Jetzt ist es passiert: Die Unkenrufe vieler Skeptiker wurden widerlegt. Der Outdoor-Ausrüster Vaude ist den Beweis angetreten, dass Klimaschutz und Wirtschaftswachstum vereinbar sind. Im Vergleich zum Referenzjahr 2019 konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 32% steigern und zeitgleich seine weltweiten Emissionen um 30% senken (Bild: jacqueline macou / Pixabay).
So deutlich ist es natürlich nicht überall, denn es handelt sich hier um ein einzelnes Unternehmen und nicht um eine breit angelegte Studie. Was die Entwicklung von Vaude aber zeigt, ist klar: Wenn sich ein Unternehmen konsequent auf den Weg macht, einen faktenbasierten und kontinuierlichen Verbesserungsprozess etabliert (in diesem Fall liegen die sog. Science Based Targets zugrunde) und ressourcenschonendes Wirtschaften zum Kern allen Handelns macht, dann gelingt die Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch.
Und genau das haben wir uns ja weltweit zum Ziel gesetzt. Mit dem Net Zero Carbon Events Pledge etwa, der den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen bis 2030 zu halbieren und bis 2050 auf null zu senken verspricht. Dazu müssen wir uns nur auf den Weg machen und alle Maßnahmen gleichwertig in unsere Managementprozesse und die der Leistungserbringung integrieren und sie zu einem selbstverständlichen Teil unserer Planungen und vor allem unseres Handelns machen.
Wer das jetzt noch immer nicht für notwendig hält, der versündigt sich an unserer Zukunft. Und das Argument, dass wir damit alle zurück in Höhlen und auf Fellen schlafen müssten, das zählt nicht mehr. Denn Klimaschutz ist mit Wohlstand und Wachstum vereinbar. Das sind gute Nachrichten, oder?