und unterstützen wollen.

Wenn man wirklich zuhört – ganz im Sinne von audiatur et altera pars, also auch die andere Seite hört – wird schnell klar, dass jeder aus seinem Fachgebiet wertvolle Impulse einbringen kann.

Was ist das Beste an deinem Beruf?

Ganz klar: die Vielfalt. An einem Tag führe ich politische Gespräche, am nächsten tauche ich in technische Detailfragen ein mit Menschen, die für ihr Thema brennen.

Diese Mischung aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten macht die Arbeit an Verbrauchermessen für mich jeden Tag neu spannend. Meine Neugier ist dabei ein großer Motor – ob mir der Staatssekretär oder Minister aus seinem Alltag berichtet oder ein Eisenbahner mit leuchtenden Augen eine historische Weichenstellanlage erklärt, beides kann gleichermaßen faszinierend sein.

Genau diese thematische Bandbreite ist ein echtes Geschenk und zeigt, wie viel Inspiration und neuer Input in der Organisation von Verbrauchermessen steckt.

Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?

Grundsätzlich jeder – entscheidend ist für mich nur, dass die Argumente fundiert und wirklich durchdacht sind. Ich bin jederzeit bereit, meine Positionen anzupassen, wenn neue Perspektiven oder bessere Begründungen auf den Tisch kommen.

Schwieriger wird es für mich nur dann, wenn Kritik eher der Verlängerung einer Diskussion dient als einer echten inhaltlichen Weiterentwicklung. Unser verstorbener Unternehmensgründer Eberhard Kreuser pflegte zu sagen: „Die Ausrede ist schneller raus als die Maus zurück im Loch.“ In diesem Satz steckt viel Wahrheit – denn nicht jede Gegenposition bringt automatisch einen echten Mehrwert.

Wenn Kritik Substanz hat, neue Blickwinkel eröffnet und zu besseren Entscheidungen beiträgt, nehme ich sie sehr gern an und entwickle das Lagebild entsprechend weiter.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?

Grundsätzlich erst einmal ein spannendes Experiment. Meine Frau würde vermutlich sofort meinen Puls fühlen und sich fragen, ob mit mir alles in Ordnung ist. Gleichzeitig reizt mich der Gedanke – vielleicht sind die Sorgen im Vorfeld größer als die Realität.

Ich nutze das Smartphone sehr intensiv, um schnell Antworten auf Fragen zu finden, erreichbar zu sein und zügig reagieren zu können, wenn in einem Projekt etwas aufpoppt. Ganz ohne wäre es wahrscheinlich zunächst ungewohnt still, vielleicht sogar mit einem gewissen Kontrollverlust verbunden.

Aber wer weiß – möglicherweise wäre es auch überraschend befreiend und ein guter Anlass zur Selbstreflexion. Vielleicht würde man sogar feststellen, dass vieles auch ohne meine permanente Erreichbarkeit erstaunlich gut funktioniert.

Neue Wege: Andreas Markgraf verlässt inRostock


Nach 23 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit trennen sich die inRostock GmbH und Andreas Markgraf, bisheriger Geschäftsbereichsleiter der HanseMesse Rostock, einvernehmlich. Andreas Markgraf war über mehr als zwei Jahrzehnte in leitender Funktion für die HanseMesse Rostock tätig und hat deren Entwicklung sowie Positionierung als bedeutenden Veranstaltungsstandort in der Region maßgeblich mitgestaltet. In dieser Zeit wurden zahlreiche nationale und internationale Messen, Kongresse und Veranstaltungen erfolgreich umgesetzt und weiterentwickelt (Im Bild mit Kolleg*innen ganz rechts, Bild: inRostock).

Oliver Fudickar, Geschäftsführer der inRostock GmbH, bedankt sich ausdrücklich für das langjährige Engagement: „Andreas Markgraf hat die HanseMesse Rostock über 23 Jahre hinweg mit Fachkompetenz und persönlichem Einsatz geprägt. Für diese langjährige Zusammenarbeit danken wir ihm und wünschen ihm für seine weitere berufliche und persönliche Zukunft alles Gute und viel Erfolg.“

Auch Andreas Markgraf blickt dankbar auf seine Zeit bei der inRostock GmbH zurück: „Nach 23 erfolgreichen Jahren im Landesmessezentrum und unglaublich vielen Aufgaben und Projekten, ist nun der richtige Zeitpunkt, sich neuen Aufgaben zu stellen. Als regionaler Standort beheimatet die HanseMesse ein breites Portfolio an Eigenmessen und Gastveranstaltungen und ist für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Ich danke allen Ausstellern und Partnern für die Zusammenarbeit und blicke nun neuen beruflichen Herausforderungen entgegen. Dem Team der inRostock GmbH wünsche ich für die Zukunft alles Gute.“

Auch wir wünschen Andreas Markgraf alles Gute.

Mitglieder stellen sich vor: Olaf Freier • HINTE Expo & Conference


Der FAMA gewinnt kontinuierlich neue Mitglieder, die wir dann hier vorstellen, damit sie sich schneller ins Netzwerk unseres Verbandes einfügen und sich unsere bestehenden Mitglieder ein Bild machen können. Doch auch all jene Mitglieder, die schon länger im FAMA vertreten sind, wollen wir hier sukzessive vorstellen. Diesmal an der Reihe ist die HINTE Expo & Conference. Das Unternehmen ist ein privater, familiengeführter Mes-severanstaltern und gehört zur HINTE Gruppe, die von Christoph Hinte in geführt wird. Sein Sohn Vincenz Hinte steht als vierte Generation bereits in Verantwortung und agiert als CEO der HINTE Marketing und Media. HEC-Geschäftsführer Olaf Freier beantwortet uns einige Fragen (Bild: HINTE).

Die HINTE Expo & Conference zählt zu den privaten Messeveranstaltern in Familienhand, in eurem Fall sogar schon in der vierten Generation. Was ist das Besondere an HINTE und an eurer Ausrichtung?

HINTE ist 80 Jahre alt – und genau deshalb können wir nicht stehenbleiben. Als CEO eines Familienunternehmens in vierter Generation sehe ich Tradition als Verpflichtung zur Erneuerung. „HINTE – 80 Jahre Zukunft!“ ist für mich kein Claim, sondern Führungsauftrag. Als inhabergeführtes Unternehmen können wir langfristig entscheiden und Transformation aus eigener Überzeugung steuern.

Wir entwickeln Plattformen mit ganzjähriger Relevanz und verbinden dabei Messe, Medien und digitale Angebote der HINTE Group. Und das nicht nur für uns. HINTE Marketing & Media arbeitet dabei nicht nur für unsere eigenen Projekte – auch externe Unternehmen und Veranstalter nutzen unsere Kompetenzen. Unser Anspruch ist es, Märkte aktiv mitzugestalten.

Das Messe- und Veranstaltungsgeschäft ist von permanentem Wandel geprägt. Wie hat sich das Messegeschäft für Euch zuletzt entwickelt und womit rechnet ihr in den kommenden Jahren?

Die letzten Jahre haben gezeigt: Das Messegeschäft ist kein Selbstläufer mehr. Wir erleben eine stärkere Nachfrage nach klar positionierten Fachplattformen und weniger Toleranz für austauschbare Formate. Größe allein schützt nicht vor Bedeutungsverlust. Entscheidend sind klare Positionierung und die Bereitschaft, Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln.

Für mich verkauft eine Messe heute nicht mehr nur Fläche, sondern Wirkung – in Form von hochwertigen Leads, inhaltlicher Reichweite und belastbaren Netzwerken. In den kommenden Jahren rechne ich mit einer weiteren Professionalisierung der Geschäftsmodelle in unserer Branche.

