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Informationsquelle FAMA-Blog

Hier bloggt der FAMA! Positionen, Kommentare, Meldungen zum Vereinsgeschehen und zur Messewirtschaft mit umfassendem Archiv.
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Mittwoch, 10. November 2021

Sie ist zurück: Pferd & Jagd Hannover startet am 9. Dezember 2021 in Hannover


(pr) Fünf von sieben Messehallen sind für Sport- und Freizeitreiter, Stallanlagenbesitzer, Züchter und Ausbilder reserviert. Und in allen Hallen gibt es neben einem fantastischen Produkt-Angebot eine Vielzahl spannenden Programmpunkten. Zum Beispiel im Show-Ring in Halle 22. Egal, ob man sich fürs Westernreiten interessiert, für Natural Horsemanship, fürs Fahren oder für die Präsentation neuester Produkte interessiert – im Show-Ring kommen die Besucher voll und ganz auf ihre Kosten. Hier kann man Friesen erleben, Welsh-Ponys, Haflinger und Isländer und viele mehr. Zu den Höhepunkten im Show-Ring zähen unter anderem auch die Darbietungen der barocken Reiterei – unter anderem vom „Großmeister“ dieser immer beliebter werdenden Reitweise: Richard Hinrichs (Foto: Deutsche Messe AG).

Fleet Events treibt digitale Transformation voran: Digitale Ökosysteme sollen besser vernetzen


(pr) Fleet Events, einer der größten privaten Messe- und Kongressveranstalter in Deutschland, nutzt den Innovationssprung im Bereich Digitalisierung, um neue und bessere Events zu kreieren. Denn aufgrund der mittlerweile zur Verfügung stehenden Daten und Technologien können die Bedürfnisse der Besucher:innen und Partner viel effektiver und effizienter erfüllt werden. Fleet Events geht nun den ersten Schritt und transformiert Portfolio-Highlights: Die beliebte Consumer-Messe Babywelt erfährt unter dem Namen Babini einen Restart als digitales Ökosystem und auch Deutschlands führendes Food-Event Eat&Style erhält mit den KitchenPartys eine Verlängerung in den digitalen Raum (Foto: Fleet Events).

Plaza Culinaria Edition 2021: Dreitägige Genussmesse startet am 12. November 2021


Pandemiebedingt auf kleinerer Fläche und zu günstigeren Ticketpreisen präsentiert die Plaza Culinaria Edition 2021 erlesene Gaumenfreuden und unterhaltsame Kochvorführungen (Foto: FWTM/Achim Käflein).

(pr) Seit Jahren ist die Plaza Culinaria ein Highlight im Freiburger Veranstaltungskalender. Aufgrund der sich monatlich ändernden Regeln der baden-württembergischen Coronaverordnung hat die Messe Freiburg für dieses Jahr mit der Plaza Culinaria Edition 2021 eine Sonderedition aufgelegt. Diese findet auf kleinerer Fläche mit einer großzügigen Aufplanung statt, um Ausstellern sowie Besucherinnen und Besuchern ausreichend Platz und Abstand zu ermöglichen. In den Hallen 1 bis 3, im Foyer sowie im Außenbereich der Messe Freiburg präsentieren rund 200 Aussteller ausgefallene Delikatessen und beliebte Köstlichkeiten, Bier, Wein und regionale Brände. Auch nützliche Küchenhelfer und innovative Produkte rund ums Kochen und Backen sind auf der Messe erhältlich. Am Samstag ist Sternekoch Tim Raue zu Gast im Kochstudio. Wer mag, erhält Tipps und Tricks für die Zubereitung leckerer Gerichte und mit etwas Glück im Anschluss an die Kochvorführung ein kleines „Probiererle“. Mit ihrem Pop-up-Restaurant „Hawara“ bieten die beiden Köche Yannik Spielmann und Nicolai Heuer mit Unterstützung von Sonia Wagner Spitzenküche auf Sterne-Niveau. Nach ihrem Gastspiel im „Kuro Mori“ im Oktober sind die beiden Köche nun auf der Plaza Culinaria. Hier haben Feinschmecker die Gelegenheit, in den Genuss ihrer Kochkunst zu kommen. Für Kinder ab 6 Jahren bieten die Köche der Naturpark-Kochschule Südschwarzwald erstmals Mitmachprogramme an, bei denen die Kleinen selbst den Kochlöffel schwingen können. Sparfüchse aufgepasst: Online-Tickets für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren gibt es ermäßigt für 6 Euro unter www.plaza-culinaria.de und bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen. Die Preise vor Ort betragen 10 Euro sowie ermäßigt 8 Euro.


AutoZum: Diese Neuigkeiten erwarten Besucher im März


(pr) Wie sieht die Werkstatt der Zukunft aus? Bei welchen Nutzfahrzeugen stimmt das Preis-Leistungsverhältnis und welche Herausforderungen dominieren den Aftersales-Markt? Die Antworten darauf hat die Salzburger AutoZum im März 2022. Plus: Welche Aussteller überraschen und wer der neue Messeleiter ist (Foto: RX Austria & Germany).

