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Informationsquelle FAMA-Blog

Hier bloggt der FAMA! Positionen, Kommentare, Meldungen zum Vereinsgeschehen und zur Messewirtschaft mit umfassendem Archiv.
Anregungen und Kommentare können Sie jederzeit per E-Mail an newsletter@fama.de schicken. Mitglieder sollten sich außerdem hier - falls noch nicht geschehen - zum FAMA-Newsletter anmelden, der derzeit acht Mal jährlich erscheint und der auch spezifischere Informationen und Anregungen enthält.

Mittwoch, 7. April 2021

Zuschuss für Digital-Investitionen: Bis zu 20.000 EUR Fördermittel


Fast unbemerkt hat sich eine spezielle Position in die Fördermaßnahmen im Rahmen der Überbrückungshilfe 3 eingeschlichen. Einmalig bis zu 20.000,00 EUR erhalten betroffene Unternehmen für Investitionen in Digitalisierung.

In den FAQ werden z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops oder Eintrittskosten bei großen Plattformen als erstattungsfähig anerkannt. Anschaffungskosten von IT-Hardware sind unter der Voraussetzung ansetzungsfähig, dass sie zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung noch im Unternehmen vorhanden ist.

Darüber hinaus gibt es noch die Bundesinitiative „Digital Jetzt!“ zur Förderung der Digitalisierung des Mittelstands. Hier werden Investitionen in Hard- und Software sowie die entsprechende Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter bis zu einer Höhe von 50.000 EUR gefördert.

In Bayern wird für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft das Programm „Digitalbonus Bayern“ neu bis 2023 fortgesetzt. Gefördert werden hier Unternehmen mit maximal 50 Mitarbeiter_innen und einem Jahresumsatz oder einer Jahresbilanzsumme von maximal 10 Mio. EUR. Voraussetzung ist, dass digitale Systeme erstmalig eingesetzt werden oder der Digitalisierungsgrad auf den neuesten Stand erhöht wird. Individuell auf das Unternehmen abgestimmte Lösungen zur Verbesserung der IT-Sicherheit sind ebenfalls förderfähig.

Alle unsere Angaben sind ohne Gewähr. Im Zweifel wenden sich Mitglieder bzgl. Details bitte an ihren eigenen Steuerberater.

Messestandort Deutschland: Jetzt Chancengleichheit schaffen


Unseren Recherchen zufolge haben die ersten Messeplätze mittlerweile Gelder aus dem 642 Mio. EUR schweren Rettungsschirm der Bundesregierung, den die EU für die deutsche Messe- und Kongressbranche genehmigt hat, beantragt.

Wie bereits berichtet, steht dieser Fonds jedoch nur den Eigentümern von Messe- und Kongressinfrastruktur oder zwischengeschalteten Unternehmen, die Messe- und Kongressinfrastruktur vom Eigentümer an Dritte vermieten, zur Verfügung. Die Mehrzahl unserer Mitglieder kann demnach von diesen Geldern nicht profitieren. Auch verfügen Private nicht über die erheblichen Mittelzuflüsse in Form von Verlustausgleich, Kapitalerhöhungen, Krediten, Bürgschaften und sonstigen direkten und indirekten Stützungsmaßnahmen wie die öffentlich-rechtlichen Messeplätze.

Stattdessen beobachten wir, wie staatliche Messegesellschaften nicht nur Veranstaltungen von anderen Messeplätzen übernehmen und dort durchführen, sondern auch mit neuen Formaten in bereits etablierten und besetzten Themenfeldern aktiv werden. Vor dem Hintergrund, dass europäisches Recht vorsieht, dass Unternehmen in Staatseigentum nicht verzerrend in den Wettbewerb freier Märkte eingreifen sollen, hält der FAMA diese Entwicklung für äußerst bedenklich.

Wir fordern daher von den Regierungen in Bund und Ländern Gleichbehandlung, nötigenfalls durch die Auflage ergänzender spezifischer Förderprogramme, von denen auch private Messeveranstalter profitieren.

Denn die privaten Messeveranstalter stecken mitten im Überlebenskampf und sind in ihrer Investitionsfähigkeit angesichts des Eigenkapital-verzehrenden Geschäftsverlaufs der zurückliegenden zwölf Monate stark eingeschränkt. Eine Verstaatlichung des Messewesens in Deutschland ist nach Ansicht des FAMA – auch durch die Hintertür – keinesfalls hinzunehmen.

Medienpartnerschaft: Urs Seiler bringt sich mit smartville.digital ein


In letzter Zeit haben wir unseren regen Austausch mit Akteuren aus dem deutschsprachigen Raum weiter ausgebaut. Um insbesondere die Sichtbarkeit in der Schweiz noch weiter zu verbessern, hat der FAMA nun eine Medienpartnerschaft mit smartville.digital von Dr. Urs Seiler (Foto: smartville) vereinbart.