Welchen Stellenwert messt Ihr Entwicklungen wie Digitalisierung und künstlicher Intelligenz für die Abläufe in eurem Unternehmen bei und wie werden diese die Customer Journeys eurer Aussteller und Besuchenden zukünftig beeinflussen?

Digitalisierung ist bei uns keine eigene Abteilung, sondern Teil unseres Geschäftsmodells. Wir digitalisieren Prozesse in Vertrieb, Flächenmanagement und Content, um Customer Journeys möglichst ohne Medienbrüche zu gestalten.

Für Aussteller bedeutet das perspektivisch präzisere Zielgruppenansprache und mehr Transparenz bei der Lead-Qualität, für Besuchende relevantere Inhalte und bessere Orientierung. Beim Einsatz von KI sind wir erste Schritte in verschiedenen Bereichen gegangen, testen aber auch konkrete Anwendungen. Ein Beispiel ist „Echobrief“ der HINTE Marketing & Media: Ein KI-gestütztes Tool, das Inhalte z.B. Vorträge oder Keynotes analysiert, strukturiert und für Social Media oder Newsletter aufbereitet.

So verlängern wir die inhaltliche Wirkung unserer Veranstaltungen über das Event hinaus. KI muss unser Geschäftsmodell besser machen – nicht nur Prozesse schneller.

Welche Herausforderungen seht ihr in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und wie geht Ihr ganz konkret damit um?

Nachhaltigkeit ist für uns kein Imageprojekt, sondern eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Die Herausforderung besteht darin, ökologische Verantwortung wirtschaftlich tragfähig umzusetzen.

Seit Ende 2024 sind wir im Rahmen des Programms KLIMAfit des Umweltministeriums Baden-Württemberg zertifiziert. Diese Leitplanken helfen uns, Entscheidungen im Alltag strukturierter zu treffen – von der Treibhausgasbilanz über Emissionsreduktion bis hin zu mehr Energieeffizienz.

Ökologisch reduzieren wir Papier und Ressourcen, ökonomisch fokussieren wir uns klarer, sozial investieren wir in Team, Weiterbildung und Kultur. Wir sind noch nicht am Ziel, gehen die nächsten Schritte aber konsequent.

Warum ist die HINTE Expo & Conference Mitglied im FAMA und was erwartet ihr euch von unserer Gemeinschaft in Zukunft?

Gerade in Zeiten des Umbruchs braucht unsere Branche ehrlichen Austausch. Wir sind Mitglied im FAMA, weil wir den offenen Dialog auf Augenhöhe und den fachlichen Austausch schätzen. Themen wie neue Geschäftsmodelle, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Nachwuchsförderung beschäftigen uns alle intensiv – hier liegt großes Potenzial, gemeinsam weiterzudenken und voneinander zu lernen. Gerade deshalb ist dieser Austausch für mich von großem Wert.

Wir bedanken uns für das Gespräch.

Fusion vollzogen: Schenker nun Teil von DSV Fairs & Events


Ab 1. Januar 2026 agieren DSV und Schenker im Bereich Road und Kontraktlogistik offiziell unter einer Flagge. Die Bereiche Air & Sea, Fairs & Events und Verzollung folgen ab 1. Februar 2026. Gemeinsam bilden die beiden Unternehmen eines der weltweit größten Transport- und Logistiknetzwerke mit mehr als 150.000 Mitarbeitenden in über 90 Ländern (Bild: DSV).

Dazu Jens H. Lund, Group CEO: „Mit dieser Akquisition sind wir ein globaler Marktführer in der Transport- und Logistikindustrie, und das in einer Zeit, in der globale Lieferketten mehr denn je im Fokus stehen und unsere Kunden ein zuverlässiges und agiles globales Netzwerk von Dienstleistungen und Produkten benötigen. Mit dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen schaffen wir eine einzigartige, flexible Plattform für langfristiges Wachstum. Davon werden unsere Kunden, Mitarbeitenden, Aktionäre und alle unsere Stakeholder profitieren.“

Wir gratulieren dem Team um Business Development Manager Volker Baumann und wünschen weiterhin viel Erfolg. Weitere Informationen finden sich hier.

Auf nach Sachsen: Erfurt bringt Motorradmesse nach Sachsen


Die Messe Erfurt richtet in Kooperation mit der Messe Dresden die „Motorradmesse Dresden“ am 6. und 7. März 2027 auf dem Dresdner Messegelände aus. Mit dem bewährten Messekonzept der Motorradmesse Erfurt entsteht in enger Zusammenarbeit mit den Motorradhändlern und Partnern der Region ein neuer zentraler Saisonauftakt für Motorradfans aus Sachsen (Bild: Messe Erfurt).

Die Messe Erfurt GmbH organisiert seit vielen Jahren gemeinsam mit einem der erfolgreichsten Motorradhändler Thüringens die Motorradmesse Erfurt (MME). Mit rund 90 Ausstellern und jährlich nahezu 21.000 Besuchenden ist sie eine der größten Motorradmessen in Deutschland. Erfolgsfaktor Nummer 1 der MME ist die enge Zusammenarbeit mit den regionalen Händlern und der Motorradszene in Thüringen. Hieran werden die Veranstalter der Motorradmesse Dresden, die Messe Erfurt und die Messe Dresden, anknüpfen.

Wir freuen uns über diese schöne Kooperation zweier Mitglieder und wünschen viel Erfolg. Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

Außerschulischer Lernort: Toller Move der Thüringen Ausstellung


Ein guter Riecher, ein wenig Glück und Hartnäckigkeit haben sich für die Thüringen Ausstellung der RAM Regio in Erfurt ausgezahlt. Sie ist in diesem Jahr ein sogenannter „außerschulischer Lernort“. Unser Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der RAM Erfurt ist am Ball geblieben und hat etwas möglich gemacht, das zunächst unmöglich schien (Bild: RAM Erfurt).

Lehrkräfte von Thüringer Schulen können aus einem Angebot verschiedener Aussteller wählen und sich und ihre Klassen dafür anmelden. Zum Angebot zählen u.a. der Deutsche Bundestag, das Fleischerhandwerk Thüringen, die Thüringer Landesmedienanstalt, ein Dachdeckermeisterbetrieb, die Verbraucherzentrale Thüringen oder die Handwerkskammer Erfurt. Auf diese Weise werden nicht nur neue, junge Zielgruppen an die Messe herangeführt. Das Thüringer Schulportal des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien bietet mit einem offiziellen Eintrag im seiner Mediathek einen Anlaufpunkt für Lehrerinnen und Lehrer.

Das Thema außerschulischer Lernort bietet auch den ausstellenden Unternehmen Zugang zu einer klar umrissenen Zielgruppe. Und der zivilgesellschaftliche Mehrwert durch eine praktische, lebendige Lernumgebung ist nicht zu unterschätzen.

Wir gratulieren dem Team um Robert Ninnemann zu dieser toll umgesetzten Idee und freuen uns auf einen Pitch im Rahmen einer der folgenden Messefachtagungen.

75 Jahre: Spielwarenmesse feiert Jubiläum


Die Spielwarenwelt traf sich vom 27. bis 31. Januar in Nürnberg – und feierte ein besonderes Ereignis: Die Spielwarenmesse feiert gemeinsam mit Handel, Industrie und Medien ihren 75. Geburtstag. Als führendes B2B-Event brachte sie die Branche zusammen und festigte ihre Bedeutung als zentrale Plattform für Geschäftsentwicklung, Inspiration und persönliche Begegnungen (Von links: F. Hess, J. Pflüger, C. Ulrich; Bild: Ingmar Wein/Spielwarenmesse).