Stammaussteller Würth mag Überraschungen. Vom 15. bis 18. März dürfen sich deshalb Besucher der AutoZum in Salzburg über den „größten Würth-Stand aller Zeiten freuen“, verspricht Harald Winkler. Für den Divisionsleiter Automotive bei Würth ist die Messe ein Fixpunkt im Kalender. „Wir freuen uns auf ein großartiges Event und regen Austausch mit interessierten Kunden aus dem Kfz-Bereich.“ Das neue Messekonzept von Veranstalter RX Austria & Germany (vormals Reed Exhibitions) habe ihn überzeugt.

Appell zur Fortführung und Modifikation der Wirtschaftshilfen des Bundes


Die Messe- und Veranstaltungsbranche wurde durch ihre branchespezifischen langen Planungshorizonte nicht nur stärker und existenzieller als andere Wirtschaftsbereiche getroffen, sondern benötigt auch eine längere Aufbauphase, um wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Daher fordert der FAMA Fachverband Messen und Ausstellungen in seiner Vertretung für kleinere und private Veranstalter eine Fortführung und zielgenaue Anpassung der staatlichen Überbrückungshilfen, um die sonst drohende Insolvenzgefahr aufzuhalten und damit bereits gezahlte Staatshilfen auch langfristig ihre Wirkung entfalten können.

Freitag, 5. November 2021

Der Blick nach vorn: Freedom is just another word for nothing left to lose


Die Woodstock-Legende Janis Joplin besingt die Freiheit und die Schmerzen, die nach einem klaren Schnitt entstehen. Kris Kristofferson, der den Song „Me and Bobby McGee“ ursprünglich geschrieben hat, beschreibt in einem Interview die unfassbare Traurigkeit, die ihn übermannte, als er zum ersten Mal Joplins Version gehört hat. Eine Zeile aus dem Song zeigt, was wir nicht tun sollten, wollen wir nicht in seiner tiefen Traurigkeit enden: „Well, I’ll trade all my tomorrows for one single yesterday, to be holdin‘ Bobby’s body next to mine“ (Foto: Pixabay).

Eine aktuelle Forsa-Umfrage hat gerade ergeben, dass die Mehrheit der Ungeimpften wohl bei ihrem Nein bleiben wird. 65% der Befragten gaben an, sich in den kommenden zwei Monaten „auf keinen Fall“ impfen lassen zu wollen. 23% tendieren demnach zu „eher nein“. Lediglich zwei Prozent wollen sich in jedem Fall noch impfen lassen. Bemerkenswert ist auch, dass 89% der Befragten auch eine Überlastung der Intensivstationen nicht als Anlass sehen, ihre Entscheidung zu überdenken.

Das Forum Veranstaltungswirtschaft, eine Allianz aus sechs maßgeblichen Verbänden, dem auch der FAMA angehört, fordert deshalb aus gutem Grund zum 1. Dezember 2021 einen „Freedom Day“, an dem alle Corona-Eindämmungsmaßnahmen aufgehoben werden. Die Verantwortung für den eigenen Schutz vor einer Ansteckung und den möglichen Folgen daraus, fiele dann zurück in den individuellen Bereich. Eine Impfquote von bis zu 80% (vollständig) bzw. 84% (einmal) bietet dafür eine stabile Grundlage.

Daran wird deutlich, dass Freiheit immer ein zweischneidiges Schwert ist. Rosa Luxemburg etwa wird stets mit ihrem Zitat „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“ in Verbindung gebracht. In der lesenswerten Luxemburg-Biografie von Ernst Piper wird sie allerdings als rücksichtslose Revolutionärin und Kämpferin für eine Diktatur des Proletariats beschrieben. Der Kieler Philosoph Ludger Heidbrink hingegen postuliert, dass wir in einer „unzuständigen Gesellschaft“ leben, in der immer jeder glaubt, dass jemand anderes für die Dinge verantwortlich sei. Alle Formen von Engagement fänden auf rhetorischer Ebene statt. Sobald sie aber realisiert werden sollen, werde die Flucht in die Unzuständigkeit angetreten.

Was also tun? Erklären wir uns für zuständig! Für unsere Zukunft als Messewirtschaft sind wir es ohnehin, das haben die vergangenen Monate von politischer Missachtung und Verzögerung gezeigt. Wir können nicht länger warten, bis irgendetwas in unserem Sinne entschieden wird. Wir müssen entscheiden: Unsere Geschäftsmodelle, unsere Leistungsversprechen, unsere Risikobereitschaft und unser Beharrungsvermögen. Was brauchen wir, was kann weg?

Diese Freiheit haben wir, auch wenn sie immer wieder von uneinsichtigen Corona-Leugnern oder zaudernden Politikern beschränkt wird. Wir haben die Power, unsere Zukunft zu gestalten. Professionell, verantwortungsvoll, innovativ und erfolgreich. Das fühlt sich gut an. And feelin‘ good was good enough for me, um es mit Janis Joplin zu sagen.