Sein Newsroom sieht sich als unabhängige journalistische Stimme zur Messe- und Eventwirtschaft im deutschsprachigen Raum und bietet Marketing und Kommunikationsleadern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Perspektive für neue Wege in der Marketingkommunikation.

Seiler wird im Zuge der Partnerschaft auch an den beiden folgenden Messe-Fachtagungen in Hamburg und Freiburg jeweils eine eigene Session mit dem Fokus auf länderübergreifende Themen und Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz moderieren. Außerdem wird der FAMA die Plattform smartville.digital regelmäßig für die Veröffentlichung eigener Beiträge und die Ankündigung von Tagungs- und Online-Angeboten nutzen.

Aus Hamburg in die Messewelt: FAMA Messefachtagung am 28. und 29. Juni 2021


Die Messebranche in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat einen größeren Austauschbedarf als je zuvor. Daher ist die FAMA Messefachtagung am 28. und 29. Juni schon jetzt ein herbeigesehnter Kommunikationspunkt für die Macher der Branche.

Ein aktuelles und in die Zukunft gerichtetes Programm befindet sich gerade in der Finalisierung. Ziel ist es – gemäß der dann geltenden Richtlinien – so viel persönliche Begegnung wie möglich in Hamburg zu schaffen. In jedem Fall, und um die Inhalte und Diskussionen einem möglichst großen Kreis zu ermöglichen, wird die Tagung hybrid angelegt sein. „Wir wollen in dieser wichtigen Zeit einen möglichst breiten Austausch ermöglichen“, stellt Henning Könicke die Zielsetzung dar.

Die Teilnahme ist für FAMA Mitglieder wie immer kostenlos. Die Konditionen für Nicht-Mitglieder und den Link zur Registrierung geben wir im nächsten Newsletter und auf unseren Social-Media-Kanälen bekannt.

Hängepartie für Messen muss aufhören: Perspektiven mit Modellversuchen

Auch in der jüngsten Bund-Länder-Konferenz vom 22. März 2021 fand die Messewirtschaft zum wiederholten Male keinerlei Beachtung. Die zunehmend mühsamer nachzuvollziehende Logik der verantwortlichen Politiker stellt mittlerweile selbst geduldigste Messemacher auf die Probe.

Während in Spanien, den Niederlanden und in Asien längst wieder Messen unter anerkanntermaßen funktionierenden Schutz- und Hygienebedingungen stattfinden, wartet die Messewirtschaft in der in dieser Hinsicht vor der Pandemie führenden Exportnation Deutschland weiterhin vergeblich auf eine Öffnungsperspektive.

In seiner Pressemitteilung vom 23. März 2021 fordert der AUMA angesichts der langen Vorlaufzeiten im Messewesen politische Entscheidungszyklen, die über den Rhythmus der alle drei bis vier Wochen stattfindenden Politikrunden hinausreichen. „Sie (die Politik; Anm. d. Red.) haben ebenso die Verpflichtung, auch Lösungen für Branchen zu finden, die lange Vorlaufzeiten für ihre Leistungen haben“, fordert AUMA Geschäftsführer Jörn Holtmeier. „Wir brauchen einen Plan der Politik für den Messe-Neustart, der die heute schon absehbaren positiven Effekte der Impf- und Teststrategie berücksichtigt“, so Holtmeier weiter.

Der FAMA, dessen Mitglieder im Zusammenspiel mit vielen anderen Akteuren der Messewirtschaft längst belastbare und erprobte Sicherheits- und Hygienekonzepte erarbeitet und angewendet haben, bemüht sich aktuell um Ansätze für eine auf Modellversuchen basierende Perspektive der Wiederaufnahme von Messen.

Montag, 15. März 2021

Anhaltende politische Perspektivlosigkeit zwingt AFAG zu weiterer Absage

Vor einem Jahr fand die Freizeit Messe als letzte Messe in Nürnberg statt und sie hätte jetzt für den Neustart der Branche stehen können. Da es von politischer Seite deutschlandweit weiterhin keine Signale für die Messebranche gibt, muss die Freizeit Messe 2021 nun abgesagt werden.


Der Messeveranstalter AFAG stand in den Startlöchern: Die Freizeit Messe 2021 wurde in den späteren Frühling (28. April bis 2. Mai) verschoben und es wurde ein neues Konzept entwickelt, das den aktuellen Gegebenheiten entspricht, große Veranstaltungsbereiche ins Freigelände verlegt und die Kernthemen Freizeit, Sport, Naherholung, Caravaning und Garten in den Mittelpunkt stellt. Ebenso standen die Aussteller hinter dem Konzept und waren bereit, die Möglichkeit wahrzunehmen, um ihre Produkte, Dienstleistungen und Angebote endlich wieder anbieten zu können.

Normalerweise hat die Freizeit Messe eine Vorbereitungszeit von rund einem Jahr. Um auf die politischen Entscheidungen reagieren zu können und die Freizeit Messe auch sehr kurzfristig an den Start zu bringen, wurde intern viel gearbeitet. Dennoch muss die Freizeit Messe 2021 nun die Segel streichen.