Zum Jubiläum setzte die Veranstalterin, die Spielwarenmesse eG, neue inhaltliche Akzente, förderte den Dialog über Zukunftsthemen und inszeniert das gesamte Messegelände als lebendige Bühne. Die Erfolgsgeschichte der Spielwarenmesse erreichte mit der 75. Ausgabe einen besonderen Meilenstein. Vor Eingang Mitte lud der „Walk of Play” dazu ein, die wichtigsten Etappen der Messegeschichte zu entdecken. Was 1949 mit dem Beschluss zur Gründung begann, hat sich schnell zum internationalen Treffpunkt der Branche entwickelt.

„Die Spielwarenmesse steht mehr denn je für die Abbildung des Weltmarkts, zugleich aber auch für Spezialisierung und ein globales Netzwerk mit ganzjährigen Kontakten“, sagte Christian Ulrich, Vorstandssprecher der Spielwarenmesse eG. In 18 Hallen mit 13 Produktgruppen zeigte die Veranstaltung die komplette Bandbreite der Spielwarenwelt. Zum Jubiläum wurde auf dem gesamten Messegelände gefeiert: Mehr als 30 Aktionen – darunter Selfie-Spots, Mitmachstationen und Musikacts – hatten die Aussteller vorbereitet.

Wir gratulieren dem Team um Florian Hess, Jens Pflüger und Christian Ulrich zum Jubiläum (und zum Spitzen-Jubiläums-Ergebnis mit 2.313 Ausstellern aus 68 Ländern und 58.900 Besuchenden aus 121 Nationen). So darf’s weitergehen!

Kurzer Monat: Lebendiges Messegeschäft im Februar


Im Februar war das Land zweigeteilt: Im Norden und Osten Schnee und Eis, im Süden und Westen Matsch, Karneval und Fasching. Einig sind sich wieder mal die Messen unserer Mitglieder, die trotz teils schwieriger Wetterverhältnisse top geliefert und über 360.000 Besuchende (und wegen frühem Redaktionsschluss manche Messen noch gar nicht berücksichtigt) angezogen haben. Für einen so kurzen Monat ein mehr als respektabler Wert (Bild: Retro Messen).

Vorsichtiges Luftholen: Einordnung des ifo-Geschäftsklimaindex 1/2026


Allen guten Vorsätzen zum Trotz ist der Jahresanfang in unserer Branche traditionell kein Selbstläufer. Und genau deshalb ist das, was sich im Januar 2026 gezeigt hat, bemerkenswert.  Die ifo-Zahlen zum  Jahresbeginn 2026 senden kein Aufbruchssignal. Aber sie zeigen etwas, das zu diesem Zeitpunkt in den beiden Vorjahren nicht in dieser Breite da war: ein vorsichtiges, breit abgestütztes Luftholen. Eine Einschätzung von Björn Sänger (Bild: Forum Veranstaltungswirtschaft).

Gerade mit Zahlen zum Jahresstart ist allerdings sorgsam umzugehen. Ist das bereits Substanz, oder nur der Reflex eines neuen Jahres? Das Bedürfnis, Ballast abzuwerfen, Hoffnung mitzunehmen und nach vorne zu schauen, begleitet uns schließlich jeden Januar.

Der Blick in die vergangenen Jahre hilft bei der Einordnung. Nach dem ausgeprägten Winter-Tief zu Beginn 2024 und der Stagnation zum Jahresstart 2025 bewegen sich im Januar 2026 mehrere zentrale Indikatoren gleichzeitig leicht nach oben. Geschäftsklima und Geschäftslage stabilisieren sich, die Umsatzentwicklung zeigt sich weniger volatil als noch im Herbst. Das ist keine Trendwende, aber es ist ein anderes Signal als in den Vorjahren, früher im Jahr und mit mehr Gleichklang zwischen den Indikatoren.

Der Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen passt auch in dieses Bild. Denn der Januar ist in der Veranstaltungswirtschaft traditionell eine Phase des Übergangs und der Anpassung. Projektlogiken, Effizienzfragen und Zurückhaltung bei Fixkosten prägen die Personalentscheidungen. Entscheidend ist, dass diese Entwicklung aktuell – anders als zu Jahresbeginn 2024 und 2025 – nicht von einer weiteren Eintrübung der Stimmung begleitet wird. Und das kann in der Konsequenz dann auch Produktivitätsgewinne bedeuten.

Unser Fazit: Der Januar 2026 markiert keinen Durchbruch. Aber er unterscheidet sich spürbar von den Starts der beiden Vorjahre. Sollte sich diese vorsichtige Stabilisierung im weiteren Jahresverlauf bestätigen, kann daraus Handlungsspielraum entstehen. Vorausgesetzt, die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen geben unserer Branche die nötige Planungssicherheit. Konkret heißt das für die Veranstaltungswirtschaft: eine Reform des Arbeitszeitrechts, Rechtssicherheit für Selbständige, der Abbau von Abgabenlast und Bürokratie sowie eine wirksame Regulierung des Ticketzweitmarktes.

Auf dem Papier stand der Januar in der Veranstaltungswirtschaft zuletzt selten für Aufbruch. Der Auftakt 2026 steht zumindest für die Chance, das Jahr und seine vielen Herausforderungen mit etwas mehr Rückenwind anzugehen.

Offene Worte: Interview mit Mark Deneberger • Cooklife


Mark Deneberger, Inhaber von Cooklife und seit 30 Jahren versierter Aussteller an Publikumsmessen, hat die FAMA-Crowd an der zurückliegenden Messefachtagung in Münster ganz schön aufgerüttelt. Über kaum eine Session am B2C-FachForum wurde hinterher so lebendig diskutiert. Auch wenn nicht alles schmeichelhaft war, was er uns Messemachern an Spiegel vorgehalten hat, da wollten wir nochmal nachhaken. Auch für all jene, die in der Session nicht dabei sein konnten. Deshalb hat sich Oliver Schmitt zum Online-Interview mit ihm getroffen (Bild: Screenshot).

Oliver Schmitt: Sie vertreiben Küchen-, Haushalts- und Reinigungsutensilien, sowohl von der Marke Kochblume als auch von ihrer Eigenmarke Unico Puro. Das tun sie in Online-Shops, auf dem Teleshopping-Kanal QVC und auf, in diesem Jahr insgesamt 14, Messen. Welchen Stellenwert haben diese Kanäle und wie beeinflussen sie sich gegenseitig?

Mark Deneberger: Dazu muss man wissen, dass wir Kochblume online nicht exklusiv vertreiben, die haben ihren eigenen Online-Shop. Als Markeninhaber mit dem Markennamen als Domain, da hätten wir es auf Google schwer. Aber wenn wir auf Messen verkaufen, dann bekommen die Kunden ein Goodie, sei es Gratisversand oder einen Sonderrabatt, wenn sie in unserem Shop bestellen.

Ansonsten ist es so, dass der Vertriebskanal Teleshopping bei uns an Nr. 1 steht, die Messen an Platz 2 und das Online-Geschäft auf Platz 3. Vor Corona war das ein bisschen anders, da hatten wir aber auch fast doppelt so viele Messen im Kalender.

OS: Apropos Corona - Wie haben Sie den Wiederanlauf nach Corona erlebt?

MD: Also erstmal muss ich einen Schlenker zum Runterfahren machen, denn wir sind von 32 Messen auf Null runter. Das hatte enorme Konsequenzen, auch für unsere Belegschaft. Deshalb haben wir auch ohne zu zögern sofort wieder auf Messen gesetzt, als das irgendwie möglich war. Am Anfang waren die Leute auch heiß darauf, irgendwie wieder rauszukommen. Aber vor ungefähr zwei Jahren haben wir uns dann auf die rund 14 Messe konsolidiert, die wir jetzt beschicken. Denn Ende Corona hat auch der Letzte kapiert, wie man Dinge online bestellt und das war einfach zu spüren.