Kolumne von Oliver Schmitt

Buchtipp: Postbürokratisches Organisieren


Wo es Organisationen gibt, muss organisiert werden, um sie am Laufen zu halten. Die Frage dabei ist schlicht: Wie will ich organisieren? (Foto: OS)

Warum setzen postbürokratische Organisationsmodelle verstärkt auf Interaktionsformate? Was ist neu oder ungewöhnlich an ihnen? Welche Rolle spielen Managementmethoden für den Diskurs und die eigene Organisation? Welche Zwecke sind es, mit denen sich Mitglieder postbürokratischer Organisationen identifizieren? Welche Rolle spielt in postbürokratischen Organisationen die klassische Hierarchie? Gibt es sie noch oder darf sie als überwunden gelten?

Auf allgemeiner Ebene gibt es keine eindeutigen, richtigen Antworten. Aber es gibt im Detail eine Fülle aufschlussreicher Erfahrungen und Einsichten, die es wert sind, festgehalten und zur Diskussion gestellt zu werden.

Genau das leisten Judith Muster (Organisationssoziologin an der Uni Potsdam und Partnerin bei Metaplan), Finn-Rasmus Bull (Sozialwissenschaftler und Soziologe) und Jens Kapitzky (Kommunikationswissenschaftler, Germanist und Politikwissenschaftler) mit ihrem Buch.

Muster / Bull / Kapitzky • Postbürokratisches Organisieren – Formen und Folgen agiler Arbeitsweisen • 247 Seiten • Vahlen • 19. Oktober 2021

5 (plus 1) Fragen an: Juliane Jähnke, Women in Exhibitions D-A-CH


Mit den „Fünf Fragen ...“ an Persönlichkeiten mit Messebezug sollen deren Haltungen und Einstellungen sichtbar gemacht und Impulse für persönliche Begegnungen gefördert werden. Diesmal steht Juliane Jähnke, Mit- Initiatorin des Netzwerks „Women in Exhibitions D-A-CH“ Rede und Antwort. WiE D-A-CH ist ein Frauen-Netzwerk von Messeveranstaltern und 
-gesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (Foto: Nicole Maskus-Trippel).

Unter welchen Umständen vergessen Sie die Zeit?

Wenn ich Podcasts und Hörbücher höre, und zwar sehr viele davon. Die Themen dazu sind vielfältig: Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, aber auch Fantasy-Hörbücher.

Wie hat sich Ihre Meinung zu einem Thema zuletzt geändert?

Bezogen auf unser Netzwerk habe ich am Anfang unterschätzt, wie wichtig tatsächlich das Netzwerken der Frauen in unserer Branche untereinander ist. Ich erlebe aktuell wieder, wie schwer es Frauen fällt, aktiv und selbstbewusst nach Jobs zu fragen oder sich stärker in der Öffentlichkeit zu zeigen. Das ist vielen schlichtweg peinlich oder sie sind sich der Bedeutung nicht bewusst. Über das Netzwerk nehmen wir uns solcher Themen an und erhalten da-für viel Zuspruch.

Was ist das Beste an Ihrem Beruf?

Wo soll ich anfangen? Die Vielfalt der Themen, der aktuelle Wandel als Herausforderung, das stetige Gefordertsein, sich mit Neuem zu beschäftigen, Zusammenhänge in Branchen und der Gesellschaft zu verstehen und Leute zu vernetzten. Und am Ende daraus nachhaltig-erfolgreiche Veranstaltungsformate zu entwickeln, von denen Teilnehmende begeistert sind. Das trifft für das Netzwerk WiE DACH genauso wie auf meine Arbeit für Messeveranstalter im Business Development zu.

Wer darf Ihnen sagen, dass Sie falsch liegen?

Alle, die auf der Sachebene einfach gute Argumente haben.

Eine Woche ohne Smartphone: Was hieße das für Sie?

Das praktiziere ich in der einen Fastenwanderwoche, die ich alle 1-2 Jahre mache. Es ist sehr befreiend.

Ergänzungsfrage: Was hat Covid-19 in Ihrem Alltag verändert?

Ich bin auch weiterhin viel auf Digitalevents unterwegs oder schaue mir Livestreamings an. Diese Möglichkeiten empfinde ich als großartig, auch wenn die Masse und Vielfalt der Angebote erschlägt. Zudem ist mir noch bewusster geworden, wie wenig das heutige Schulsystem unsere Kids - davon habe ich 3 - ins Erwachsenenleben begleitet - bzw. eben gerade nicht gut vorbereitet. Der Wert von Arbeit in diversen Gruppen, der Umgang mit Fehlern, eine wertschätzende Kommunikation für Auseinandersetzungen, ein mutiges Einstehen für Personen / Werte / Projekte, das Ausprobieren von komplett Neuem ohne Vorgaben - all das wäre so wichtig, geht aber viel zu oft im einheitlichen Auswendiglernen unter. Das muss sich ändern.