Brexit macht Whiskey-Messe »The Village« kreativ

Die Whiskey-Messe Nürnberg THE VILLAGE findet nicht wie geplant im Frühjahr 2021 in der Messe Nürnberg statt. Grund für die Absage sind die Schwierigkeiten bei den Whisk(e)yLieferungen, die sich durch den Brexit ergeben haben und aktuell noch nicht gelöst sind. Die Wartezeit bis zur nächsten Whisk(e)y-Messe Nürnberg im Frühjahr 2022 wird jedoch verkürzt: Am 12. und 13. Juni findet die „THE VILLAGE Airport Edition“ am Albrecht Dürer Airport Nürnberg statt.


Unklare Einfuhrbestimmungen, sehr lange und unbestimmte Lieferzeiten sowie hohe Zollgebühren sorgen für Engpässe bei den Whisk(e)y-Lieferungen aus Großbritannien in die EU und machen der Whisk(e)y-Messe THE VILLAGE 2021 einen Strich durch die Rechnung. Die Ausfuhr von Whisk(e)y aus der wichtigsten Whisk(e)y-Region der Welt ist durch den Brexit ausgebremst. Händler und Importeure wissen derzeit nicht, ob sie bis zum geplanten Termin von THE VILLAGE 2021 im Mai den Whisk(e)y aus Großbritannien bekommen, den sie bestellen. Ebenso ist unklar, ob die großen Namen der Szene, internationale Whisk(e)y-Brenner und die Experten der Branche in diesem Jahr zur VILLAGE anreisen können. Das hängt wiederum von den Reisebestimmungen und Quarantäneregeln ab.

Wie sieht die Zukunft des Messewesens aus? Neue Studie soll das klären

Das Messewesen gilt in Deutschland als ein wichtiger Wirtschaftszweig und wurde dennoch von der Pandemie komplett lahmgelegt. Die Rückkehr zum Normalzustand ist für die Branche noch ein weiter Weg. Eine aktuelle Studie sucht Antworten auf die Frage nach der Zukunft des Messewesens.


Die Messebranche hat engagiert und flexibel auf die Corona-Pandemie reagiert. Es wurden angepasste Formate und wirksame Hygienekonzepte entwickelt und mit innovativen digitalen Angeboten die jeweils noch verbliebenen Spielräume ausgeschöpft. Welche Auswirkungen haben diese durch die Corona-Krise angestoßenen Prozesse und Veränderungen langfristig auf das Messewesen? Welche Chancen bieten sich der Messebranche? Welche Schäden bleiben langfristig bestehen? Und welche innovativen Lösungen, die in der Krise gefunden wurden, sind auch nach der Pandemie nutzbar? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, initiierten die führenden Messeverbände FAMA, IDFA und AUMA unter Federführung des FAMA eine Studie, die von der HTW Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, unter der Leitung von Prof. Dr. Sven Prüser, von Januar bis Mai 2021 durchgeführt wird.

Die Untersuchung gliedert sich in zwei Phasen: Die erste Phase umfasst eine Bestandsaufnahme mittels Expertengesprächen, die bereits angelaufen sind. In einer zweiten Phase werden die wesentlichen Ergebnisse aus Phase 1 mittels einer Onlinebefragung durch ein breites Publikum validiert. Im Frühsommer ist mit ersten Ergebnissen der Studie zu rechnen.

Die beteiligten (und finanzierenden) Verbände hinter der Studie:

FAMA Fachverband Messen und Ausstellungen e.V.

Der FAMA Fachverband Messen und Ausstellungen versammelt mit rund 50 Mitgliedern einen wesentlichen Teil der deutschen Messewirtschaft. Diese führen jährlich rund 200 Messen, Ausstellungen und Kongresse durch, auf denen sich 40.000 Aussteller auf über 1 Million Quadratmetern Standfläche den mehr als 4 Millionen Besuchern präsentieren. Damit sind die FAMA-Mitglieder für rund ein Fünftel der Gesamteffekte der deutschen Messewirtschaft verantwortlich.

IDFA Interessengemeinschaft Deutscher Fachmessen und Ausstellungsstädte e.V.

Die Interessengemeinschaft deutscher Fachmessen- und Ausstellungsstädte (IDFA) ist ein Zusammenschluss von derzeit neun Messegesellschaften. Die Mitglieder der IDFA betreiben untereinander einen regen Meinungs- und Erfahrungsaustausch und artikulieren die Interessen des Messe- und Ausstellungswesens gegenüber Partnern und gegenüber der Öffentlichkeit.

AUMA Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.

Der AUMA ist der Verband der deutschen Messewirtschaft und vereint alle Kräfte, die als Partner den Messemarkt gestalten. 1907 gegründet, vertritt er auf nationaler und auf internationaler Ebene die Interessen von 71 Mitgliedern. Darunter sind alle großen und mittleren Messegesellschaften und eine Reihe von Spezialveranstaltern sowie führende Verbände, die Aussteller, Serviceunternehmen und Besucher vertreten.