Echte Premiere: FAMA Behind-the-Scenes startet mit d:u26


Die Gerüchte sind wahr: Es gibt ein neues Format vom FAMA für seine Mitglieder. FAMA Behind-the-Scenes ermöglicht einen exklusiven Blick hinter die Kulissen, den man sonst nicht so einfach bekommt. Den Anfang macht eine gemeinsame Exkursion zum data:unplugged Festival, Teilnehmende erinnern sich an die Vision-Note bei der Messefachtagung in Münster (Bild: data:unplugged).

Das größte Festival für Daten und KI, das am 26. und 27. März 2026 in Münster stattfindet, öffnet seine Türen für einen Blick hinter die Kulissen, exklusiv für bis zu 10 Mitglieder des FAMA, und zwar am 27. März 2026 um 13:30 Uhr im MCC Halle Münsterland. Dauer des geführten Events ist ca. eine Stunde.

Mit dem FAMA Behind-the-Scenes bieten wir unseren Mitgliedern einen weiteren exklusiven Mehrwert, den sie woanders nicht oder kaum bekommen. Ideen für weitere Anlässe und auch die Anmeldung sind bitte an unsere Geschäftsstelle (info@fama.de) zu richten.

Klares Zeichen: Schilder für FAMA-Mitglieder


Der FAMA ist eine starke Gemeinschaft. Und damit auch Außenstehende das gleich erkennen (schließlich geht es um Live-Events) gibt es nun für alle Mitgliedsunternehmen auch Schilder, mit denen sie am Eingang zu ihren Büros oder Geländen dokumentieren können, Teil dieser lebendigen Gemeinschaft zu sein (Bild: FAMA).

Die Schilder sind dezent gestaltet, mit dem Logo des FAMA auf einer transparenten Trägerplatte, die zudem bereits mit passenden Bohrlöchern zur Befestigung versehen ist. Das erste Exemplar wurde von Vorstand zu Vorstand (links im Bild Robert Ninnemann • RAM Regio, rechts im Bild Michael Kynast • Messe Erfurt) überreicht und ziert nun dein Eingang zu den Büroräumen der Messe Erfurt.

Alle Mitgliedsunternehmen können ihr Exemplar ab sofort in der Geschäftsstelle anfordern.

Zimmer frei: Kontingent für DACH-Messefachtagung in Bern buchbar


Unter dem Motto »Kompetenzen verbinden • Stärken bündeln • Zukunft gestalten« lädt die DACH-Messefachtagung am 22. und 23. Juni 2026 auf das Gelände der BERNEXPO nach Bern in die Schweiz. Der aufstrebende Messe- und Eventplatz bietet nicht nur Raum für unsere Tagung, sondern ist ein Musterbeispiel an Multifunktionalität und Nachhaltigkeit. Auch wenn das Programm noch nicht steht, das Hotelkontingent ist bereits hier für Buchungen freigeschaltet (Bild: BERNEXPO). 

Die BERNEXPO inszeniert jedes Jahr mehr als 30 Eigen- und Gastmessen, über 300 Kongresse und Fachveranstaltungen sowie Events jeder Größe. Seit mehr als 70 Jahren schafft das Berner Unternehmen Momente und Emotionen für die Ewigkeit. Als Gastgeberin bringt die BERNEXPO Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen und sorgt für intensive Erlebnisse via Live-Kommunikation.

Das BERNEXPO-Areal ist eines der grössten Veranstaltungsgelände der Schweiz. Sechs großzügige Hallen in zwei Gebäudekomplexen vereinen rund 40.000 qm Veranstaltungsfläche sowie 100.000 qm Freigelände. Mit der Festhalle, dem neuen multifunktionalen Kongress- und Event-Gebäude mit insgesamt über 21.300 qm, wird das Veranstaltungsangebot der BERNEXPO in der Bundeshauptstadt ergänzt und vergrößert. Die Berner Firma beschäftigt ein Team von rund 150 Mitarbeitenden und ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die Stadt und Region Bern mit schweizweiter Ausstrahlung.

Infos zum Programm folgen demnächst. Weitere Infos zur BERNEXPO finden sich hier.

Mittwoch, 28. Januar 2026

Der Blick nach vorn: Von Hirnhälften und Schmetterlingen


Neulich bin ich auf ein Video von Comedian Jimmy Carr gestoßen, in dem er gefragt wird, ob KI ihn ersetzen wird. Seine Antwort war so erhellend wie treffend: Nein. Er beschreibt KI als eine (sehr gute) Cover Band, die in unserer (von der linken Gehirnhälfte dominierten) Welt einen exzellenten Job mache. Sie könne komplizierte Dinge (z.B. auf den Mond fliegen, Messen organisieren, etc.) überschaubar machen. Beim Kreativpart unserer rechten Gehirnhälften jedoch, da könne sie einpacken. Falls das stimmt, was bedeutet das für uns? (Bild: Erstellt mit Perplexity)

Kolumne von Oliver Schmitt

Ein zweiter Impuls traf mich aus der Sendung Kultur heute vom DLF und kam aus dem Munde von Dr. Hans Rusinek, der an der Uni St.Gallen zum Wandel der Arbeitswelt forscht. Er beklagte, dass Arbeit nur noch als Erwerbsarbeit gesehen werde, als solche nicht mehr attraktiv genug sei und wir sie deshalb zusehends vermeiden. Zugleich seien wir im Alltag immer gehetzter, was ökonomisch höchst unklug sei. KI treibe uns in diesem Zusammenhang in eine Effizienzfalle. Sie ermögliche zwar, Zeit zu gewinnen. Seine Forschung zeige jedoch, dass diese Zeit vorwiegend dazu genutzt werde, noch mehr desselben zu tun. Wir würden dadurch zu noch schnelleren Raupen, die sich aber nicht die Zeit nehmen, zum kreativ-schöpferischen Schmetterling zu werden. 

Eine Frage, die sich mir stellt: Wer ist die Henne und wer das Ei? Im Hauptberuf Strategieberater weiß ich, dass wir uns in der Messewirtschaft schon immer damit schwergetan haben, einen klaren strategischen Rahmen kreativ zu erschaffen und unsere Messeprodukte darin glasklar zu positionieren. Die Verlockungen der KI scheinen dieses Phänomen noch zu verstärken. In der Hoffnung auf Effizienzgewinne werden Prozesse mit KI optimiert und effizienter gestaltet. Ohne dass wir wissen, ob wir diese für die Messen und Events der Zukunft überhaupt noch so brauchen. Währenddessen könnten uns, anfangs weitgehend unbemerkt, andere Akteure oder Formate den Rang ablaufen, weil sie Lösungsansätze ganz anders angehen und so einen völlig neuen Mehrwert schaffen.

Peter Drucker, der österreichisch-amerikanische Sozial-Ökologe hat es einmal sinngemäß so formuliert: Nichts sei unproduktiver, als etwas zu optimieren, was man am besten ganz bleiben ließe.

Daher kann ich uns allen nur raten, dass wir unsere rechten Hirnhälften in Gang bringen, uns von reinen Effizienzfallen emanzipieren und kreativ nach innovativen Lösungen suchen und diese zum Wohle unserer Kunden an die Märkte bringen. Strategische Optionen identifizieren, lebendige Entwicklungskorridore erschließen, klar verständliche Lösungen und Produkte kreieren. Und vor allem: Dass wir genau damit anfangen und nicht der Versuchung erliegen, dass wir die mit Hilfe von KI gewonnene Zeit dann schon irgendwann auch für mehr Kreativität nutzen werden.

Lasst uns das Raupenstadium hinter uns lassen und zu bunten Schmetterlingen werden, die den Menschen auf der Welt ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ein Lächeln des Erfolgs, ein Lächeln der Freude, ein Lächeln der menschlichen Begegnung. Denn das ist eine unserer Bestimmungen als Messen.

Buchtipp: Workbook Location-Management


Dieses Buch beleuchtet die vielfältigen Potenziale und Herausforderungen, mit denen Veranstaltungszentren heute konfrontiert sind. Ob Konzerthaus, Stadthalle, Kongresszentrum oder Special Event Location – sie alle bilden als physische Orte das zentrale Element für Begegnung und Austausch. Ihre Erscheinungsformen sind ebenso vielfältig wie ihre Aufgaben: historisch oder modern, multifunktional oder spezialisiert – und allein in Deutschland gibt es mehrere tausend davon (Bild: Springer Gabler).

Diese erfolgreich zu führen, am Markt zu positionieren, verlässliche Dienstleistungen mit motivierten Teams zu erbringen und dabei qualitätsbewusst sowie nachhaltig zu agieren – das ist anspruchsvoll, aber machbar. Die Autorinnen und Autoren – allesamt erfahrene Praktiker – geben in konkreten Fallbeispielen Einblicke in innovative Lösungen aus der Praxis. Die 30 Beiträge, darunter auch Ratschläge und Hinweise von internationalen Experten, helfen bei der Konzeption neuer Management-Ansätze: So werden etwa Gestaltungsrichtlinien für Dashboards als Instrument für Veranstaltungszentren vorgestellt, die Wissenschaft als Geschäftsfeld thematisiert oder dem Klimawandel geschuldete Anpassungsmaßnahmen erläutert. Weitere Beiträge sind auf die erfolgreiche Nachwuchsarbeit ausgerichtet, nehmen sich der Analyse und Stärkung der Marktposition durch strategisches Management an oder greifen juristische Fragestellungen auf.

Workbook Location-Management • 30 Praxisbeispiele für den erfolgreichen Betrieb von Veranstaltungs-Centren, Stefan Luppold/Kim Werner (Hrsg.), 423 Seiten, Heidelberg, 2026, Verlag Springer Gabler, 64,99 EUR

Starke Impulse: Swissbau lieferte geballte Kompetenz


Vom 20. bis 23./24. Januar 2026 traf sich die Schweizer Bau- und Immobilienwirtschaft zur Swissbau in der Messe Basel. Unter dem Motto „Zusammen neue Impulse setzen“ informierte die geballte Kompetenz der Branche von Dienstag bis Freitag über Neuheiten und aktuelle Herausforderungen. Die Trendwelt Innenausbau blieb auch noch am Samstag geöffnet (Bild: MCH Group).

In Halle 1.0 bot ein lebendiger Treffpunkt für das Handwerk dem vielfältigen Wirtschaftszweig eine starke Lobby. Highlight der 2500 Quadratmeter großen Fläche war der Bau eines doppelstöckigen Holzhauses und einer modernen Stahlhalle von verschiedenen, parallel arbeitenden Gewerken. Zum Austausch und Fachsimpeln bot die BauBeiz ausreichend Platz. Berufsstolz stand hier hoch im Kurs, genau wie auf den spielerischen Aktionsflächen daneben.

Nicht nur in Halle 1.1 führte eine neugeborene Kooperation mit dem Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV zu verschiedenen Inszenierungen. Live-Demos, Trainings, Veranstaltungen sowie Ausstellung und Auszeichnung des renommierten „Schweizer Preis für Putz und Farbe“ mobilisierten die kreative Branche und boten Herstellern ein attraktives Umfeld zur Produktpräsentation.

Die Swissbau 2026 schloss mit 48.432 Besuchenden.

Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

Newsticker smartville.digital: Weitblick • Takt • Verführung


Smartville bezeichnet sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messewirtschaft in den deutschsprachigen Ländern. Es ist ein Newsroom für Marketing- und Kommunikationsleader, die neue Wege in der Marketingkommunikation suchen. Der Fokus liegt auf „digital first“. Herausgeber ist Urs Seiler. Drei aktuelle Meldungen haben wir für diese Ausgabe ausgewählt (Cheeseaffair; Foto: Smartville).

Erlebnisraum Firmenmuseum mit Weitblick

Ein Firmenmuseum entsteht nicht über Nacht – es braucht ein Unternehmen mit Geschichte und Vision. Uster Technologies vereint beides und zeigt, wie man Vergangenheit, Innovation und Identität erlebbar macht.

Wenn Maschinen den Takt angeben

Roboter, Daten, Durchbruch: Das neue Zeitalter der Logistics & Automation startet am 28. bis 29. Januar in der Bernexpo, wenn sie Innovation, Praxisnähe und Netzwerken zusammenbringt. Die führende Schweizer Fachmesse für Logistik, Fördertechnik und Lagerautomation präsentiert die künftigen Wege der Unternehmenslogistik mit kostenlosem Eintritt.

In Aarau verführt auf der Glug und Cheeseaffair

Jetzt gehts weiter mit den Messen Glug für Getränkeproduzenten aller Kategorien und Unternehmensgrössen und der Cheeseaffair als besonderes Messeerlebnis mit einer erweiterten Auswahl an Käseproduzenten sowie Anbietern von Betriebsmitteln, Technik und Zubehör. Das wird was!

Positives Ergebnis: Messezentrum Salzburg schreibt Geschichte


Die Messezentrum Salzburg GmbH wird 2025 eine außergewöhnlich starke Jahresbilanz vorlegen. Bereits 2023 zeigte sich eine gute Erholung des Geschäftes mit einem Umsatzplus von 15% gegenüber 2019 und ein Jahr nach dem Zusammenschluss mit der ehemaligen RX Salzburg GmbH bestätigt sich: Die Entscheidung war richtig und sichert den Veranstaltungsstandort Salzburg langfristig ab (V.l.n.r.: GF A. Kribus, AR-Stv. P. Genser, AR-V. B. Auinger, AR Stv. H. Preuner, Bild: Messezentrum Salzburg).

2025 wird das Unternehmen knapp 26 Millionen Euro Umsatz erzielen, sowie erstmalig seit 2005 ein positives Betriebsergebnis. Damit dokumentiert sich die generell gute Entwicklung des Geschäftes durch das starke Portfolio, eine gute Buchungslage der Salzburgarena, sowie die steigende Anzahl an Veranstaltungen.

Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

Fünf Fragen an: Michael Köhler • FAMA e.V.


Mit den „Fünf Fragen…“ an Persönlichkeiten mit Messe- oder Veranstaltungsbezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Derzeit stehen der Reihe nach unsere eigenen Vorstandsmitglieder Rede und Antwort. Nach Henning Könicke, Astrid Jaeger, Stefan Köster und Michael Kynast folgt nun Michael Köhler (im Vorstand für Kommunikation und FKM zuständig), im Hauptberuf Geschäftsführer von RX Germany aus Düsseldorf (Bild: RX Germany / Felix R. Braune).

Unter welchen Umständen vergisst Du die Zeit?

In den Bergen, egal ob Sommer oder Winter. Bei einer guten Flasche Wein (bevorzugt aus Österreich), in Kombination mit einem guten Buch, am Freitagabend, zuhause mit meiner Familie um mich herum. Oder beim Fußballtraining: Als Trainer einer F-Jugend habe ich, wenn es die Zeit zulässt, 2-mal die Woche siebzehn 8-jährige auf dem Fußballplatz um mich herum, die (zu)viel Energie und Spaß am Fußball und Bewegung haben.

Ich kann aber auch bei einem guten Kundentermin, bei dem man den Kunden und seine Herausforderungen und Themen richtig kennenlernt, die Zeit vergessen.

Wie hat sich Deine Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Puh, konkret schwer zu sagen – ich hinterfrage meine Meinung durchaus häufig (siehe übernächste Frage) und lasse mich von anderen Standpunkten oder Meinungen überzeugen oder zumindest inspirieren. Das hat nichts mit dem berühmten „Fähnchen im Wind“ zu tun, sondern ist für mich bereichernd und wichtig.

Unsere heutige Zeit erfordert oftmals schnelle Anpassungen. Unumstößlich sind für mich aber Fakten – ganz gleich ob wissenschaftlich oder anderer Natur.

Was ist das Beste an Deinem Beruf?

Dass wir Menschen zusammenbringen, die eine Gemeinsamkeit teilen – eine Leidenschaft, ein berufliches Interesse oder Ziele. Wir unterstützen sie dabei, diese Ziele zu erreichen, etwas aufzubauen oder einfach einen tollen Tag zu haben. Und das insbesondere zu Zeiten, in denen vieles schwer und herausfordernd erscheint.

Oder, wie es unser RX Purpose auf den Punkt bringt: “We are in the business of building businesses.”

Wer darf Dir sagen, dass Du falsch liegst?

Jede/r. Und zwar jederzeit und unaufgefordert. Es gibt wenig Dinge, die ich, sowohl im beruflichen wie auch im privaten Kontext, mehr schätze als Rückmeldung, Nachfragen und Feedback. Die Basis für gute Gespräche und einen offenen Austausch.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Dich?

Ungewohnte Ruhe. Vermutlich anfangs eher Unruhe, aber dann sicherlich wertvoll für mich und meine Mitmenschen.

Mitglieder stellen sich vor: Oliver Fudickar • inRostock


Der FAMA gewinnt kontinuierlich neue Mitglieder, die wir dann hier vorstellen, damit sie sich schneller ins Netzwerk unseres Verbandes einfügen und sich unsere bestehenden Mitglieder ein Bild machen können. Doch auch all jene Mitglieder, die schon länger im FAMA vertreten sind, wollen wir hier sukzessive vorstellen. Diesmal an der Reihe ist inRostock. Das Unternehmen steht für ein breites Spektrum an Messen, Kongressen, Kultur-, Sport- und Businessveranstaltungen und versteht sich als Full-Service-Partner für Veranstalter, Aussteller und Gäste. Geschäftsführer Oliver Fudickar beantwortet uns einige Fragen (Bild: inRostock).

Die inRostock betreibt in Rostock StadtHalle und HanseMesse und bezeichnet sich als „die Nr. 1 im Nordosten“. Was ist das Besondere am Standort Rostock und an der Ausrichtung des Unternehmens?

Rostock ist als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Tourismusstandort im Nordosten Deutschlands hervorragend positioniert. Die maritime Prägung, die Nähe zur Ostsee sowie die gute nationale und internationale Erreichbarkeit, insbesondere Richtung Skandinavien, machen die Hanse- und Universitätsstadt Rostock attraktiv für Veranstalter*innen, Aussteller*innen und Gäste.

Die inRostock GmbH bündelt mit der StadtHalle Rostock und der HanseMesse zwei leistungsstarke Veranstaltungsorte, die in dieser Kombination im Nordosten einzigartig sind. Mit jährlich über einer halben Million Besucher*innen und einem breiten Spektrum von Messen, Kongressen, Shows und Sportveranstaltungen versteht sich inRostock nicht nur als Flächenanbieter, sondern als Full-Service-Partner. Ziel ist es, wirtschaftlich tragfähige, inhaltlich relevante und langfristig erfolgreiche Veranstaltungsformate zu entwickeln und Rostock nachhaltig als führenden Messe- und Veranstaltungsstandort im Nordosten zu positionieren.

Das Messe- und Veranstaltungsgeschäft ist von permanentem Wandel geprägt. Wie hat sich das Messegeschäft für die HanseMesse zuletzt entwickelt und womit rechnen Sie in den kommenden Jahren?

Das Messe- und Veranstaltungsgeschäft hat in den vergangenen Jahren einen deutlichen Strukturwandel erlebt. Für die HanseMesse Rostock zeigt sich 2025 klar als Jahr der erfolgreichen Markterholung. Alle eigenen Messen verzeichneten steigende Besucherzahlen, mit einem neuen Rekord von über 45.500 Gästen auf der OstseeMesse. Insgesamt konnte die HanseMesse im Jahr 2025 über 220.000 Besucher*innen begrüßen.

Für die kommenden Jahre erwarten wir weniger ein reines Mengenwachstum, sondern eine stärkere Profilierung der Formate. Qualität, Erlebnischarakter, thematische Schärfe und wirtschaftliche Tragfähigkeit rücken weiter in den Fokus. Der Messeausblick 2026 mit 19 Messen und Ausstellungen, neuen Formaten wie der Tattoo Convention sowie starken Jubiläen zeigt, dass die Nachfrage nach gut positionierten Verbrauchermessen und spezialisierten Formaten weiterhin hoch ist.

Welchen Stellenwert messen Sie Entwicklungen wie Digitalisierung und künstlicher Intelligenz für die Abläufe in ihrem Unternehmen bei und wie werden diese die Customer Journeys von Ausstellern und Besuchenden zukünftig beeinflussen?

Digitalisierung und künstliche Intelligenz haben für die inRostock GmbH einen hohen strategischen Stellenwert. Sie ermöglichen effizientere interne Abläufe ebenso wie eine spürbare Verbesserung der Customer Journeys von Aussteller*innen, Veranstalter*innen und Besucher*innen.

Digitale Tools unterstützen bereits heute Planung, Organisation, Aussteller- und Teilnehmermanagement sowie Kommunikation. Perspektivisch werden KI-gestützte Lösungen eine noch stärkere Personalisierung ermöglichen, etwa bei Informationsangeboten, Besucherführung oder Nachbereitung von Veranstaltungen.

Ziel ist es, Messe- und Veranstaltungsbesuche komfortabler, transparenter und individueller zu gestalten, ohne den persönlichen Austausch als Kern der Branche zu ersetzen.

Welche Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit und wie gehen Sie in Ihrem breit aufgestellten Unternehmen damit um?

Nachhaltigkeit ist für ein Unternehmen mit zwei großen Veranstaltungsstätten eine zentrale Daueraufgabe. Ökologisch stehen ein verantwortungsvoller Ressourceneinsatz, energieeffiziente Technik und nachhaltigere Veranstaltungsprozesse im Fokus. Ökonomisch müssen diese Maßnahmen langfristig tragfähig sein und zur Stabilität des Unternehmens beitragen. Die inRostock GmbH verfolgt hier einen ganzheitlichen Ansatz und integriert Nachhaltigkeit schrittweise in alle Unternehmensbereiche.

Der Fachkräftemangel ist eine wachsende Herausforderung, die besonders die Veranstaltungsbranche stark trifft. Mit einer Ausbildungsquote von 20 Prozent geht die inRostock GmbH gegen den Fachkräftemangel an. Das Unternehmen bildet regelmäßig Veranstaltungstechniker*innen und Kaufleute für Büromanagement sowie seit 2026 auch für Veranstaltungsmanagement aus. Seit 2003 bietet die inRostock GmbH den dualen Bachelorstudiengang in Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Messe-, Kongress- und Eventmanagement in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Ravensburg an.

Auf sozialer Ebene spielen faire Arbeitsbedingungen, Barrierefreiheit sowie die Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Partner*innen und Gästen eine zentrale Rolle. Im September 2025 hat das Unternehmen ein neues Awareness-Konzept eingeführt, das sich an Mitarbeitende, Gäste und Dienstleister*innen richtet. Ziel des Konzepts ist es, ein respektvolles, diskriminierungsfreies und sicheres Umfeld für alle Beteiligten zu schaffen.

Warum ist inRostock Mitglied im FAMA und was erwarten Sie sich von unserer Gemeinschaft in Zukunft?

Die Mitgliedschaft im FAMA ist für inRostock Ausdruck des Anspruchs, Teil eines starken Netzwerks professioneller Messeveranstalter zu sein. Der Verband bietet eine wichtige Plattform für Austausch, Erfahrungstransfer und gemeinsame Weiterentwicklung in einem sich wandelnden Marktumfeld.

Gerade vor dem Hintergrund der Markterholung und neuer Anforderungen an Messen erwarten wir vom FAMA vor allem den offenen Dialog zu Zukunftsthemen, praxisnahe Impulse und gemeinsame Lösungsansätze, um die Relevanz und Qualität von Messen langfristig zu sichern.

Wir bedanken uns für das Gespräch.

Weiter wachsen: AFAG lanciert zwei weitere Messen


In diesem Jahr wird es zwei neue Veranstaltungen für Krisenvorsorge und Sicherheitslösungen geben: Der Messeveranstalter AFAG veranstaltet 2026 erstmals die KRIFA Münster – Fachkongress + Ausstellung Sicherheit und Krisenvorsorge – (15. + 16. Juli) und nimmt die SicherheitsExpo Alpe Adria in Klagenfurt, Österreich, (14. + 15. Oktober) neu in den Kalender auf. Beide Messen fügen sich in das Portfolio der AFAG ein, die unter anderen bereits die SicherheitsExpos in München und Berlin veranstaltet (Bilder: AFAG).

Die Geschäftsführer des Nürnberger Messeveranstalters AFAG sehen die Portfolioerweiterung als wichtigen Schritt, um auf aktuelle Anforderungen zu reagieren, so Henning und Thilo Könicke: „Gerade die jüngsten Angriffe auf Kritische Infrastrukturen zeigen, wie wichtig es ist, sich jetzt in diesem Bereich zukunftssicher aufzustellen. Dies betrifft sowohl Behörden und öffentliche Stellen als auch Industrieanlagen, Energieversorger, Banken, Kliniken, Transport- und Handelsunternehmen sowie Bahnhöfe, Flughäfen oder Museen. Aber auch für Unternehmen sind Investitionen in Sicherheitstechniken unerlässlich. Gemeinsam mit kompetenten Partnern schaffen wir nun kurzfristig eine neue Plattform, um den Schutz Kritischer Infrastrukturen weiter voranzutreiben.“

Wir gratulieren den Kollegen zu dieser Portfolioerweiterung und wünschen viel Erfolg. Die vollständige Pressemitteilung findet sich hier.

100 Jahre: Grüne Woche feiert Jubiläum


100 Jahre Grüne Woche: Tiere, Tapas und Techno auf dem Berliner Messegelände. Vom 16. bis zum 25. Januar 2026 brachten die Aussteller der Grünen Woche den Geschmack der Welt nach Berlin und gaben einen Ausblick in die Zukunft der Foodbranche. Partner im Jubiläumsjahr war Mecklenburg-Vorpommern (Bild: Messe Berlin).

Die Grüne Woche feierte vom 16. bis 25. Januar ihr 100-jähriges Bestehen. 1926 gegründet, entwickelte sich die Messe von einer lokalen Landwirtschaftsschau zur internationalen Leitmesse für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. „Seit einem Jahrhundert ist die Messe ein Spiegel von Ernährungstrends und technischen Entwicklungen im Wandel der Zeit“, sagt Lars Jaeger, Messedirektor Grüne Woche. „In diesem Jahr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein besonders abwechslungsreiches Programm mit großer internationaler Beteiligung. Auf sieben Prozent mehr Ausstellungsfläche ist der Geschmack der Welt unter dem Berliner Funkturm zu Gast. Zugleich werden auf den begleitenden Kongressen wichtige fachliche und politische Fragen gestellt, die die Zukunft unserer Ernährung betreffen.“

Wir gratulieren der Messe Berlin zu diesem besonderen Anlass und wünschen über die Jubiläumsausgabe hinaus weiterhin viel Erfolg.

Neues Jahr, neues Glück: Messegeschäft kommt auf Touren


Weihnachtsfeiertage und Jahreswechsel bedeuten auch in der Messewirtschaft Einkehr und Besinnung. Doch im Januar zeigt sie, wie rasch sie in Fahrt kommt. Insgesamt zogen die Messen unserer Mitglieder zu Jahresanfang weit mehr als 130.000 Besuchende an und weisen somit den Weg, den Fach- und Publikumsmessen im neuen Jahr gehen werden und welch bedeutende Rolle sie für Wirtschaft und Gesellschaft spielen (Bild: Messe Ostwestfalen / Deine Messe).

Struktureller Druck: Einordnung des ifo-Geschäftsklimaindexes 12/2025


Die aktuellen ifo-Zahlen für Dezember 2025 zeigen auf den ersten Blick eine scheinbare Stabilität bei den Umsätzen in der Veranstaltungswirtschaft. Doch dieser Eindruck täuscht. Die Umsatzentwicklung ist weniger Ausdruck steigender Nachfrage als vielmehr ein nominaler Effekt der anhaltenden Inflation und massiv gestiegener Kosten. Eine Einschätzung von Björn Sänger (Bild: Forum Veranstaltungswirtschaft).

Aus volkswirtschaftlicher Sicht spricht vieles dafür, dass wir es hier nicht mit einem echten Umsatzwachstum zu tun haben, sondern mit einer Preis- und Kostenanpassung, die betriebswirtschaftlich kaum Ertragseffekte erzeugt. Höhere Tagessätze, gestiegene Technik-, Energie-, Logistik- und Personalkosten schlagen sich zwar in höheren Umsätzen nieder – sie kompensieren aber lediglich die Kostensteigerungen. Die Margen bleiben unter Druck.

Genau das bestätigen auch die Rückmeldungen aus der – noch nicht repräsentativen, aber aussagekräftigen – VDVO-Mitgliederumfrage:

Kosten steigen schneller als Erlöse, Planungssicherheit fehlt, Investitionen werden verschoben oder gestrichen. In diesem Umfeld sind Umsatzzahlen kein Indikator für wirtschaftliche Gesundheit.

Die vollständige Einordnung gibt es hier.

Fester Bestandteil: Festivalisierung als Wachstumshebel


Für eine im November 2025 vorgestellte Studie von Simon Kucher liegt nun eine Zusammenfassung der Ergebnisse zum Download vor. Der Dauerbrenner Festivalisierung (vom FAMA z.B. an der Herbst-Messefachtagung 2018 in Frankfurt mit Philipp Westermeyer thematisiert) liefert kaum Überraschendes, zeigt aber, dass er durchaus als Erfolgsfaktor wirksam werden kann (Bild: Simon Kucher).

Laut Simon-Kucher Trade-Fair-Future-Studie ist die Festivalisierung von Messen längst im Mainstream angekommen – und wird zum Schlüsselfaktor für Erfolg. So zeigt die Befragung unter Veranstaltern:

  • Für 80 % ist die Erlebnisorientierung bereits fester Bestandteil von Events
  • 90 % setzen auf Erlebnischarakter, um Erlöse zu sichern
  • Bis zu 30 % des Messebudgets fließen bereits in die erlebnisgetriebene Neuausrichtung von Events

Und: Standfläche verliert zukünftig an Bedeutung. Was stattdessen wichtig wird und mit welchen Hürden die Veranstalter rechnen, findet sich in den Studienergebnissen, die hier kostenlos heruntergeladen werden können.

Videostatements von Philipp Westermeyer zu seiner damaligen Vision-Note und von Oliver Schmitt zur anschließenden Podiumsdiskussion finden sich übrigens im FAMA-YouTube-Kanal.

Neue Führung: Messe Ried übernimmt Vorsitz von Messen Austria


Messen Austria ist eine Interessensvertretung von Unternehmen, die Messezentren betreiben und Messen veranstalten. Zehn Mitglieder bilden das Gros des österreichischen Messewesens, als elftes Mitglied vertritt der Messeplatz Bozen die italienische Region Südtirol, die als Grenzregion eng mit Österreich verwoben ist. Die Mitglieder repräsentieren über 100 Messeveranstaltungen. Die Messe Ried hat mit Januar die Präsidentschaft von der Klagenurter Messe übernommen (V.l.: Helmut Slezak, Bernhard Erler, Bild: Messen Austria).

Zusammen mit weiteren Messeveranstaltern sorgen die Mitglieder von Messen Austria für hochwertige Messeveranstaltungen. Diese dienen jährlich zigtausenden ausstellenden Unternehmen als wichtige Marketing- und Vertriebsplattformen. Neben großen Firmen nutzen diese Messen vor allem kleine und mittelständische Betriebe, die das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft darstellen. Der intensive und partnerschaftliche Austausch mit Unternehmen, Körperschaften und Organisationen ist ein wesentlicher Faktor für die laufende Weiterentwicklung von Konzepten für Fach- und Publikumsmessen in Österreich.

Dr. Bernhard Erler, Geschäftsführer der Messe Klagenfurt, freut sich den Vorsitz und die Agenden an den langjährigen Messedirektor und bisherigen Vizepräsidenten Helmut Slezak, Geschäftsführer der Messe Ried, zu übergeben. „Ich bedanke mich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit allen Mitgliedern. In den letzten Jahren ist es gelungen, den Austausch der Messen untereinander sowie mit internationalen Interessensvertretungen zu intensivieren. Gerade in herausfordernden Zeiten war es wichtig, noch stärker den Schulterschluss im Interesse der gesamten Messebranche zu suchen.“

Während seiner zweijährigen Präsidentschaft möchte Helmut Slezak und sein Team die bisherige Arbeit fortsetzen. „Dank der hervorragenden Arbeit meines Vorgängers konnte insbesondere der Austausch innerhalb der Mitglieder forciert und intensiviert werden. Auf diese gute Zusammenarbeit darf ich nun aufbauen und diesen so wichtigen und wertvollen Austausch weiter fördern. Die internationale Weiterbildung sowie eine optimale Vernetzung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben wichtige Aufgaben,“ erklärt Slezak.

Die Messe Ried besteht seit 1867 und ist der älteste Messestandort Österreichs. Helmut Slezak selbst ist seit 2005 Geschäftsführer der Messe Ried. Er freue sich zusammen mit dem neuen Vizepräsidenten, Alexander Kribus, dem Geschäftsführer der Messe Salzburg, und den Mitgliedern, die anstehenden Aufgaben zu erfüllen.

Wir wünschen Helmut Slezak und Messen Austria alles Gute und viel Erfolg. Zur Website geht es hier.

Fortbildung Veranstaltungsleitung: Nächste Ausfahrt Husum


Unser beliebtes Weiterbildungsangebot von Martin Glöckner und Thilo Könicke geht in die dritte Runde und findet am 8. Mai 2026 bei der Messe Husum statt. Das konkrete Tätigkeitsfeld der Veranstaltungsleitung wird, während laufender Veranstaltung inklusive Auf- und Abbau, betrachtet. Teilkomponenten der Funktion werden analysiert und individuell priorisiert wobei die Befugnisse abgeglichen und bewertet werden (Bild: FAMA).

Auf der theoretischen Seite werden Erläuterungen zu den einschlägigen Normen und Rechtsgrundlagen in den betreffenden Bereichen besprochen und anhand laufender Rechtsprechung eingeordnet.

Im Bereich der Praxis wird auf die konkrete Situation der Teilnehmer eingegangen, etwa in Bezug auf bundeslandspezifische Vorschriften und die Herausforderungen der konkreten Form und Besonderheiten durchgeführter Veranstaltungen. 

Praktische und auf den Teilnehmerkreis zugeschnittene Übungen, beispielsweise zur Einhaltung der Kommunikationskette, Krisenmanagement oder das dokumentierte Arbeiten in einem „Veranstalterstab“, werden das Seminar ergänzen.

Mitglieder des FAMA erhalten eine Ermäßigung von 100,00 EUR pro Person. Zum Anmeldeformular geht es hier.

Neuer Kanal: Mitglieder-News auf Linkedin


Die Aktivitäten unserer Mitglieder, allen voran ihre Messen und Ausstellungen, sind so vielfältig und zahlreich, dass wir mit unseren bestehenden Kommunikations-Kanälen an unsere Grenzen geraten sind. Daher gibt es ab sofort eine neue Fokus-Seite auf Linkedin: Die Mitglieder-News. Sie ist unseren Mitgliedern vorbehalten und bringt exklusiv Meldungen aus diesem Kreis (Bild: vondelift/Pixabay).

Der Mehrwert für unsere Mitglieder steht bei allem, was wir tun, im Vordergrund. Angesichts der zahlreichen Messen und Ausstellungen aus diesem Kreis haben wir beschlossen, dafür einen eigenen Kanal zu eröffnen. Neben Ankündigungen und Abschlussmeldungen veröffentlichen wir dort auch allgemeine News aus dem Mitgliederkreis. Vollständigkeit können wir leider nicht gewährleisten, aber wer newsletter@fama.de in seinen Presseverteiler aufnimmt, hilft uns sehr, den Überblick zu bewahren.

Wir würden uns über viele Follower, Likes, Kommentare und Shares sehr freuen – genauso wie viele interessante Meldungen. Gemeinsam verschaffen wir unserem Content die Reichweite, die er verdient.

Veröffentlichungen auf dem neuen Kanal sind unseren Mitgliedern vorbehalten.

Schlüsselindustrie Messewirtschaft: Branche sichert Jobs und Milliarden


Die Messewirtschaft in Deutschland trägt Jahr für Jahr mit gut 30 Milliarden Euro wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des Landes bei. Dies zeigen frische Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos, das im Auftrag des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA die Bedeutung der Branche ermittelt hat. Die Studie, die in den kommenden Wochen in Gänze erscheint, zeigt zudem, dass in Deutschland wenigstens 280.000 Arbeitsplätze durch die Messewirtschaft gesichert und gut 5,4 Milliarden Euro Steuern bei Bund, Ländern und Gemeinden eingenommen werden (Bild: PSI, Quelle: RX Germany / Oliver Wachenfeld). 

Die Prognos-Studie basiert auf Befragungen von mehr als 33.700 Besucherinnen und Besuchern und über 17.700 ausstellenden Unternehmen. Durchgeführt wurde sie zwischen September 2024 und Oktober 2025 bei 30 Messen an zehn deutschen Messeplätzen. Die Messe Frankfurt hat ihre Zahlen, die Teil der gesamten Erhebung sind, als erste jüngst veröffentlicht. Demnach sichert sie allein deutschlandweit mehr als 30.000 Jobs und generiert 667 Millionen Euro an Steuereinnahmen.

Erste AUMA-Hochrechnungen zeigen für 2025 bei allen wesentlichen Branchen-Kennzahlen Pluszeichen: Auf den 304 Messen des Vorjahres wurden demnach 190.490 Aussteller gezählt (+ 0,7 Prozent verglichen jeweils mit ihren Vorveranstaltungen). Die Standfläche stieg ebenfalls leicht um 0,7 Prozent auf mehr als 6,9 Millionen Quadratmeter. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher stieg sehr deutlich um drei Prozent auf mehr als 12,8 Millionen Besucherinnen und Besucher.

Die Originalmeldung findet sich hier.